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Es ist etwa 20 Jahre her, dass meine damalige allerbeste Freundin nach einem knappen Jahr Australien wieder in ihre etwa
200 km von meinem damaligen Wohnort entfernte Heimat zurückgekehrt ist. Wir haben kurz telefoniert, Inhalt:
“Schön, dass Du wieder da bist. Werden wir mehr als zwei Stunden miteinander reden? Ja? Ok, ich bin in knapp zwei
Stunden da.”
Ich schwang mich ins Auto und bin hingefahren. Und in derselben Nacht wieder zurück. Und: Es war billiger als ihre
Rückkehr am Telefon zu feiern.
Ich hatte damals ein dieselgetriebenes Auto, der Liter Diesel kostete knapp eine Mark und 20 Pfennige. Und Telefonkosten
in der Nebenzeit bemaßen sich für ein innerdeutsches Ferngespräch nach der Faustregel “Eine halbe Stunde kostet
zehn Mark”. Für das, was ein anderthalbstündiges Telefonat kostete, konnte ich damals 400 Kilometer weit
fahren.
Seitdem sind die Telefonkosten ins unermessliche gefallen (Flatrate, Telefonat kostet einfach nichts). Und der
Sprit ist dann doch “ein wenig” teurer geworden. Aus Umweltsicht ist das eigentlich fein, denn Telefonieren
hat damals schon die Umwelt so gut wie nicht belastet. Die Fahrt mit meiner alten Dreckschleuder, die heute - natürlich
- nichtmal die rote Plakette bekäme, war eine ganz schöne Sauerei.
Lerninhalt des letzten Sonnabends: Wenn in einem zehnpaarigen Telefonkabel die Paare 1 und 3 bis 8 belegt sind,
bedeutet das nicht notwendigerweise, dass drei Paare (nämlich 2, 9 und 10) für einmal DSL und einmal S0 benutzbar
sind.
Im konkreten Fall hat der Elektriker, der das vor ein paar Jahren gebaut hat, nämlich Paar 2 freigelassen, weil es -
richtig - kaputt ist. Und so hat der Anwender jetzt zwar eine Fritzbox an der Wand, aber immer noch kein Internet, und
kann nur mit viel Glück wieder so telefonieren wie vorher.
So ein Mist.
Es ist nicht überliefert, wohin das Telefonat ging.
Schon seit etwa anderthalb Jahren hat sich ein Kunde mit seinen Büroräumen auf ein anderes Gebäude ausgedehnt.
Zwischen den beiden Gebäuden gibt es zwar Glasfaser, aber keine Kupferverkabelung. Trotzdem möchte man auch im neuen
Büro gerne telefonieren können; dort sollen Nebenstellen der am alten Ort vorhandenen Alcatel OmniPCX Enterprise
aufgestellt werden.
Daraus entsteht die logische Entscheidung, die Telefone im neu hinzugekommenen Bereich des Gebäudes per IP anzubinden:
Das geht nämlich über die vorhandenen Glasfasern, während man für digitale Endgeräte an der TK-Anlage entweder
Kupfer werfen, oder den neuen Standort mit einem (teuren!) Gateway zum Umsetzen von IP auf die digitalen Endgeräte
ausstatten müsste.
Also bietet sich die Möglichkeit, ein bisschen über IP-Telefonanlagen in überlasteten Netzen zu lernen.
Die Janus-Eigenschaft meiner beiden Telefonanschlüsse besteht nach wie vor: Anrufe aus dem Alice-Netz und aus fast
allen anderen Netzen kommen - ordentlich - auf dem Alice-Anschluß an. Anrufe von Kunden meines bisherigen Anbieters
kommen nach wie vor auf dem alten Anschluß heraus.
Das wird auch bis mindestens zum 22. April so weiter gehen, denn zu diesem Termin hat mein alter Anbieter jetzt endlich
die Kündigung bestätigt. Bis dahin hängt ein analoger Anrufbeantworter auf dem IAD des alten Anbieters, der im
“Hinweisansage”-Modus darum bittet, den Anruf bitte aus einem anderen Netz zu wiederholen oder unsere
01805-Callcenterfalle anzurufen.
Wir warten nun auf das Kapitel “alter Anschluss ist abgeschaltet und Anrufe aus dem Netz des alten Anbieters
landen im Nirvana”. Telcos sind ja soooo berechenbar...
Knapp eine Woche nach der Installation hat mein Alice-Telefonanschluß nun den großen Sprung zur “95”
gemacht: Eingehende Telefonate aus Fremdnetzen kommen nun aus dem Sphairon-IAD raus und ich konnte meine Fritzbox
endlich vom alten IAD auf das neue umstöpseln.
Jetzt liegt der schwarze Peter erstmal wieder bei meinem bisherigen Anbieter, denn Anrufe aus seinem Netz kommen nach
wie vor auf seinem IAD heraus (an dem nur noch als “Notbehelf” mein altes Eurit hängt). Aber man hat mir
schon bestätigt, dass das in den nächsten Tagen abgestellt wird.
Letztendlich muss ich dann noch mit Alice ausdebattieren, dass der Anschluss bitte erst ab dem 3. April berechnet wird,
denn benutzbar war der Anschluß. auf dem keine Gespräche aus Fremdnetzen herauskamen, nicht wirklich. Inzwischen bin
ich bereit, den Anschluß als “funktionstüchtig übergeben” zu betrachten, aber nicht ab dem
Installationsdatum.
Hier der aktuelle Stand in der Alice-Saga: Beide Telefonanschlüsse funktionieren weiterhin und können für ausgehende
Gespräche genutzt werden. Eingehende Gespräche kommen, wenn der Anrufer auch Alice-Kunde ist, auf dem Alice-Anschluß
an, sonst auf dem alten Anschluss von U.
Die so kommunizierte Fehlermeldung stellt die Alice-Technik nach wie vor vor große Herausforderungen. Ob das nun daran
liegt, dass es den absoluten Ausnahmefall darzustellen scheint, dass bei einer Umschaltung von einem alten Anbieter zu
Alice der Alice-Anschluß parallel zum bestehenden Anschluß geschaltet wird und beide Anschlüsse funktionieren
können, oder daran dass die Alice-Techniker offensichtlich nur Zugriff auf den Zustand einer Rufnummer innerhalb des
Alice-Netzes haben und nicht sehen können, ob die Nummer von “draußen” überhaupt zu Alice geroutet wird,
ist unklar.
Wir werden sehen, wie lange der Zustand noch anhält.
Liebe Alice-Kunden, die bei mir versuchen anzurufen: Derzeit ist an meinem Alice-Anschluß nur ein ISDN-Telefon
angeschlossen, das im “Kabäuschen” steht. Somit gibt es keinen Anrufbeantworter und auch die Chance, dass
ich das Telefon nicht klingeln höre. Bitte Geduld, oder auf dem Mobiltelefon anrufen.
Nachdem auch über Nacht sich an der Telefoniesituation nichts geändert hat und Anrufe auf meine Festnetznummer
weiterhin auf dem “alten” Anschluss rauskommen, rufe ich die Alice-Neukundenhotline an, um mich nach dem
Portierungstermin für meine Rufnummern zu erkundigen.
Der Callcenteragent nimmt mir allerdings nicht ab, dass mein alter Anschluß noch funktioniert, weil er offensichtlich
nur den Prozess der Migration von T-Anschlüssen kennt, wo für den Alice-Anschluß dieselbe TAL verwendet wird wie für
den wegfallenden T-Anschluss und es somit gar nicht sein kann, dass der alte Anschluss weiterhin erreichbar ist.
Irgenwann glaubt er mir dann doch, dass an dem Alice-IAD derzeit nur ein Test-Telefon hängt, mit dem ich ausgehend
telefonieren kann, das aber bei Anrufen z.B. auf meine 0621 727 398 34 nicht kllingelt und stattdessen die am
“alten” Anschluß angeschlossenen Telefone klingeln. Er nimmt eine Störung “eingehende Erreichbarkeit
gestört” auf und will mich an die Technik verbinden, was derzeit aber nicht geht.
Ich soll später nochmal anrufen. Recht schönen Dank auch. Rückruf gibt’s keinen. So kann man es sich
natürlich auch einfach machen.
Im dritten Anlauf hat die Installation der Alice-DSL endlich geklappt. Und sie war gar nicht nötig; der Anschluss
hätte schon vor dem 12. März funktioniert.
Der Telekom-Techniker (diesmal ein echter T-Com-Mitarbeiter) war für den Zeitraum von 08.00-16.00 Uhr angekündigt und
kommt um 15.45 Uhr. Er entschuldigt sich wortreich dafür dass er so spät kommt, während ich ihm den roten Teppich
ausrolle dafür dass er überhaupt erschienen ist. Er hängt seinen Piepser an die TAE und stellt am Kellerverteiler und
am APL im Nachbarhaus fest, dass meine Ex-Alice-TAE immer noch korrekt auf den richtigen Stift im APL rangiert ist,
schließt den APL wieder ab und verabschiedet sich.
**HMPF** Stellt sich nur die Frage, warum ich den Anschluß nicht schon vor zwei Wochen zum Laufen bekommen habe - denn
ich habe schon vor zwei Wochen einfach mal das Sphairon IAD auf den Anschluß geschaltet und das Ding hat sich
totgestellt. Genauso benimmt es sich immer noch.
... hat der für heute angekündigte Monteur des Incumbents auf seinen Arbeitsbericht geschrieben, bevor er ihn an seinen Auftraggeber zurückgegeben
hat.
Ob er meine Klingel gefunden hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Draufgedrückt hat er jedenfalls nicht, denn das
hätte ich gehört. Ich war den ganzen Tag zuhause und habe die Wohnung nichtmal zum Müll rausbringen verlassen.
Das ist jetzt der erste Schritt in der Bereitstellung meines neuen Alice-Anschlusses, den ganz originär und alleine
die Telekom, bzw. deren Subunternehmer versemmelt hat. Recht schönen Dank auch.
Einen neuen Montagetermin gibt es in vier Werktagen, wobei Sonnabend nicht als Werktag zählt. Also übermorgen in
einer Woche. Danke, Ostern.
Mein Alice-Anschluss kommt voran. Die Auftragsbestätigung, die die Ausführung des Auftrags am 12. März ankündigt,
wurde von Alice ausweislich der Received-Header am 13. März um kurz nach 14.00 Uhr ins Netz gepumpt und wäre dank
uncodierter 8-Bit-Header und anderer Spam-Merkmale fast im Spamfilter gelandet. Eine so unsaubere E-Mail mit
gewünschtem Inhalt habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen.
Am 14. März kam dann auch das Sphairon IAD an, dessen DSL-LED an der noch nicht beschalteten TAE dauerhaft leuchtet
(was eigentlich eine Verbindung anzeigt). Hoffen wir mal, dass es hier kein dead-on-arrival-Gerät ist.
... ist sie so schnell, dass die in Real geschehenen Dinge die IT locker überholen. Was leider in einem nicht
ausgeführten Auftrag endet.
Dies ist die letzte Woche angekündigte Fortsetzung von Telefonieren - Mai 2007 bis Februar 2008. Da es sich um eine im Laufen befindliche unendliche
Geschichte handelt, mit Nummerierung im Subject...
Ralf Hildebrandt fragt in einem Kommentar zu diesem Artikel, warum ich zehn Rufnummern gehabt habe. Ich versuch das mal zu
erklären.
Wie schon neulich beschrieben, ist die Rufnummernportierung zu einem
anderen Anbieter bei gleichzeitigem Umzug in Deutschland nicht vorgesehen und erfordert ein Reihe Klimmzüge.
In diesem Artikel beschreibe ich, wie die Telefon- und Internetanbindung meiner Wohnung in den letzten Monaten
realisiert war.
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