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    <title>Zugschlusbeobachtungen - #reallife</title>
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    <description>Das persönliche Blog von Marc Haber</description>
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    <pubDate>Thu, 16 May 2013 07:30:58 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Zugschlusbeobachtungen - #reallife - Das persönliche Blog von Marc Haber</title>
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    <title>Von Mannheim zu den Sternen - Professor Heinz Haber wird 100</title>
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            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wie Ihr vielleicht wisst, war &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9IZWluel9IYWJlcg==&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Haber&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zur Wikipedia&quot;&gt;Professor
Heinz Haber&lt;/a&gt;, der in den 1960ern, 1970er, und 1980ern im Deutschen Fernsehen zum Thema Wissenschaft sehr präsent war
und der sogar ein paar Bestseller geschrieben hat, mein Vater.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am 15. Mai 1913 geboren, wäre er heute einhundert Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es im &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2466&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.planetarium-mannheim.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum Planetarium Mannheim&quot;&gt;Planetarium Mannheim&lt;/a&gt; eine kleine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2467&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.planetarium-mannheim.de/programme/sonderveranstaltungen/austellung-haber.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer Link zum
Planetarium Mannheim&quot;&gt;Ausstellung&lt;/a&gt; mit Gegenständen aus seinem Nachlass. Diese Ausstellung wurde gestern festlich im
Beisein von Bürgermeister Grötsch, dem Chefredaktur von bild der wissenschaft, Wolfgang Hess, und etlichen meiner
Verwandten, festlich eröffnet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Heute abend ist im &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rZmctbWFubmhlaW0uZGUv&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfg-mannheim.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer Link zum KFG&quot;&gt;Karl-Friedrich-Gymnasium
Mannheim,&lt;/a&gt; wo mein Vater sein Abitur gemacht hat, ebenfalls eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2468&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfg-mannheim.de/index.php?id=561&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer link zum KFG&quot;&gt;Veranstaltung&lt;/a&gt; zum Gedenken an
meinen Vater.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Während meine Schwester Cathleen heute abend im KFG ein paar private Worte sagen wird, hatte ich gestern abend die
Ehre, im Kuppelsaal des Mannheimer Planetariums ein paar Geschichten über meinen Vater erzählen zu dürfen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wer sich dafür interessiert, was ich gestern gesagt habe, darf auf &amp;#8220;Weiter&amp;#8221; klicken und mein Manuskript
lesen. Ich habe mich während der Veranstaltung ein bisschen kürzer gefasst als geplant, aber hier veröffentliche ich
das, was ich sagen wollte.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,&lt;br /&gt;
sehr geehrter Herr Dr. Theis,&lt;br /&gt;
liebe Mannheimer,&lt;br /&gt;
liebe Familie,&lt;br /&gt;
liebe Freunde,&lt;br /&gt;
liebe Frau Umland, liebe Frau Langer, lieber Herr Gross,&lt;br /&gt;
meine Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Professor Heinz Haber wird hundert. Das ist ja nun an sich gar nicht so bemerkenswert, hätte er selbst gesagt, denn die
Zeit läuft weiter, ob wir wollen oder nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bemerkenswert ist allerdings, dass wir uns hier im Planetarium in Mannheim zusammengefunden haben, um Heinz Habers
hundertsten Geburtstag gemeinsam zu feiern und uns an einen herausragenden Wissenschaftler, Autor, Visionär,
Fernsehmacher, einen liebevollen Ehemann, Onkel und nicht zuletzt einen tollen Vater zu erinnern.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mein Name ist Marc Haber, Heinz Haber war mein Vater, und ich war in den 1970ern und 1980ern vermutlich das einzige Kind
und der einzige Jugendliche mit Aufenthalt nördlich der Elbe, der wusste, dass Mannheim gerne ein neues Planetarium
haben möchte. Meine Aufgabe ist es heute, ein paar Geschichten aus dem Leben meines Vaters persönlich anzureichern und
zu erzählen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Liebe Frau Umland, Ihr Vortrag vorletzte Woche an der Abendakademie hat mir sehr geholfen, den meinigen heute Abend mit
Inhalten zu füllen. Welcher Sohn hat schon den Luxus, sich zwei Stunden lang einen wissenschaftlich erarbeiteten
Vortrag über das Leben des eigenen Vaters anhören zu dürfen! Was ich Ihnen heute mitgebracht habe, kommt aus meiner
Erinnerung und ist damit nicht wissenschaftlich nachweisbar. Dafür bitte ich um Entschuldigung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wie Sie alle sicher wissen, hat Heinz Haber die theoretischen Grundlagen für den Parabelflug ausgearbeitet, der heute
dazu benutzt wird, um Astronauten für die Arbeit in der Schwerelosigkeit auszubilden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es gab in der ersten Zeit genau einen Piloten, der in der Lage war, die Parabel genau genug zu fliegen, damit die
Schwerelosigkeit in der Kabine gelingt. Mir wurde erzählt, dass dieser Pilot eine im Cockpit in die Luft gehaltene und
losgelassene Zigarettenschachtel als Hilfsmittel benutzte: Bleibt sie an derselben Stelle in der Luft, ist der Flug
gut.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um mehr Parabeln fliegen zu können, hat mein Vater seinen Bruder Fritz in die USA hinterher geholt. Er schickte also
ein vage gehaltenes Telegramm nach Deutschland und bat seinen Bruder, in die USA zu kommen, was dieser   vc dann auch
tat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Flughafen angekommen, war der erste Satz, den Fritz zu Heinz sprach: „Du möchtest also eine Parabel fliegen.“
Die zwei wussen sehr gut, wie man miteinander kommuniziert, ohne wirklich zu sprechen, und Fritz baute dann ein
Instrument, das auch weniger talentierten Piloten anzeigen konnte, in welche Richtung der Flug korrigiert werden muss,
damit die Parabel passt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
1995 kam dann der Film „Apollo 13“ mit Tom Hanks und Gary Sinise in die Kinos. Die in der Raumkapsel spielenden
Szenen wurden in Zwei-Minuten-Häppchen während Parabelflügen gedreht. Und Sie können mir glauben, als ich aus dem
Kino heraus kam, war ich glatt noch einmal fünf Zentimeter größer. Wer kann schon von sich behaupten, der eigene
Vater hätte mit seiner wissenschaftlichen Arbeit einen Hollywood-Blockbuster unterstützt?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch in den 1980ern, als sich die amerikanische bemannte Raumfahrt vom Prinzip „Handgranate – Anzünden,
Wegwerfen“ verabschiedete und mit dem Space Shuttle kurz davor stand, einen Linienverkehr in den Weltraum aufnehmen zu
können, habe ich viel von ihm gelernt. Und ich weiß auch noch, wie niedergeschlagen er war, als die bemannte Raumfahrt
mit dem Challenger-Unglück 1986 einen herben Rückschlag erlitt. Leider hat man dann versäumt, das großartige Konzept
des wiederverwendbaren Raumfahrzeugs weiter zu verfolgen, die Space Shuttles stehen nach dem Ende ihrer wirtschaftlichen
Nutzbarkeit im Museum und wir schießen unsere Astronauten wieder mit Raketen in den Weltraum.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mein Vater hat mich immer sehr in seine Arbeit einbezogen. Als Teenager sollte ich einmal für Filmaufnahmen das
berühmte Mausefallen-Experiment nachbauen, und  ich war arg frustriert, als die Kettenreaktion immer wieder vorzeitig
„losging“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um mich zu trösten, hat mein Vater mir von den Original-Filmaufnahmen für das erste Mausefallen-Experiment erzählt,
wo es die Bühnenarbeiter von Walt Disney auch nicht hinbekommen haben, das Experiment so stabil aufzubauen, dass es
erst dann „explodiert“ wenn die Kamera läuft. Nachdem der Aufbau das dritte Mal schief gelaufen war, wollte mein
Vater selbst aufbauen, was ihm die Bühnenarbeiter verboten haben. Nur Mitglieder der Labor Union der Bühnenarbeiter
dürfen diese Arbeit machen – worauf Walt Disney persönlich ihn kurzerhand für einen Monat zum „unionized
worker“ für Bühnenarbeit berufen hat. Der Aufbau und die Aufnahme gelang danach.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Er war immer ganz vorne dabei, wenn es darum ging, sein Vertrauen in die nachfolgenden Geneationen zu äußern und zu
leben. Kinder, so sagte er immer, lernen am besten aus eigenen Fehlern. Es ist nicht die Aufgabe der Erwachsenen, diese
Fehler zu verhindern, sondern den Kindern zu ermöglichen, diese Fehler zu machen – und zwar möglichst ohne dass
jemand wirklich zu Schaden kommt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Leider haben wir dieses Vertrauen nicht immer verdient. Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass er gerne darüber
gewettert hat, dass wir unseren Namen „homo sapiens“ gar nicht verdient hätten. Wir sollten uns besser „homo
belicosus“ nennen – der Kriegführende Mensch. Schade eigentlich, dass wir das nicht besser in den Griff bekommen
haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine weitere Äußerung, die ich von ihm in Erinnerung habe ist „Die wahre Weisheit eines Menschen sieht man daran,
wie häufig er die Worte &amp;#8216;das weiß ich nicht&amp;#8217; verwendet“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In den 1970ern und 1980ern waren ihm einige Dinge besonders wichtig, und ich würde mich heute gerne mit ihm über diese
Themen unterhalten können. Da das aber nun mal nicht mehr geht, muss ich mir heute die Fragen selbst stellen, was er
über diese Themen heute sagen würde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich würde mich zum Beispiel sehr dafür interessieren, was er heute über die Nutzung der Kernenergie zur
Stromerzeugung sagen würde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die friedliche Nutzung der Kernenergie hat uns in den letzten fünfzig Jahren sehr geholfen, und uns große
Herausforderungen für die nächsten fünfzigtausend Jahre beschert. Ich bin mir nicht sicher, ob es das wert gewesen
ist. Die Fusionskonstante, nach dem die wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion in 30 bis 40 Jahren möglich sein wird,
wurde 1980 genau so postuliert wie heute – und wir wissen heute, dass Fusionskraftwerke  uns genau so schwer zu
entsorgende Abfälle bescheren werden wie die auf der Kernspaltung basierende heutige Technik.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Seine Wanderpredigt „Eiskeller oder Treibhaus – Zerstören wir unser Weltklima“ könnte er heute nicht mehr
halten. Diese Fragen sind längst beantwortet. Heinz Haber hat in seiner „Wanderpredigt“ gerne ein Dia gezeigt, wo
auf der einen Seite des Kölner Doms ein Gletscher, und auf der anderen Seite des Kölner Doms ein Palmengarten zu sehen
ist. Dass sich die Menschheit für das Treibhaus entschieden hat, wissen wir inzwischen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um das allergrößte Problem, die von ihm als „Zeitbombe Mensch“ bezeichnete Überbevölkerung des Planeten, ist es
in den Medien arg ruhig geworden. Ich fürchte, das Problem besteht für uns zwar immer noch, wir haben uns aber
inzwischen andere Probleme eingefangen, die unsere Existenz auf diesem Planeten mehr gefährden als unsere eigene
Fortpflanzung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, mein Vater hat tatsächlich einen anschaulichen Vergleich verwendet, um die Länge
der Erdgeschichte vom Urknall bis heute zu erklären. Er hat diese Zeit mit einem Jahr verglichen, und in dieser Skala
spielt sich das, was wir so „Geschichte“ nennen, in den letzten 30 Sekunden der Silvesternacht ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine große deutsche Zeitung titelte nach einem Vortrag meines Vaters in Folge „Der Mensch – ein
Silvesterscherz“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Meine Damen und Herren, würde Heinz Haber heute noch leben, hätte er sich vermutlich unvorbereitet hier ans Pult
gestellt und Ihnen eine originelle, persönliche und lustige Festrede abgeliefert – und das vermutlich in Mannemer
Mundart und garantiert ohne Manuskript. In diesem Sinne muss ich Sie um Entschuldigung bitten, dass ich ihn heute nicht
so vertreten kann, wie ich es gerne getan hätte. Aber ich bin mir sicher, dass mein Vater stolz wie Oskar wäre, wenn
er wüsste, dass sein Sohn einmal im Kuppelsaal des Planetariums hier in Mannheim stehen würde und Sie alle zuhören.
Lieber Dad, tut mir leid, aber ohne Manuskript könnte ich das hier heute nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als Träger des Bloomaulordens hat mein Vater schon 1972 nachgewiesen, die Mannemer Mundart zu beherrschen. Später hat
er sich in der Gesellschaft zur Pflege vun de Mannemer Sprooch engagiert, in deren Dunstkreis schließlich der Verein
Freunde des Mannheimer Planetariums entstand.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als Hamburger Jung und Sohn eines Astrophysikers war der Besuch im Planetarium für mich etwas ganz normales. Und
trotzdem hat es mich immer beeindruckt, wenn in der großen Kuppel das Licht ausgeht und der Sternenhimmel sichtbar
wird. Als ich vor ein paar Monaten nach fast zwanzig Jahren Abstinenz das erste Mal wieder im Planetarium war, war das
Gefühl von damals sofort zurück. Aber auch die Erinnerungen kamen dazu, und ich muss zugeben, dass es kaum einen Ort
gibt, an dem ich mich so mit meinem Vater verbunden fühle wie im Planetarium – sei es nun Mannheim oder Hamburg.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für mich als Jugendlichen war das Mannheimer Planetarium etwas besonderes: Es war weit weg, ich habe es nur eine
Handvoll Male besucht. Es hatte im Gegensatz zum Hamburger Planetarium, das nur das „olle“ Modell IV als Projektor
hatte, das nagelneue, topmoderne, automatisierbare Modell VI, das obendrein zum Beginn des Vortrags nicht sichtbar war
sondern mit Lichteffekten und Musik geheimnisvoll aus dem Schacht auftauchte – genauso wie es das heutige Universarium
auch tut.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viele Menschen sagen, das Mannheimer Planetarium wäre ohne Heinz Habers Initiative nie gebaut worden. Ich kann mir
nicht anmaßen zu beurteilen ob das wirklch so ist. Ich habe allerdings mitbekommen, wie rührig mein Vater sich auch
aus der großen Entfernung  um das Planetarium Mannheim gekümmert hat. Ein Krug voller Pfennigstücke, in denen sein
Honorar als Kurator des Mannheimer Planetariums jährlich ausgezahlt wurde, steht – wie ich vorhin gelernt habe -
heute nicht bei meiner Mutter im Wohnzimmer, sondern hier draußen in der Ausstellung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auf seinem Schreibtisch stand das Modell des Projektors Modell VI – heute hier in der Ausstellung - , auf dem
Fensterbrett seines Arbeitszimmers stand stets ein Modell der ursprünglichen Planung des Planetariums am alten Standort
im Luisenpark, mit Fucaultpendel und Saturnringen – heute nicht in der Ausstellung -, in seinem Schreibtisch lag
Briefpapier vom Freundeskreis, und fast jede Geschäftsreise nach Süddeutschland enthielt auch einen Abstecher über
Mannheim. Ja, man kann schon fast sagen, er wäre besessen gewesen von der Idee, seiner Heimatstadt wieder ein
Planetarium zu verschaffen. Voller Stolz kam er eines Tages aus Oberkochen zurück, wo ihm das Schild „Reserviert für
Mannheim“ an einem halb fertigggestellten Planetariumsprojektor gezeigt wurde. So glücklich habe ich ihn selten
gesehen. Und auch diesen Projektor können Sie heute hier draußen vor der Tür besichtigen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber ich habe auch immer noch seine Schimpfkanonaden im Ohr, mit denen er sich über die moderne Architektur des heute
realisierten Mannheimer Planetariums aufgeregt hat. Er hätte es lieber ein bisschen klassischer gehabt. Er würde heute
noch vorschlagen, das Gebäude doch endlich fertig zu bauen – das Gerüst steht ja noch!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, heute hier in einer Kuppel stehen zu dürfen, für deren Entstehung mein Vater
gewisse Teilverantwortung trägt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Ausstellung, die das Planetarium Mannheim, das Stadtarchiv, der Freundeskreis des Mannheimer Planetariums und das
Karl-Friedrich-Gymnasium hier auf die Beine gestellt haben, stellt alles in den Schatten, was seit dem Tod meines Vaters
vor 23 Jahren über ihn veröffentlicht wurde. Für meine Familie und mich ist es eine große Freude, mit Ihnen diesen
Tag und diese Veranstaltung erleben zu dürfen. Ich sage Ihnen allen Vielen Dank für Ihre Mühe, freue mich über das
tolle Ergebnis und wünsche Ihnen allen einen schönen Abend hier im Planetarium Mannheim.
&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 15 May 2013 12:22:03 +0200</pubDate>
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    <category>heinz haber</category>
<category>planetarium mannheim</category>

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    <title>Schnipp-Schnapp am Augenmuskel</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/969-Schnipp-Schnapp-am-Augenmuskel.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Heute vor fünf Wochen lag ich auf dem Operationstisch in der Tagesklinik in Koblenz. Und wie es da hin kam und wie es
mir nachdem ergangen ist, erzähle ich Euch heute.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Jsb2cuenVnc2NobHVzLmRlL2FyY2hpdmVzLzk2NS1CcmlsbGVuc3RhdHVzLURhcy1VcGRhdGUtSUkuaHRtbA==&amp;amp;entry_id=969&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/965-Brillenstatus-Das-Update-II.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum Artikel Brillenstatus -
Das Update I&quot;&gt;Gestern&lt;/a&gt; schrieb ich Euch, wie ich zu meiner 33 Gramm schweren Brille mit 20 Prismendioptrien Basis
Außen gekommen bin, und dass mich das Tragen der Brille schon ein wenig genervt hat.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Die Korrektur von Winkelfehlsichtigkeiten mit Prismenbrille ist - wie schon geschrieben - nicht gerade unumstritten.
Dementsprechend wenige Augenärzte gibt es, die sich mit dieser Disziplin auseinandersetzen. Schon alleine deswegen,
weil sie die enge Zusammenarbeit mit dem Erzfeind, dem Augenoptiker, erfordert. Über die &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pdmJ2Lm9yZy8=&amp;amp;entry_id=969&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ivbv.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;link zur IVBS&quot;&gt;internationalen Vereinigung für binokulares Sehen (IVBS)&lt;/a&gt; erhielten wir den Kontakt zu einem
Augenarzt in Konblenz, der selbst IVBS-Mitglied ist und als die bundesweite Kapazität für die Korrektur von
Winkelfehlsichtigkeiten gilt. Im Juni 2012 waren wir das erste Mal dort, natürlich mit demselben Ergebnis, das Sandra
auch schon ermittelt hatte: Esophorie, korrigierbar mit 20 Prismendioptrien Basis außen, Tendenz zu ein bisschen mehr,
seit zwei Jahren stabil.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine Operation kann hier helfen. Der Vorschlag ist ein ambulanter Eingriff unter Vollnarkose, ein Tag Verband auf dem
einen Auge, den Tag danach wieder arbeitsfähig und bis auf Augentropfen keine weiteren Therapien. Die Operation selbst
besteht darin, dass auf einem Auge der äußere Augenmuskel um einige Millimeter gekürzt wird, damit die Augen weiter
&amp;#8220;geradeaus&amp;#8221; stehen. Die genaue Menge ist Erfahrungsermessen des Operateurs, und man muss damit rechnen, auch
weiter eine Prismenbrille zu benötigen - wenn auch nur eine weniger starke.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dennoch dauerte es bis in den Oktober, bis ich mich zur Terminvereinbarung durchringen konnte. Als Termin gab es dann
den achten Januar 2013. Hotel für zwei Nächte gebucht, Projektpause veranlasst, Sandra Urlaub beantragt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Nachmittag des 7. Januar fuhren wir dann nach Koblenz und nisteten uns in unserem Hotel ein. Nach einem kurzen
Aufenthalt in der Hotelsauna verbrachte Sandra den Abend mit einer Freundin und ich saß - nicht nach Unterhaltung
gelaunt - auf dem Hotelzimmer und arbeitete. Am nächsten Morgen konnten wir immerhin bis 08.30 Uhr ausschlafen, mein
OP-Termin war erst um 09.30 Uhr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurzes Gespräch mit dem Anästhesisten und dann ab in den OP. Sandra meint, ich hätte im Aufwachraum ganz schönen
Unfug geredet. Mein rechtes Auge war mit einem Verband verklebt, und die ersten paar Stunden nach dem Eingriff war ich
ganz schön beinträchtigt: Wenn ich versucht habe, das linke Auge zu öffnen, wollte das rechte Auge mitgehen, und das
tut weh - und zwar dummerweise sowohl dann wenn man zulässt dass das rechte Auge mit auf geht als auch dann wenn man
versucht das rechte Auge zuzukneifen. Wir fanden den Weg zum Frühstück und zurück ins Hotel schließlich mit einem
Sehschlitz, mit dem ich immerhin gucken konnte, wo ich direkt hintrete. Weiter weg gucken war aber nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf wurde mir dann auch schon langweilig und ich traute mich wieder an den Rechner. Das
ging mit großer Schrift mehr schlecht als recht und auch kaum länger als eine Stunde am Stück, aber war schon mehr
als ich eigentlich erwartet hatte. Mit weiter fortschreitender Tageszeit konnte ich merken, dass das rechte Auge unter
dem Verband immer besser aufgeht, was dazu geführt hat, dass ich mir quasi den Verband von innen betrachten konnte, was
für einen interessanten Seheindruck sorgte. Außerdem hat das Auge getränt wie blöde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-1.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:172 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-1.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Des Zugschlus&amp;#8217; Auge nach der Operation&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Am
nächsten Morgen durfte ich dann im Badezimmer den Verband abnehmen und das erste Mal die Augentropfen benutzen. Der
erste Effekt war schon eindrucksvoll - ich konnte ohne Prisma die andere Rheinseite ohne Doppelbilder sehen. Das rechte
Auge sieht übel blutunterlaufen aus und ich habe unscharf gesehen. Nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es dann zur
Nachuntersuchung. Alles Fein, Visus 1,0 (mehr hat der Augenarzt nicht geprüft), statt der Esophorie jetzt eine leichte
Exophorie. Das habe ich ungerne gehört, aber eine endgültige Aussage kann man eh erst nach ein paar Monaten treffen.
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-2.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:173 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-2.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Brille vorher und nachher&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Prismenbrille wandert in
ihr Etui und wird durch meine erste Sandra-Fassung mit neuen (billigen) Gläsern ersetzt, die wir in meiner Stärke,
aber ohne Prisma, bereits vorbereitet hatten. Es hat schon seine Vorteile, mit einer Augenoptikerin verheiratet zu sein.
Weitere Ansage vom Augenarzt: Alles machen, auch arbeiten. Da freut sich der Selbständige, und ein Arbeitnehmer hätte
geflucht. Durch die Einblutung ist der Visus auf dem rechten Auge auch noch eher bescheiden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Durch die Fäden im Auge hatte ich die ersten ein, zwei Tage immer noch ein Fremdkörpergefühl im Auge, was sich daran
geäußert hat, dass das Auge getränt hat wie blöde. Schnelle Augenbewegungen tun ein bisschen weh, und ich merke,
dass die Augen bei Kopfdrehungen sich immer ein bisschen früher anfangen zu bewegen. Interessante Erkenntnis, und ich
gewöhne mir an, vor Kopfbewegungen die Augen zu schließen, damit die Augen sich nicht mit bewegen. Auch das Gucken in
die extreme Nähe wie zum Beispiel beim Rasieren ist die erste Woche über minderangenehm.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber dann hatte sich das Auge daran gewöhnt und es gab pro Tag vielleicht eine nervige Stunde, sonst eigentlich alles
normal. Eine Woche nach der Operation traue ich mich auch wieder auf den Fahrersitz des Autos.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-5.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:176 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-5.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Des Zugschlus&amp;#8217; Auge vier Wochen nach der
Operation&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Fünf Wochen später bin ich mit dem Ergebnis - so weit man das so kurz nach der Operation schon
beurteilen kann - immer noch zufrieden. Ich habe keine Kopfschmerzen, kann eine Brille ohne Prisma tragen und sehe mein
Notebookdisplay deswegen auch mit Brille wieder so scharf wie es sein soll. Allerdings habe ich mich so weit daran
gewöhnt, die Brille bei der Arbeit am Notebook zu tragen, dass ich immer noch versuche, sie abzusetzen, wenn ich mich
zum Notebook drehe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Augentropfen, die ich viermal am Tag nehmen sollte, sind endlich alle, das Fremdkörpergefühl ist vollständig
verschwunden, wenn auch Sandra meint, man würde die Fäden im Auge noch sehen. Die sollen sich eigentlich von selbst
auflösen und werden dann rausgespült, aber bisher ist davon noch nichts zu bemerken.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In vier Monaten möchte mich der Augenarzt nochmal sehen; wir werden meine Entwicklung natürlich durch regelmäßige
MKH-Messungen weiter beobachten. Und ich hoffe, dass ich bald wieder eine Brille mit hochwertigeren Gläsern und
Lotusbeschichtung haben kann, denn die Putzerei der Billiggläser nervt. Aber die Hymne auf die Lotusbeschichtung halte
ich in einem eigenen Blogartikel.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Feb 2013 10:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>operation</category>
<category>prisma</category>
<category>winkelfehlsichtigkeit</category>

</item>
<item>
    <title>Brillenstatus - Das Update II</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/965-Brillenstatus-Das-Update-II.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Die Fortsetzung des &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2458&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/964-Brillenstatus-Das-Update-I.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum
Artikel Brillenstatus - Das Update I&quot;&gt;Artikels von gestern&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Meine erste Prismenbrille habe ich im Sommer 2006 bekommen. Meine Winkelfehlsichtigkeit ist eine Esophorie, das
bedeutet, das die Augen lieber &amp;#8220;nach innen&amp;#8221; stehen als so parallel, wie sie stehen sollten. So etwas
korrigiert man mit einem Prisma &amp;#8220;Basis Außen&amp;#8221;. Dabei hat man quasi freie Hand, die notwendige
Prismenstärke beliebig auf beide Seiten zu veteilen. Im Interesse einer vernünftig aussehenden Brille wird man höhere
Prismenstärken natürlich immer zu gleichen Teilen verteilen, aber wenn es beispielsweise nur um eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2459&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Prismendioptrie#Prismendioptrie&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Prismendioptrie&lt;/a&gt; geht
und man noch nicht genau weiß, wie gut man das Prisma verträgt, kann man durchaus nur auf einer Seite das (teure)
Prismenglas einbauen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wo wir gerade beim Preis für Prismenbrillen sind: Ein leichtes Prisma kostet einen mittleren zweistelligen Aufpreis pro
Glas. Das klingt in erster Näherung jetzt gar nicht so schlimm, aber man kann ein Prisma nur zu &amp;#8220;richtigen&amp;#8221;
Markengläsern hinzubestellen. Im unteren Preissegment (&amp;#8220;Angebotsgläser&amp;#8221;, &amp;#8220;Lagergläser&amp;#8221;) geht
das nicht. Und schwupps, kostet die Brille plötzlich fünfhundert statt zweihundert Euro.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Meine erste Prismenbrille war eine Eschenbach-Titanflexfassung mit insgesamt sechs Prismendioptrien in mineralischen
Gläsern von Rodenstock. Diese Brille habe ich ein Jahr lang getragen, bevor dann erneut gemessen wurde und plötzlich
16 Prismendioptrien notwendig waren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die zweite Prismenbrille hat demnach denn 16 Prismendioptrien bekommen, diesmal in bruchstabilen Kunststoffgläsern von
Essilor.  Als Fassung hatten wir eine blaue Nike-Metallfassung mit Silikonbügeln und einem Magnetsonnenclip gewählt.
Die Fassung kam in meinem Freundeskreis so gut an, dass Sandra innerhalb eines Jahres zwei weitere Fassungen aus dieser
Kollektion an Freunde verkauft hat. Mit 16 Prismendioptrien sieht man das Prisma schon deutlichst, wenn man auf die
Brille schaut: Außen sind die Gläser über einen Zentimeter dick, wenn man Gläser mit &amp;#8220;normalem&amp;#8221;
Brechungsindex nimmt, so dass wir uns für höher brechende Gläser mit Brechungsindex 1,67 entschieden haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Nike-Brille habe ich bis 2011 getragen. Mit 16 Prismendioptrien merkt man die Auswirkungen des Prismas im täglichen
Sehen schon deutlich: An einem Prisma tritt die sogenannte &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9EYXRlaTpQcmlzbS1yYWluYm93LnN2Zw==&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Prism-rainbow.svg&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zu einem Bild aus der Wikipedia&quot;&gt;prismatische
Farbzerlegung&lt;/a&gt; auf. In der Praxis sieht man quasi an jedem Schwarz-Weiß-Übergang einen kleinen Regenbogen, und zwar
bei gleichmäßiger Verteilung der Prismen auf beiden Seiten auf der einen Seite &amp;#8220;sorum&amp;#8221;, auf der andern
Seite &amp;#8220;andersrum&amp;#8221;. Das Ergebnis ist abhängig von der Leuchtquelle irgendwo zwischen &amp;#8220;Unscharf&amp;#8221;
und &amp;#8220;Unbrauchbar&amp;#8221;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;#8220;Unscharf&amp;#8221; wirkt sich hauptsächlich bei der Arbeit am Rechner aus: Man braucht halt einfach einen
größeren Font. Das hat auf dem 4:3 T60 dazu geführt, dass keine zwei 80-Zeichen-Shells mehr nebeneinander gepasst
haben. Durch die Anschaffung eines T60 Wide hat sich das dann wieder ausgeglichen. &amp;#8220;Unbrauchbar&amp;#8221; trat
glücklicherweise fast nur bei solchen LED-Werbetafeln auf, wie man sie beispielsweise am Röser-Haus am Karlsruher
Mendelssohnplatz, auf dem Turm am Stuttgarter Pragsattel oder auf der südlichen Spreeseite auf der Bahnfahrt zwischen
Jannowitzbrücke und Ostkreuz in Berlin sehen kann. Das Lesen von Büchern war auch mit der Prismenbrille immer
uneingeschränkt möglich - schließlich lag mein &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2460&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Visus&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur
Wikipedia&quot;&gt;Visus&lt;/a&gt; auch mit dem Prisma bei 1,2 (ohne Prisma, aber mit sphärischer/zylindrischer Korrektur bei 1,6).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei einer so starken prismatischen Korrektur tritt natürlich auch ein Gewöhnungseffekt in Form von Doppelbildern ein,
die man wahrnimmt, wenn man versucht ohne Brille in die Ferne zu gucken. Es tritt also eine gewisse Abhängigkeit von
der Brille auf, die allerdings nicht so schlimm wie bei stark kurzsichtigen Menschen ist. Und in meinem Fall konnte ich
ohne Brille scharf in der Nähe und ohne Doppelbilder sehen; erst ab einer Entfernung von ca. drei Metern habe ich die
Doppelbilder durch konzentriertes Hingucken nicht wieder weg bekommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Nike-Brille habe ich lange getragen. Wir haben regelmäßig nachgemessen, und ich hatte immer noch stets die Tendenz
zu &amp;#8220;mehr&amp;#8221;, wobei sich die Meßergebnisse bei 20 Prismendioptrien eingependelt hatten. Und als ich denn im
Jahr 2011 die Nase voll von der Nike-Brille hatte, musste eine neue her. Von Sandras Refraktionslehrer aus der
Meisterschule hatten wir inzwischen gelernt, dass es von Hoya ein mit 1,71 noch stärker brechendes Glas gibt, dessen &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2461&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Abbe-Zahl&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Abbe-Zahl&lt;/a&gt; besser ist als die aller anderen
Gläser dieser Brechstärke am Markt. Da war ich dann ganz besonders scharf drauf, denn ich fand es schon etwas seltsam,
eine Brille zu tragen, um dann &lt;u&gt;schlechter&lt;/u&gt; zu sehen als ohne.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;201301DickeBrille.JPG&quot; href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-4.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:175 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-4.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;201301DickeBrille.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Lightec-Brille mit 20
Prismendioptrien im 1,71er Kunststoffglas auf der Waage.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Meine dritte Prismenbrille bekam dann auch diese
1,71er-Hoya-Gläser, diesmal mit 20 Prismendioptrien in einer etwas auffälligeren Metallfassung von Lightec. Diesmal
wollte ich es wissen, und bestellte die Gläser mit der besten und teuersten Beschichtung (Superentspiegelt,
Hartschicht, Antistatik, Lotuseffekt, Chili und scharf). Leider wurde der Unscharf-Effekt trotz der guten Abbe-Zahl bei
den 1,71-er Gläsern mit 20 Prismendioptrien doch noch einmal stärker als mit den 1,67er-Gläsern mit 16
Prismendioptrien in der Vorgängerbrille.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erschwerend kam dann noch hinzu, dass mein neues T520 mit dem 1920x1080er-Display im Zusammenhang mit meinen starken
Prismen leider eher in die Kategorie &amp;#8220;unbrauchbar&amp;#8221; gefallen ist. Eine so krasse Unschärfe bei aufgesetzter
Prismenbrille habe ich außer bei meinem T520 nur bei zwei Displaybaureihen bei syscovery erlebt. Im Vergleich zu
anderen Displays war das ein Unterschied wie Tag und Nacht, der dazu geführt hat, dass ich die Brille bei der Arbeit am
Notebook eigentlich immer ofter abgesetzt gelassen habe, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist. Und prompt
kamen auch die Kopfschmerzen wieder - zwar nicht mehr so oft wie früher, aber so ein-, zweimal im Monat musste es dann
doch wieder die Ibuprofen-Pille sein. Ob das &amp;#8220;Weiß&amp;#8221; eines Displays mit LED-Backlight so krass anderes
zusammengesetzt ist als das &amp;#8220;Weiß&amp;#8221; aus einem konventionellen Displays mit Kaltlicht-Backlight ist? Aber
andererseits hätte ich dann doch bei mehr Displays als nur bei diesen drei Stück diese großen Probleme bekommen
müssen - denn LED-Backlight ist jetzt ja nun nicht mehr ein Feature, das nur dem &amp;#8220;Rechts-Unten-Modell&amp;#8221;
vorbehalten ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber auch nach Anschaffung der Lightec-Brille blieben meine Prismenwerte in der Größenordnung von 20 Prismendioptrien
mit Tendenz zu &amp;#8220;etwas mehr&amp;#8221;, aber das Ende der Fahnenstange war erreicht. Welch ein Glück, denn Gläser
mehr mehr als zehn Prismendioptrien sind nicht mehr von allen Herstellern erhältlich, auch Hoya stellt das 1,71er Glas
mit dieser guten Abbezahl nicht mehr her. Viel mehr als 20 Prismendioptrien kann man mit einer Prismenbrille nicht mehr
korrigieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es wurde also Zeit, sich mal wieder einem Augenarzt vorzustellen. Doch darüber bald mehr.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 11 Feb 2013 15:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>mkh</category>
<category>prisma</category>
<category>winkelfehlsichtigkeit</category>

</item>
<item>
    <title>Brillenstatus - Das Update I</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/964-Brillenstatus-Das-Update-I.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Bei einer meiner letzten Serverstörungen kam zusammen mit der Nachricht, man hätte die Hardware getauscht und es
würde nun alles wieder gehen der Hinweis, ich solle doch mal wieder bloggen. Das möchte ich hiermit tun - allerdings
vorerst nicht vom Thema Bau. Ich bin Euch aber noch schuldig, wie es mit meiner Winkelfehlsichtigkeit und meiner &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2456&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/plugin/tag/brille&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Tagsammlung&quot;&gt;Brille&lt;/a&gt; weitergegangen ist. Der Link
führt zu den entsprechend getaggten Artikel, wenn man also nachlesen mag, sei man herzlich eingeladen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte: Ich hatte seit meinen Teenagerjahren regelmäßig Kopfschmerzen, die ich von
meinem Vater geerbt hatte. Das waren keine Migräne, sondern nach der Literatur eher dem Spannungskopfschmerz
zuzuordnen, und beeinträchtigten meine Lebensqualität schon erheblich: Mehrmals im Monat hatte ich solche Kopfweh,
dass ich eigentlich nur noch Radio hörend im Bett liegen konnte. Auf Hälfte der Uni habe ich dann eine Brille
verschrieben bekommen, weil ich mich darüber beklagt hatte, dass es beim Hochgucken vom Heft zur Tafel immer ein paar
Sekunden brauchte, um das Tafelbild scharf zu sehen. Ich hätte damals schon stutzen sollen, als ich eine Brille mit
Plus-Werten, also für Weitsichtige verschrieben bekam. Fielmann hat aber die Werte vom Augenarzt auch nie hinterfragt,
sondern ohne nachzumessen die Werte in die Brille reingemacht, die der Augenarzt aufgeschrieben hatte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als ich schließlich Sandra kennenlernte, hat ihr Chef bei mir eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2457&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Winkelfehlsichtigkeit&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Winkelfehlsichtkeit&lt;/a&gt; gemessen
und ich habe, damals noch ganz an die Schulmedizin glaubend, entgegen des Rats aller Augenärzte mit großem
Magengrimmen eine Prismenbrille gekauft. Und schwupps, war ich mitten im Krieg zwischen Augenoptik und Schulmedizin,
denn die Meß- und Korrekturmethode nach Haase ist nicht unumstritten.
&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;
Für mich jedoch hat die Prismenbrille funktioniert. Meine Kopfschmerzen sind innerhalb eines halben Jahres fast
vollständig verschwunden - statt in Gramm pro Woche kann mein Ibuprofen-Konsum tatsächlich wieder in Milligramm pro
Quartal gemessen werden. Die Augenärzte haben zwar Recht gehabt, als sie mich davor gewarnt haben, dass man die
&amp;#8220;Dosis&amp;#8221; der Prismen immer erhöhen wird, bis schließlich eine Operation auf dem Zettel stehen könnte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber die Befürworter der prismatischen Korrektion haben eine gute und plausible Erklärung dafür: Der Körper ist in
der Lage, die Winkelfehlsichtigkeit sowohl motorisch (die Augen werden dann halt anders positioniert) als auch
sensorisch (das Gehirn gewöhnt sich daran, dass das Bild halt auf einer anderen Stelle der Netzhaut liegt als wo es
eigentlich liegen sollte) auszugleichen. Dabei ist übrigens der sensorische Ausgleich der gefährliche, denn die
Netzhaut löst nicht an allen Stellen gleich gut auf, und wenn man den Bereich der höchsten Sehschärfe dauerhaft
unterfordert, kann es zu dauerhaftem Verlust an Sehschärfe durch Degeneration der gut auflösenden Netzhautbereiche
kommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aufgrund eines Gewöhnungseffekts lässt sich die unkorrigierte Winkelfehlsichtigkeit gar nicht in ihrem vollen Umfang
messen. Die Korrektur wird also in Stufen aufgebaut, so dass sich die Gewöhnungseffekte langsam abbauen können. Hat
man die Prismenbrille einige Monate getragen, so wird eine erneute Messung nicht selten einen höheren Korrekturbedarf
sehen. Das kann man natürlich auch so interpretieren, dass eine korrigierte Winkelfehlsichtigkeit über die Zeit immer
schlimmer wird, aber ich persönlich kann die Argumentation der MKH-Anwender, dass eine Winkelfehlsichtigkeit in ihrem
vollen Maße zwar von Anfang an vorhanden, aber lediglich nicht messbar ist, auch nachvollziehen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und meine nicht mehr vorhandenen Kopfschmerzen sind mir persönlich genug Beweis, dass es für mich richtig war, den Weg
der prismatischen Korrektion zu gehen. Disclaimer: Meine Frau Sandra ist (inzwischen) Meisterin des
Augenoptiker-Handwerks, ist Mitglied der &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pdmJ2Lm9yZy8=&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ivbv.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur IVBS&quot;&gt;internationalen
Vereinigung für binokulares Sehen (IVBS)&lt;/a&gt; und wendet die MKH selbst an.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und im nächsten Artikel schreibe ich Euch dann, wie mein Weg über drei Prismenbrillen schließlich auf einem Koblenzer
OP-Tisch geendet hat
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Feb 2013 14:17:29 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>mkh</category>
<category>prisma</category>
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<item>
    <title>Haber-Eckl</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/963-Haber-Eckl.html</link>
            <category>Fotos</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
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    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 22 Oct 2012 14:06:30 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Vorsicht mit Handelsvertretern</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/959-Vorsicht-mit-Handelsvertretern.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
    <comments>http://blog.zugschlus.de/archives/959-Vorsicht-mit-Handelsvertretern.html#comments</comments>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich habe zu lange nicht mehr über unseren Bau berichtet. Das liegt dummerweise unter anderem daran, dass der
Hausanbieter, der schlußendlich bereit zu sein scheint, unser Haus zu bauen, mir einen Internetmaulkorb verpasst hat.
Ich muss also höllisch aufpassen, was ich schreibe, denn da hängt ein doch erhebliches Kostenrisiko dran. Doch dazu
vielleicht in einem späteren Artikel mehr, und in einem anderen Artikel werde ich Euch schreiben, was passiert, wenn
Baugeld billig ist, die Auftragsbücher der Hausanbieter platzen und sie sich somit aussuchen können, welche Kunden die
Ehre eines Hauses bekommen und welche nicht. Da wünscht man sich echt höhere Zinsen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber was ich euch eigentlich heute schreiben möchte ist, dass man vorsichtig sein muss, wenn man nicht mit dem
zukünftigen Vertragspartner (dem Anbieter), sondern mit einem Handelsvertreter des Anbieters verhandelt. Das ist für
den Kunden nämlich eine außerordentlich ungeschickte Konstellation, die dem Anbieter zahlreiche Möglichkeiten gibt,
die Konkurrenz aus dem Rennen zu schießen und den Kunden ein wenig mehr über den Tisch zu ziehen. Mehr dazu nach dem
Klick.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2444&amp;amp;entry_id=959&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsvertreter&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Wikipedia&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; schreibt:
&lt;blockquote&gt;
Der Handelsvertreter, veraltet: Agent (lat.: agens), ist selbstständiger Gewerbetreibender, der damit beauftragt ist,
für einen anderen oder mehrere andere Unternehmer (Anbieter) Geschäfte zu vermitteln (...).
&lt;/blockquote&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der Baubranche jenseits des Einpersonenbauträgers findet der Erstkontakt eigentlich fast immer mit Handelsvertretern
statt. Das gilt ganz besonders für den Fertighausbau, in dem doch meist größere Unternehmen tätig sind. Ein
Handelsvertreter meldet sich am Telefon mit dem Namen des Anbieters, benutzt die Mailadressen des Anbieters, hat
Visitenkarten in dessen Corporate Identity  und darf doch fast nichts, denn in den Verträgen steht üblicherweise, dass
Verträge, Anlagen, Ergänzungen und Nebenabsprachen erst dann Gültigkeit erlangen, wenn sie vom Anbieter selbst
bestätigt wurden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das führt zu der für den Anbieter außerordenlich bequemen Situation, dass der Handelsvertreter im Vorfeld des
Vertragsabschlusses nicht nur das Blaue vom Himmel herunter versprechen kann, sondern es auch völlig straflos und ohne
Rechtsfolgen in den Vertrag hineinschreiben kann, den er dann zusammen mit Dir unterschreibt. Damit schießt er dann
bequem die Konkurrenz aus dem Rennen, weil er dem potenziellen Kunden alle Bedenken durch die Aufnahme beliebiger
Klauseln in den Vertrag ein gutes Gefühl im Magen verschaffen kann. Wenn er dann noch den Kunden in dem glauben wiegt,
die Annahme durch die Firmenzentrale sei nur eine Formalie, hat er den Kunden im Kasten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nachdem der Kunde zusammen mit dem Handelsvertreter unterschrieben hat, wird der Kunde den Mitbewerbern eine Absage
erteilen und ist dann komplett in den Fängen des Anbieters gelandet. An diesem Zeitpunkt kann der Anbieter nun
beginnen, sich Gedanken darüber zu machen, ob er den Vertrag überhaupt annehmen möchte. Der Kunde hat zu diesem
Zeitpunkt diese Wahl nicht mehr: Er hat einen Vertrag unterschrieben. Der Anbieter kann den Vertrag nach seiner Wahl
unterschreiben und gültig machen, oder er kann sich zurücklehnen und nun die vom Handelsvertreter zugesagten Klauseln
und dessen Zugeständnisse eines nach dem anderen wegverhandeln - wenn der Anbieter nun nicht unterschreibt, geht nicht
nur der Handelsvertreter leer aus, sondern der Kunde hat keinen Vertrag und bekommt auch kein Produkt. Mit ein bisschen
Pech verliert man so leicht Monate, weil sich der Anbieter bis zum Beginn dieser Nachverhandlungen auch noch nahezu
beliebig viel Zeit nehmen kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Kunde darf sich nun überlegen, ob er bei einem der Mitbewerber, die er aufgrund der Zusagen des Handelsvertreters
aus dem Rennen gekickt hat, zu Kreuze kriecht und nun mit diesem die Verhandlungen wieder (aus schlechterem Standpunkt,
denn der Mitbewerber weiß ja jetzt, dass der Kunde schon einmal woanders abgeblitzt ist) aufnimmt. Wenn er dies tut,
hat er die Zeit, die er mit dem Handelsvertreter gesprochen hat, verschwendet und verliert wertvolle Projektzeit. Oder
er geht auf die Nachverhandlungen des Anbieters ein und verzichtet dabei vielleicht auf Dinge, die seine Entscheidung
für den Anbieter maßgeblich beeinflußt haben - hier kann man als Kunde nur verlieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich kann aus diesem Grunde nur dringend empfehlen, aus dem Level &amp;#8220;ich spreche mit dem Handelsvertreter&amp;#8221; so
schnell wie möglich auf den Level &amp;#8220;ich spreche direkt mit dem Anbieter&amp;#8221; upzugraden. Mit einem
Handelsvertreter zu sprechen ist eigentlich nur in Fällen sinnvoll, in denen man gedenkt, das Standardprodukt zu den
normalen, vom Anbieter vorgegebenen Vertragsklauseln zu kaufen: Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Anbieter
den Vertrag, der aus seinem Standpunkt sicher das Optimum an Kundenmelkung darstellt, auch akzeptieren wird. Hat man
jedoch vor, über den Vertrag zu sprechen, weil er die finanzielle Situation des Kunden für den Rest seines Lebens
maßgeblich beeinflussen wird, oder das Produkt individualisieren zu wollen, ist es reinste Zeitverschwendung, hier mit
dem Handelsvertreter zu sprechen: Seine Worte und Zusagen sind es nicht wert, niedergeschrieben zu werden und seine
Unterschrift auf dem Vertrag könnte genauso gut mit ungefärbtem Wasser geschrieben sein - sie ist nicht relevant.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es ist ein schwerwiegender strategischer Fehler, einen nachverhandelten Vertrag zu unterschreiben, wenn nicht ein
unterschriftsberechtigter Mitarbeiter des Anbieters (also ein Geschäftsführer, Prokurist, Bevollmächtigter o.ä. [im
Handelsregister nachgucken, ob der Gesprächspartner wirklich unterschreiben darf, ggf. Vollmacht zeigen lassen und
prüfen]) mit am Tisch sitzt oder der Vertrag nicht schon vom Anbieter unterschrieben ist. Wenn man unterschreibt, ohne
dass man noch im selben Termin die gültige Unterschrift des Anbieters bekommt, liefert man sich hilflos aus. Ob der
Handelsvertreter unterschreibt oder nicht, ist egal. Es gibt zwar das Instrument der &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2445&amp;amp;entry_id=959&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Anscheinsvollmacht&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Wikipedia: Anscheinsvollmacht&quot;&gt;Anscheinsvollmacht,&lt;/a&gt; das
ist in der Praxis aber zahnlos: Wer will sich schon ein komplexes Produkt wie ein Haus von einem Anbieter bauen lassen,
den man vorher gerichtlich auf die Aussagen seines Handelsvertreters hat festnageln müssen? Das taugt vielleicht, wenn
der Handelsvertreter suggeriert hat, er dürfe einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil man danach vom Anbieter
nichts mehr will, aber wenn man ein Haus gebaut haben möchte, ist es doch ratsam, einen Anbieter zu wählen, der eine
gewisse Motivation zu gewissenhafter und vollständiger Arbeit hat.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 29 Aug 2012 23:32:30 +0200</pubDate>
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    <category>anbieter</category>
<category>handelsvertreter</category>
<category>verträge</category>

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    <title>Doppelt historische Fundsache</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/957-Doppelt-historische-Fundsache.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/Ax3ZIQJCAAAEbEP.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:166 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;67&quot; height=&quot;90&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/Ax3ZIQJCAAAEbEP.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;
Gefunden im großen Kabäuschen auf der Suche nach einem sofort mit voller Helligkeit bereitstehenden Leuchtmittel
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Jul 2012 20:45:26 +0200</pubDate>
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    <category>fundsache</category>
<category>glühlampe</category>
<category>reallife</category>
<category>schlecker</category>

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    <title>Wenn Projektmanager bauen lassen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/956-Wenn-Projektmanager-bauen-lassen.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Der &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2441&amp;amp;entry_id=956&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2012/07/06/lebenszeichen-parallelprojekte/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;externer Link zu seinem Blog&quot;&gt;Guerilla-Projektmanager&lt;/a&gt; baut. Und hat mit seinem Bauträger genau so lange
zähe Verhandlungen geführt wie wir mit unserem. Leider ist er auf das Thema nicht tiefer eingegangen, denn ich könnte
mir vorstellen, dass das auch lustig wäre.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielleicht kann ich ihn mit diesem Trackback dazu motivieren, auch über dieses Thema zu elaborieren. Kann aber auch
verstehen, wenn er vor lauter Parallelprojekten schweigen muss.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Jul 2012 14:08:18 +0200</pubDate>
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    <category>hausbau</category>
<category>projektmanagement</category>
<category>verträge</category>

</item>
<item>
    <title>Nächster Halt: St. Ilgen/Sandhausen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/953-Naechster-Halt-St.-IlgenSandhausen.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Meine Leser werden sich noch daran erinnern, dass ich vor ein paar Wochen angefangen habe, über unseren geplanten
Hausbau zu bloggen. Heute erzähle ich Euch, dass wir ein Grundstück gekauft haben.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Wir haben ja &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2437&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/929-Lage,-Lage,-und-Lage.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogeintrag&quot;&gt;damals&lt;/a&gt; um die S-Bahnhöfe herum Kreise gezogen und innerhalb dieser Kreise nach zu verkaufenden
Grundstücken gesucht. Eines grauen Novembertages war es dann soweit: Ich finde in meinem Jabber-Client einen
kommentarlosen Link meiner Frau zu einem der großen Immobilienportale, auf dem eine Leimener &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2438&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/933-Makler.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen Blogeintrag&quot;&gt;Maklerin&lt;/a&gt; ein auf
den ersten Blick großzügig und günstiges Mittelreihenhausgrundstück zwischen zwei bereits gebauten Reihenhäusern
präsentiert. Bei den Fotos dabei ist auch ein unscharf gescannter Lageplan, der aufgrund der Länge der Straßennamen
und der Straßengeometrie schnell in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs St. Ilgen/Sandhausen verortet ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zu dieser verkehrgünstigen Lage passt nicht der günstige Preis. Das wird aber schnell gelöst: Es ist nicht ein
Grundstück, was da angeboten wird, sondern derer zwei. Will man die komplette Baulücke bebauen, ist der Preis also zu
verdoppeln. Aber auch dann bleibt es im Budget, und ist natürlich deutlich günstiger als in Wallstadt. Die
Verkehrsanbindung durch die S-Bahn ist anders als die Straßenbahn in Wallstadt: Statt alle zehn Minuten fährt die
Stündliche Bahn entgegen ihres Namens tagsüber alle halbe Stunde, und man ist in vier Minuten in Walldorf, in acht
Minuten in Heidelberg, in (tagsüber) 25 Minuten in Mannheim (abends wegen Flügelungen längert) und in 42 Minuten
(stündlich) in Karlsruhe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir setzen uns mit der Maklerin in Verbindung und schaffen es sogar, den Preis nochmal signifikant zu drücken. Die
Maklerin ist motiviert und liefert eine gute Dienstleistung ab: Sie lässt sogar ihre Verbindungen zur Stadt spielen und
verschafft uns ganz kurzfristig einen Termin bei der Baubehörde, um unsere Möglichkeiten zur Bebauung zu klären. Es
gibt einen Bebauungsplan. Das schränkt uns zwar ein, aber andererseits können wir dann später den Bauantrag im
(schnelleren und günstigeren) Kenntnisgabeverfahren einreichen, und wir wissen genau, was wir bauen dürfen und was
nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wie Ihr wisst, ist Baugeld im Augenblick außerordentlich günstig zu leihen, so dass es uns sinnvoll erscheint,
wirklich beide Grundstücke zu kaufen, und mit &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2439&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/936-Warum-eigentlich-nur-ein-Haus.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogartikel&quot;&gt;zwei&lt;/a&gt; unabhängigen Häusern zu bebauen. In einem wollen wir - natürlich - selbst wohnen, das andere
soll uns als Investmentobjekt dienen und Mieteinnahmen generieren. Um das Mietausfallrisiko durch einen
&amp;#8220;faulen&amp;#8221; Mieter zu reduzieren, denken wir zunächst darüber nach, in dem Haus zwei Wohnungen
unterzubringen. Außerdem erhoffe ich mir, dass sich zwei &amp;#8220;normal große&amp;#8221; Wohnungen einfacher vermieten
lassen als ein großes Haus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Leider senkt hier die Baubehörde den Daumen: Ein Haus mit zwei Wohneinheiten braucht drei &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2440&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/931-Das-heilige-Blech-abstellen.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogartikel&quot;&gt;Autostellplätze&lt;/a&gt; in unmittelbarer Nähe, und auch die Lage direkt am S-Bahnhof bietet keine
Möglichkeit, diese Anforderung zu umgehen. Auf sechs Meter Hausbreite sind aber beim besten Willen keine drei
Autostellplätze unterzubringen, und die offensichtliche Lösung, eine Garage, vernichtet so viel Wohnfläche, dass das
Objekt dann nicht mehr rentabel ist - und wenn nur eine Wohnung eingebaut wird, reicht die Freifläche vor dem Haus für
die Autos.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der nette Herr vom Bauamt scheint meine Gedanken zu lesen, denn umgehend ergeht der Hinweis, dass auch nach
Fertigstellung des Hauses Klingeln gezählt werden und es auf diese Weise auffallen wird, wenn wir das Haus schließlich
entgegen der Genehmigung nutzen werden - mit gaaaanz unangenehmen Folgen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir informieren uns darüber, ob &amp;#8220;unsere&amp;#8221; Grundstücke mit Bau-, Alt- oder sonstigen Lasten versehen sind
und verabreden uns schließlich mit den Eigentümern zu einem Notartermin Anfang Januar 2012. Da wir zeitgleich - doch
dazu später mehr - mit einem Fertighausanbieter in der Hausplanung schon relativ weit waren, gehen wir davon aus, sehr
schnell nach dem Notartermin einen Bauantrag stellen zu können. Damit wir dies auch schnell tun können, vereinbaren
wir mit den Verkäufern eine sofortige Anzahlung, die uns im Gegenzug eine Vollmacht ausstellen, auch vor unserem
endgültigen Eintrag ins Grundbuch schon einen Bauantrag stellen zu dürfen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Notar rät uns davon ab, kann dies im Vorfeld aber nicht wirklich überzeugend begründen, und so unterschreiben wir
den Vertrag in dieser Form. Während des Notartermins lässt sich der von uns eigentlich beauftragte Notar - der
teuerste Vorleser Deutschlands - kurzfristig vertreten, und da der Vertreter mit dem Vertrag nicht wirklich Bescheid
weiß, bleibt diese Thematik ungeklärt. Im Nachhinein war die Aktion mit der Anzahlung völlig unnötig, denn
inzwischen haben wir Juni, der endgültige Grundbucheintrag ist längst gemacht, und was wir bis heute noch nicht
gestellt haben, ist ein Bauantrag.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ergebnis der Geschichte: Wir sind unserem Spießerdasein durch Grundbesitz etwas näher gekommen, die Maklerin ist um
ihre Provision reicher, Herr Kretschmann hat seine fünf Prozent kassiert, und wir haben zwei unbebaute, völlig
überwucherte Grundstücke am Hals, die wegen ihres zugegebenermaßen ungepflegten Aussehens dem Publikumsverkehr zum
S-Bahnhof als großer Papierkorb herhalten müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und im nächsten Blogeintrag zum Bau geht es dann mit dem Spaß los, den wir mit der Firma S. gehabt haben.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 23 Jun 2012 12:27:00 +0200</pubDate>
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    <category>grundstück</category>
<category>hausbau</category>
<category>st. ilgen</category>

</item>
<item>
    <title>Nutzung des Faxscannerdruckers</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/951-Nutzung-des-Faxscannerdruckers.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Dafür, dass der Canon MX-420 eigentlich als Scanner angeschafft wurde, finde ich es interessant, dass ich in dem guten
halben Jahr, das das Gerät jetzt da ist, fast so viel gefaxt wie gescanned habe: 80 Scans und 74 Faxe, wobei der
durchschnittliche Scan sicher umfangreicher war als das durchschnittliche Fax.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wenn man kein Fax hat (wie ich seit 2004), ist die Ansage &amp;#8220;Fax ist tot&amp;#8221; einfach. Wenn man dann wieder eins
hat, weil die Faxfunktion als Nebeneffekt einer anderen Neuanschaffung (hier: eines Scanners) abgefallen ist, ist es
sofort wieder ungemein praktisch. Für viele Dinge sogar praktischer als E-Mail.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 18 Jun 2012 18:55:13 +0200</pubDate>
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    <category>fax</category>
<category>reallife</category>
<category>scanner</category>

</item>
<item>
    <title>Heute vor 30 Jahren</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/947-Heute-vor-30-Jahren.html</link>
            <category>Fotos</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/1983_Einstieg_103_800x600.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:164 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;52&quot; height=&quot;89&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/1983_Einstieg_103_800x600.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;
Das nebenstehend abgebildete Foto entstand am 10. Juni 1982 anlässlich meines &lt;strike&gt;minus 27sten
Hochzeitstags&lt;/strike&gt;13ten Geburtstags in Hamburg-Altona vor der vermutlich aufregendsten Eisenbahnfahrt meines
bisherigen Lebens: Einmal auf dem Führerstand der Baureihe 103 vor einem Plan-IC mit 200 km/h Spitze von Hamburg nach
Bremen und zurück.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mein Vater hatte Verbindungen zur Bahn und so wurde es möglich, dass wir zu viert (der Lokführer, der
Chef-Lehrlokführer der Dienststelle Hamburg, mein Vater und ich) auf dem Führerstand waren - ganz offiziell, mit Brief
und Siegel. Ein Geburtstagsgeschenk, an das ich mich heute noch erinnere. Die Baureihe 103 fuhr damals noch planmäßig
mit zwei Mann Besatzung und hatte die alte LZB-Ausstattung, bei denen Vist, Vsoll und die Entfernung zum Ziel als
Balkenanzeige ausgeführt waren. Vziel waren Nixieröhren. Das Handrad diente für die AFB als Geschwindigkeitsvorwahl;
sowas wie ein Zugkraftsteller ist mir nicht in Erinnerung.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Und ja, ein wahrer Eisenbahnfreund hätte den Bildausschnitt so gewählt, dass die Fahrzeugnummer mit drauf gewesen
wäre. War jedenfalls eine der 103 mit großem Führerstand und Klimaanlage. Letzteres tat auch not, das war bannich
heiß an dem Tag.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Jun 2012 15:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>80er</category>
<category>bahn</category>
<category>foto</category>
<category>marc</category>

</item>
<item>
    <title>Heute vor drei Jahren</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/946-Heute-vor-drei-Jahren.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Jsb2cuenVnc2NobHVzLmRlL2FyY2hpdmVzLzgzMS1SZWFkeS1mb3ItQ2hhbmdlLmh0bWw=&amp;amp;entry_id=946&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/831-Ready-for-Change.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum anderen Blogartikel&quot;&gt;Heute vor
drei Jahren&lt;/a&gt; bloggte ich von den Vorbereitungen des bisher heftigsten Changes in meinem (und Sandras) Leben. Von
einem Rollback hat bisher niemand gesprochen, der Livebetrieb hat sich drei Jahre lang bewährt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sandra, ich liebe Dich und möchte, dass auf die drei Jahre nochmal drei Jahre kommen. Und nochmal. Und nochmal. Und
nochmal. ... ... … … …
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Jun 2012 11:20:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.zugschlus.de/archives/946-guid.html</guid>
    <category>hochzeitstag</category>
<category>liebe</category>
<category>sandra</category>

</item>
<item>
    <title>KFW Energieeffizient bauen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/938-KFW-Energieeffizient-bauen.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
    <comments>http://blog.zugschlus.de/archives/938-KFW-Energieeffizient-bauen.html#comments</comments>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich habe mir vorgenommen, im Bereich der Energieeinsparung mit unserem Haus alle Register zu ziehen, die technisch und
wirtschaftlich möglich sind. Nachdem mir natürlich sofort Themen wie Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk, Solarthermie,
Photovoltaik etc durch den Kopf geschossen sind, habe ich mich schlaugefragt und -gelesen und wurde darüber informiert,
dass es noch weitere Wege gibt und außerdem Förderungen.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Die wichtigste Maßnahme zum Energiesparen ist die passive Isolierung des Hauses. Hier hat sich die die Technik in den
letzten Jahren so riesig weiterentwickelt, dass Häuser aus den 1980er Jahren in der Branche irgendwo zwischen
&amp;#8220;Sanierungsfall&amp;#8221; und &amp;#8220;nicht isoliert&amp;#8221; einsortiert werden. Bei noch älteren Häusern ist
&amp;#8220;Abreißen und neu bauen&amp;#8221; nicht selten eine wirtschaftlich vertretbare Vorgehensweise - vor allen Dingen,
wenn mit der alten Immobilie noch weitere Sünden wie verkehrte Ausrichtung auf dem Grundstück, nicht mehr
zeitgemäßer Schnitt etc entsorgt werden können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für Neubauten ist der erste Anlaufpunkt die &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2425&amp;amp;entry_id=938&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparverordnung&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link
zu Wikipedia&quot;&gt;Energieeinsparverordnung (EnEV),&lt;/a&gt; aktuelle Fassung von 2009. Eine Novellierung steht an; es ist damit
zu rechnen, dass die Minimalanforderungen weiter verschärft werden. Minimananforderungen ist das richtige Wort, denn in
der EnEV steht drin, wie viel Energie die Heizung eines Hauses höchstens in Anspruch nehmen darf. Neubauten, die diese
Werte überschreiten, sind nicht mehr genehmigungsfähig, Zuwiderhandlungen sind eine Ordnungswidrigkeit.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Insoweit kann man denjenigen, der einem im Jahr 2012 ein Haus &amp;#8220;nach EnEV 2009&amp;#8221; anzubieten versucht, getrost
auslachen. Stand der Technik ist es, diese Maximalwerte um einen zweistelligen Prozentbetrag zu unterbieten. Es ist
selbst für den Anbieter eines Massivhauses eine Herausforderung, mehr als 70 % der Maximalwerte zu verbrauchen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die 70 % sind deswegen eine magische Zahl, weil dies die erste Stufe der öffentlichen Förderung durch die &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2426&amp;amp;entry_id=938&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfw.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer LInk zur KfW&quot;&gt;KfW&lt;/a&gt; ist. Die KfW hat ein Förderprogramm für &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2427&amp;amp;entry_id=938&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Programmuebersicht/Energieeffizient_Bauen/index.jsp&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer
Link zur KfW&quot;&gt;energieefizientes Bauen&lt;/a&gt; aufgelegt, bei der sparsame Neubauten nach drei Stufen gefördert werden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erfüllt der Neubau die Anforderungen des KfW Effizienzhaus 70, erhält man einen verhältnismäßig günstigen und
flexibel zurückzahlbaren Kredit in Höhe von 50 KEUR. Der ist nur deswegen &amp;#8220;verhältnißmäßig&amp;#8221; günstig,
weil das Baugeld auf dem Freien Markt im Moment auch sehr günstig zu haben ist. Günstiger als ein &amp;#8220;freier&amp;#8221;
Kredit ist der KfW-Kredit immer noch, und man kann ihn zu beliebigen Beträgen vorzeitig tilgen, was ihn sehr flexibel
macht.  Man kann also in &amp;#8220;guten&amp;#8221; Freiberuflerjahren das, was man nicht in den &amp;#8220;teuren&amp;#8221; normalen
Kredit sondertilgen darf, sofort in voller Höhe in den KfW-Kredit stecken. Hat man einen flexiblen
&amp;#8220;normalen&amp;#8221; Kredit, wird dieser zuerst bedient und der günstige KfW-Kredit läuft bis zum Ende regulär
weiter.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erreicht das Haus die Werte des KfW Effizienzhaus 55, bekommt man einen Tilgungszuschuß von 2.500 Euro; erreicht es die
Werte des KfW Effizienzhaus 40, beträgt der Tilgungszuschuß 5.000 Euro.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dabei ist strittig, wann dieser Zuschuß auf den Kredit angerechnet wird. Mir hat einer der Bankberater versucht zu
erklären, dass der Zuschuß erst ganz am Schluß angerechnet wird, man also die gesamte Zeit für den entsprechenden
Betrag Zinsen bezahlt, um ihn dann am Schluß nicht zurückzahlen zu müssen. Auf der KfW-Webseite steht jedoch, dass
der Zuschuß &amp;#8220;gutgeschrieben&amp;#8221; wird, sobald ein Sachverständiger und die Hausbank die ordnungsgemäße
Durchführung bestätigt haben. Das würde ich so interpretieren, als dass sofort eine entsprechende Sondertilgung
gebucht wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Hausanbieter wissen natürlich um diese Förderung und bauen ihre Häuser so, dass die Grenzwerte der einzelnen
Förderklassen gerade so eingehalten wird. Die einen erreichen mit ihrem Haus nur dann KfW 70, wenn sie das Haus bis zur
Oberkante mit Umwelttechnik befüllen; die anderen &amp;#8220;können gar nicht anders&amp;#8221; als selbst mit Gasheizung noch
KfW 55. Das ganze unterscheidet sich im Preis, und oftmals erkennt man daran auch, wie seriös der Gesprächspartner
ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für die KfW-Grenzwerte wirken sich auch Lappalien wie eine im Haus vorgesehene Warmwasserzirkulation aus, und ein
beheizter Keller macht so manchem Häuslebauer einen dicken Strich durch die KfW70-Rechnung. Doch dazu in einem
späteren Artikel mehr.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 28 May 2012 19:52:00 +0200</pubDate>
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    <category>energieeffizienz</category>
<category>energiesparen</category>
<category>hausbau</category>
<category>kfw</category>
<category>kredit</category>

</item>
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    <title>Die Zeiten ändern sich</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/941-Die-Zeiten-aendern-sich.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Es ist etwa 20 Jahre her, dass meine damalige allerbeste Freundin nach einem knappen Jahr Australien wieder in ihre etwa
200 km von meinem damaligen Wohnort entfernte Heimat zurückgekehrt ist. Wir haben kurz telefoniert, Inhalt:
&amp;#8220;Schön, dass Du wieder da bist. Werden wir mehr als zwei Stunden miteinander reden? Ja? Ok, ich bin in knapp zwei
Stunden da.&amp;#8221;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich schwang mich ins Auto und bin hingefahren. Und in derselben Nacht wieder zurück. Und: Es war billiger als ihre
Rückkehr am Telefon zu feiern.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich hatte damals ein dieselgetriebenes Auto, der Liter Diesel kostete knapp eine Mark und 20 Pfennige. Und Telefonkosten
in der Nebenzeit bemaßen sich für ein innerdeutsches Ferngespräch nach der Faustregel &amp;#8220;Eine halbe Stunde kostet
zehn Mark&amp;#8221;. Für das, was ein anderthalbstündiges Telefonat kostete, konnte ich damals 400 Kilometer weit
fahren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Seitdem sind die Telefonkosten ins unermessliche gefallen (Flatrate, Telefonat kostet einfach &lt;u&gt;nichts&lt;/u&gt;). Und der
Sprit ist dann doch &amp;#8220;ein wenig&amp;#8221; teurer geworden. Aus Umweltsicht ist das eigentlich fein, denn Telefonieren
hat damals schon die Umwelt so gut wie nicht belastet. Die Fahrt mit meiner alten Dreckschleuder, die heute - natürlich
- nichtmal die rote Plakette bekäme, war eine ganz schöne Sauerei.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 27 May 2012 23:03:04 +0200</pubDate>
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    <category>auto</category>
<category>damals</category>
<category>telefon</category>

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    <title>Elektrik, Leitungen, Kabelschächte</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/939-Elektrik,-Leitungen,-Kabelschaechte.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Robert fragt in einem Kommentar zu &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2421&amp;amp;entry_id=939&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/937-Bauen,-aber-wie.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu
einem anderen Blogartikel&quot;&gt;Bauen, aber wie:&lt;/a&gt;
&lt;blockquote&gt;
Wie sieht es denn in einem Fertighaus mit der Möglichkeit aus, Kabelschächte mit einzuplanen? Bei einem Steinhaus kann
man ja vor dem Verputzen großzügig Schlitze einsetzen. Bei den Fertighäusern aus den 70ern, die ich noch genauer
kenne, sind Schlitze mangels Wanddicke keine Option.
&lt;/blockquote&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Thema ist mir als Geek wichtig genug, als dass es einen eigenen Artikel wert ist.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
In einem modernen Haus sind Elektroleitungen das Nonplusultra. Man möchte eigentlich einen Hausbus, der mit aktuellem
Stand der Technik üblicherweise zentral implementiert wird. Also braucht es von jeder Brennstelle und jeder Steckdose
eine eigene Leitung in die Unterverteilung. Dann braucht man als Kommunikationsgeek mehrere Netzwerkanschlußdosen pro
Raum; dafür kann die klassische Telefonsteckdose entfallen (wird durch eine Netzwerkdose ersetzt). Und im Zeitalter von
Festplattenreceivern reicht eine einzige Antennenleitung pro Raum auch nicht. Dann möchte man vielleicht irgendwann
eine Sauna unterm Dach (braucht 3x400V) oder eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach (braucht dickes Kupfer).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und: Anschlußdosen sind immer da, wo man sie nicht braucht, selbst wenn man das Haus selbst geplant hat. Schließlich
sehen die Möbel im realen Haus immer anders aus als auf dem Grundriß oder im 3D-Planer. Oder man kauft andere Möbel,
die an anderer Stelle viel besser passen. Selbst in unserem gemieteten Wohnzimmer haben wir inzwischen den dritten
Standplatz fürs Sofa mit entsprechender Auswirkung auf den Bedarf an Strom- und Netzwerksteckdosen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber nun zur eigentlichen Frage. Du musst hier unterscheiden zwischen dem, was direkt zum Bau des Hauses eingeplant ist
und dem, was Du nach dem Bau nachrüsten möchtest. Die größere Flexibilität hast Du natürlich da, was Du planst,
bevor in der Fertigungshalle die Holzständer mit Irgendwasfaserplatte beplankt werden. Da werden dann in aller Regel
Zugdrähte in den Wänden versenkt, und nach dem Aufstellen des Hauses, aber vor dem Schließen der Decken, die
Leitungen eingezogen. Dasselbe gilt sinngemäß für dickere Kabelschächte wie z.B. der Zuführung zum
Netzwerkschrank.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dabei hast Du nahezu alle Freiheiten, wobei es hier bei gewissen Bauweisen vorteilhaft ist, sich an gewisse
&amp;#8220;Regeln&amp;#8221; zu halten. So haben beispielsweise die Holztafelmodule eines uns inzwischen ganz gut bekannten
Herstellers bereits ab Werk vorgesehene Kabelkanäle, die man nach dem Aufstellen des Hauses einfachmit dem Dosensenker
anbohrt und fertig ist der Zugang zum Kabelschacht. In &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2422&amp;amp;entry_id=939&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.youtube.com/watch?v=VZOO0U5kDP4&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;externer Link zu Youtube&quot;&gt;diesem Werbefilm eines mit Holztafeln arbeitenden Fertighausanbieters&lt;/a&gt; sieht man das
wenigstens ein wenig. Es ist offensichtlich, dass man es hier einfacher hat, wenn man die Steckdosen so plant, dass sie
direkt auf einem Kabelkanal sitzen. Sich nicht an das Raster zu halten, erhöht Preis und Aufwand.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nachträglich ist auch kein Thema. Die tragenden Elemente des Hauses sind die Holzständer (das ist auch bei
Holztafelbauweise so), und wenn Du schlitzt, bleibst Du üblicherweise in der Beplankung der Wand. Und wenn Du das
Großverkabelungsprojekt vor hast, nimmst Du einfach die Irgendwasfaserplatten weg und legst die Kabel oder Rohre in die
offene Wand. Beim Durchfahren von Geschoßdecken mit Elektrokabeln hast Du denselben &amp;#8220;Spaß&amp;#8221; wie beim
Steinhaus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Innenwände der meisten Fertighäuser haben eine Dicke in der Größenordnung von 15 cm, während das gemauerte
Haus, in dem ich derzeit lebe, bei nicht tragenden Innenwänden nur 8 cm Wanddicke hat. Da bin ich schon mehr als einmal
unbeabsichtigt mit dem Bohrhammer auf der anderen Seite wieder herausgekommen. Die Außenwände sind natürlich nochmal
dicker; hier findest Du üblicherweise eine &amp;#8220;normale&amp;#8221;, schon ganz ordentlich gedämmte Wand mit einer
nochmal zusätzlich aufgebrachten Isolierschicht unter dem Außenputz.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nichtdestrototz wird man bei größerem Schachtbedarf vermutlich eher mehrere &amp;#8220;flache&amp;#8221; Kabelkanäle
nebeneinander in die Wand einbauen als einen dicken, um sich die Isolationseigenschaften der Wand nicht zu versauen, und
dies bevorzugt in Innenwänden tun. Ein Kabelschacht besteht eben größtenteils aus Luft oder aus (gut leitendem)
Kupfer, so dass jeder Schacht die Isolation der Wand reduziert.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zusammenfassung: Wer rechtzeitig und sauber plant, wo Leitungen in sollen, und im Zweifel lieber mehr als weniger in die
Wand steckt, kommt auch mit einem Fertighaus klar. Der Spaß beim Nachrüsten von Leitungen ist in ähnlicher
Größenordnung wie beim Steinhaus, nur anders.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Noch Fragen?
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 May 2012 13:52:00 +0200</pubDate>
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    <category>elektro</category>
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