Als ich gestern aus dem Kino rauskam, sah ich, dass mein Samsung-Mobiltelefon während des Films von einer
Bluetooth-Gegenstelle, die den Namen des Kinos trägt, ein Objekt zum Austausch angeboten bekommen hatte. Das E90 hat
nichts bekommen, obwohl beide Telefone identisch konfiguriert sind: Bluetooth an, Telefon nicht sichtbar.
Ich habe das Objekt natürlich nicht angenommen.
Andererseits frage ich mich: Was schickt das Kino einem da? Einen “stummen” Klingelton? Oder die Bitte,
doch bitte das Telefon komplett abzuschalten? Oder ist das nur ein anderer Gast, der sich als das Kino ausgegeben hat,
um die Mobiltelefone anderer Gäste anzugrifen? Nee, das glaub ich eher nicht, das war kein Film in dem ein besonders
großer Anteil bluetoothfähiger Mobiltelefone zu erwarten gewesen wäre.
Kann einer meiner Leser Licht in diese Sache bringen oder muss ich nächstes Mal ein “Opfertelefon” mit
dabei haben?
Zum Thema Größe der Veranstaltung habe ich ja vor ein paar Tagen schon was geschrieben. Dabei ist mir noch
eingefallen, dass sich die Kalkulation der Gästezahl im Zuge des Erwachsenwerdens ganz schön verändert.
Gestern habe ich kurz erwähnt, dass es sich bei einer größeren Feier in aller Regel lohnt, seine Gäste dazu zu
bringen, miteinander zu kommunizieren, und zwar am besten gruppenübergreifend. In diese Artikel erzähle ich Euch, wie
wir das auf unserer Hochzeit gemacht haben, was sehr gut geklappt hat.
Über die Sitzordnung auf formalen Feiern soll schon so manche Ehe noch vor ihrer Schließung zerbrochen sein. Zu
unterschiedlich sind die Kriterien, die man bei der Aufteilung seiner Gäste auf verschiedene Tische ansetzen kann.
Wenn ein Mikrofon da ist, muss es auch benutzt werden! Und zwar unabhängig davon, für wie durchdringend der Redner
sein Organ hält und wie ungeschickt er es findet sich dieses Ding vor den Mund zu halten.
Hintergrundmusik soll eine andere Veranstaltung, meistens ein Essen, so untermalen, dass man sie zwar als angenehm,
nicht jedoch als zu laut oder ablenkend wahrnimmt. Das auszuwählen oder die Technik dafür vorzubereiten, ist schwerer
als man auf den ersten Blick denkt.
Da bereitet man sich auf die Party des Jahrhunderts vor und kommt knapp 40 Stunden vor der heißen Phase dann doch ins
rotieren. Und dann gibt die glücklicherweise schon zwei Abende vor der Veranstaltung an der Location eingetroffene
Anlage im Testaufbau keinen Ton von sich. Und man hat kaum Ausrüstung zum Tauschen dabei.
Doch Glück im Unglück: Verstärker und Boxen sind in Ordnung, und wenn man Input auf den Input legt, gibt es hinten
auch Output. Nur leider weigert sich mein DN-2500F (das ist ein pitchbarer Doppel-CD-Player mit Jogshuttle und
Schnellanlauf für die Disco) auf beiden Seiten, Output zu erzeugen. Er lässt sich ganz normal bedienen, die Laufwerke
bewegen sich, auf dem Display läuft die Zeit, aber auf dem Output hört man keinen Ton.
Zum Glück hat der Diskjockey schon angekündigt, dass er fast ausschließlich digital arbeitet und deswegen eigentlich
keinen CD-Player braucht, aber ich hab ihm jedenfalls mal gesagt, er solle einen funktionierenden CD-Player mitbringen,
für den Fall der Fälle. Die zwei verdaddelten Stunden fehlen jetzt halt woanders.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Am Sonnabend war ich - dann doch immerhin rund acht Monate vor unserer Hochzeit -
das erste Mal mit meiner Verlobten im Kino. Und zwar nicht das erste Mal seit unserer Verlobung, sondern das erste Mal
überhaupt. Geguckt wurde Wall-E, das aktuelle Opus aus der Pixar-Renderingküche.
Das ist ein ganz unterhaltsamer animierter Film über eine Liebe zwischen zwei Robotern, dessen erste Hälfte auf einer
von den Menschen verlassenen, total vermüllten Erde spielt. Die Menschen, die in der zweiten Hälfte des Filmes eine
größere Rolle spielen, werden als dekadente, von den Maschinen abhängige, adipöse Fettsäcke dargestellt, die ohne
ihre fliegenden Luxussessel nicht mal in der Lage sind, sich von A nach B zu bewegen.
Das ganze hat einen mehr als deutlich sichtbaren erhobenen Zeigefinger, was zwar schon ein bisschen zu Denken gibt,
aber auch dafür sorgt, dass ich nicht ganz so viel Spaß an dem Film gehabt habe wie ich es eigentlich erhofft hatte.
Immerhin war die Kurzbeschreibung des Films, die ich vorher gelesen habe, mit der Aussage, der Film sei so gut wie
dialogfrei, nicht ganz zutreffend.
Ich werde in nächster Zeit versuchen, wieder öfter ins Kino zu gehen. Und den nächsten Film suche ich aus.
Gestern war mir nach lautem Geräusch und Bewegung, also bin ich um kurz vor Mitternacht nach Karlsruhe gefahren, wo
mein alter Freund Amar einmal im Monat in der Mood Lounge Musik auflegt. Das ganze nennt sich James-Bond-Night und
besteht aus Soul, Funk und Disco. Größtenteils handgemachte Musik also.
Leider waren werder Frau K. noch das Ehepaar A. zum Mitkommen zu motivieren, also musste ich alleine fahren.
Die Mood Lounge ist ein kleiner Club, in etwa halb so groß wie das Normal/Unterhaus, retro dekoriert. Durchaus
gemütlich. Der DJ steht buchstäblich mitten auf der Tanzfläche, noch viel mehr als im Normal, und ist nicht so
abgeschieden wie im ZAP. Das Publikum ist größtenteils Mitte 20, aber ich habe mich nicht deplaziert gefühlt, weil
auch genug ältere Leute da waren. Kein Wunder, passt ja auch zur Musik.
Die Musik ist zwar nicht hundertprozentig mein Fall, aber Amar legt auch das ältere Zeugs prima auf, und wenn ich
schon mit Durststrecken leben muss (was ich fast überall tun muss), hab ich die lieber bei James Brown und Konsorten
als bei irgendwelchem Industrielärm von Posertechno (nichts gegen melodischen House, aber manchmal wird’s auch
mir zu heftig).
Der Nachteil: Die Anlage bringt die Lautstärken, die Amar von ihr gestern verlangt hat, einfach nicht, und da die
Tanzfläche von sechs Seiten beschallt wird, ist es auch in der Mitte der Tanzfläche zu laut und egal wie man sich auf
der Tanzfläche orientiert, irgend eine Box plärrt doch direkt ins Ohr. Da gehören Limiter rein, die den Sound im
Erträglichen halten. Ich bin da jetzt seit gut sieben Stunden draußen und mir klingeln die Ohren immer noch.
Der Herr Z. aus K. empfiehlt hier diesen Gehörschutz zur Schonung der Ohren, ich muss echt mal gucken ob ich für sowas in die
Tasche greife. Unterhalten kann man sich damit dann vermutlich nimmer, aber ich hab das, was Amar mir in den 30 Sekunden
Gespräch die wir doch zustande gebracht haben erzählt hat eh nicht verstanden.
Früher konnte ich einfach vom Lichtpult rübergreifen, etwas die Höhen rausnehmen und den Summenregler runterziehen,
aber in einem fremden Club in dem ich bisher viermal war käme das dann doch eher nicht gut. Hmpf.
Mit einer Freundin von Sandra und deren Lebensgefährten waren wir am gestrigen Sonntag im Elsass essen. Und zwar im La
Braserade in Forstfeld, nur einen Katzensprung hinter der Wintersdorfer Brücke.
Wenn man dort die nach dem Lokal benannte Spezialität bestellt, bekommt man für 16 Euro pro Person einen kleinen
Holzkohlegrill auf den Tisch gestellt und sehr leckeres Fleisch zum selbst Grillen dazu. Frites und Salat gibt es bis
zum Abwinken, und wenn die Fleischmenge nicht ausreicht, gibt es das “Supplement” mit weiteren Fleischsorten
für 7 Euro für zwei Personen extra.
Das ganze ist superlecker und hat durch das Selbstgrillen auch noch den gewissen Spaßfaktor. Prädikat: Unbedingt
empfehlenswert.
Während Teenagerfeiern oftmals im Elterlichen Wohnzimmer, im Kinderzimmer oder in einem leer geräumten Kellerraum
steigen können, wird das Problem der Raumfindung größer, wenn das Elterliche Haus nicht mehr greifbar ist, sprich man
so weit flügge geworden ist, dass man nicht mehr daheim oder gar in einer anderen Stadt wohnt.
Je “professioneller” und aufwändiger die Feier wird, desto öfter wird es notwendig, eine Location zu
mieten.
Man sollte die Boxen so aufstellen, dass die Tanzfläche gleichmäßig mit Musik “versorgt” wird. Wenn man
sich dabei an den Tischen und den Bars noch unterhalten kann, ist das eher ein Vorteil. Mehr Boxen sorgen für
gleichmäßigere Verteilung der Lautstärke und erlauben, die Musik insgesamt nicht so laut drehen zu müssen.
Keine gute Idee ist es, die Boxen auf die Tische zu richten und keine Boxen für die Tanzfläche vorzusehen. Dann hört
man nämlich beim Tanzen die Musik nicht, während man sich an den Tischen kaum mehr unterhalten kann.
Das mag jetzt ja völlig banal klingen, aber ohne Musik kein Tanz. Ich
will das sogar noch etwas weiter treiben und sagen, ohne gute Musik
kein Tanz.
Die wirkliche Aussage dahinter ist, dass es für das Gelingen einer
Party mit Tanzveranstaltung essenziell wichtig ist, dass die Musik
stimmt. Und - da mag man überrascht sein - man kann sehr viel falsch
machen. Genug, um zu sagen, wenn die Feier uns wichtig ist, braucht’s
Musik aus den Händen eines Profis.
Wie schon angekündigt, war ich am Freitag abend in Karlsruhe
tanzen. Ich fand das ziemlich gut, fast wie in alten Normalzeiten.
Wer die frühen 90er-Jahre in Karlsruhe verbracht hat, erinnert sich sicher noch an die Discothek Normal. Amar, der
damalige Samstags-DJ, legt seit zwei Wochen Freitags an alter Stelle (die inzwischen Unterhaus heißt) wieder auf, und das ganze verspricht, für die in Karlsruhe arg
unterbediente Um-Die-Dreissig-Fraktion zur Standardparty zu werden.
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