Wir sind wieder da. Unsere Abwesenheit dürfte auch die vergleichsweise Ruhe in diesem Blog erklären.
Die Situation um Kater Paul hat sich schon am Dienstagnachmittag letzter Woche wieder entspannt, Paul war den Mittwoch
über zwar noch etwas matschig, hat aber gefressen und gebettelt wie sonst auch, und wir sind deswegen am Donnerstag wie
geplant in Richtung Oldenburg abgedampft. Obwohl ich mir stundenlang überlegt habe, was ich vergessen habe, bleibt
ausgerechnet Sandras Geburtstagsgeschenk in Ilvesheim liegen.
In Oldenburg haben wir sehr liebe Freunde, die wir viel zu selten besuchen. Und so sollte Oldenburg diesmal die Basis
für einen norddeutschen Kurzurlaub bieten.
Nachdem ich inzwischen nicht mehr gewöhnt bin, so lange Strecken mit dem Auto zu fahren und ich den Octavia auch ein
wenig getreten habe, war mit mir nicht mehr wirklich viel anzufangen. Also ging es nach der Ankunft fast direkt weiter
zur Videothek, und der Rest des Abends war dann mit Hugh Grant und Drew Barrymoore in “Music and Lyrics”
gefüllt. Und ich habe den Rest des Wochenendes “Pop Goes my Heart” im Ohr... 80ies-Kind halt.
Unsere Gastgeber haben inzwischen mit ihrem ISDN-Anschluß von der Telekom zu Ewetel gewechselt und zusätzlich eine
DSL geordert, so dass der Aufenthalt in Oldenburg nichtmal mehr Kommunikationsentzug bedeutet. Das wusste ich vorher
allerdings nicht, so dass ich dem Herrn B., wohnhaft im ICE zwischen B. und K., vorab ein wenig Stress gemacht habe, um
meine Websessions-taugliche Vodafone-SIM rechtzeitig zurückzubekommen. Das war nun allerdings unnötig.
Eine kleine Hürde gab es auf dem Weg zum Internetzugang dann doch, denn unsere Gastgeber kennen den Schlüssel ihres
eigenen WLAN nicht. Also steige ich mit Notebook und Patchkabel in den Keller, stöpsle mich direkt an den Router und
bekomme Internetzugang. Per Suchmaschine ist das Handbuch für den von Ewetel gelieferten Siemens-Router schnell
gefunden, und das dort genannte Defaultpasswort admin/admin passt. Das ist auch gar nicht so schlimm, denn das WLAN ist
abgeschaltet. Also schnell ein Passwort für den Adminzugang des Routers gesetzt, WLAN eingeschaltet, SSID und WPA-Key
gesetzt und all diese Daten per Post-It an den Router gebappt. Ab da funktioniert das Netz dann auch im Wohnzimmer.
Am Freitag hat Sandra Geburtstag, und sie hat sich Meer gewünscht. Und wir haben uns dann für “ganz schön viel
Meer” entschieden. Auto bis Neuharlingersiel und dann mit der Fähre nach Spiekeroog. Anfänglich ist es dort ganz
schön schattig, so dass wir kurzfristig einkehren wollen. Das erste Restaurant auf dem Weg hat auch gleich einen
Großen Grünkohlteller mit Pinkel und Kasseler auf der Tafel stehen, ist aber leider mit einer geschlossenen
Gesellschaft bis 17.00 Uhr belegt. Also erstmal das danebengelegene Cafe entern, Marzipanschnitten und Tee genießen und
dann an den Strand. Der Strand ist auf Spiekeroog ein paar hundert Meter vom Inseldorf entfernt, so dass wir erst um
kurz nach 17.00 Uhr wieder im Dorf eintreffen. Inzwischen hat auch das angepeilte Restaurant wieder für das allgemeine
Publikum geöffnet und der Große Grünkohlteller entpuppt sich als diesen Namen absolut verdienend: Zusätzlch zum
eigentlichen Teller gibt es noch einen tiefen Teller mit Nachschlaggrünkohl und einen weiteren tiefen Teller mit
Kartoffeln. Ich habe zwar einen Bärenhunger, es bleiben aber trotzdem drei Kartoffeln liegen *börps*. Um 20.00 Uhr
geht die Fähre zurück. Die Rückfahrt dauert etwas länger, denn es ist Niedrigwasser und unser Kapitän hat an
manchen Stellen des langen Fahrwassers aus dem Hafen heraus nicht mal die spichwörtliche Handbreit Wasser unter dem
Kiel.
Samstags muss ich mich opfern und nach Bremen zum Sightseeing und Shopping fahren.
Den Sonntag lassen wir nochmal locker angehen. Sandra fährt mit unserer Gastgeberin in die Weser-Ems-Halle auf eine
Bastelmesse, und wir treffen uns um kurz nach eins im Steakhouse zum lecker essen. Danach geht es an den Jadebusen zum
Rhabarberkuchenessen nach Dangast, und den Abend verbringen wir mit Tatort und Notebook im Wohnzimmer. Ich nutze die
Gelegenheit und kümmere mich ein wenig um die Exim-Package, für die ich dank der tollen Unterstützung der Community
(“nimm postfix, iss eh besser, und exim in Debian saugt eh”) gar so wenig Motivation empfinde in letzter
Zeit.
Am Montag falle ich früh aus dem Bett, wir packen und werfen uns um halb elf auf die Autobahn - diesmal mit Tempomat
auf 140 statt auf 160, was irgendwie die Fahrt gleich viel entspannter werden lässt und sich obendrein in anderthalb
Litern pro hundert Kilometer weniger Durchschnittsverbrauch niederschlägt. In Mannheim angekommen wird gleich der
Octavia wieder gegen den 207 getauscht und dann sind wir endlich wieder daheim. Wie schön. Aber auch die Reise war
natürlich schön. Und den Katzen geht es immer noch gut.