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Why translate Debian stuff to German?

Disclaimer: I am not comfortable with technical documents in my native language, German. I generally find German translations of technical stuff clumsy, overly complicated and badly worded. I might have a "special" feeling for the language, but some output of translators is just too bad to tolerate.

For example, I constantly keep stumbling over the german translation of the Debian security team FAQ, which I consider horrendously badly done. Especially the use of the german word "Gutachten", which basically means "opinion" in the legal sense (as the document produced by an expert called by a court of law) to translate "advisory" is a very very bad choice. My toes curl when I read the german version.

In April 2005, I suggested to the German translation team to review the translation of the security team FAQ. I might not have chosen the right wording for that request, but besides a lot of flamage and "the translation is just fine", I received the usual "send a patch". Which I did in April 2005.

No answer. In October 2005, I asked again, and received answer from the translator that my patch was just too intrusive. Well, a bad translation was rewritten, and the bad translation is still being used.

Consequences for me? I'm not going to bother any more about German translations. English is just fine, and when somebody needs a German translation, I'm going to translate the stuff myself. Pointing people to the official German translations is just too embarrassing. A pity.

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Comments

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Waszszaf on :

Ebenso schlimm ist die Übersetzung der Weekly News.

"Die alte Leier!" empfinde ich als irgendwie seltsam.

Auch die durchgehende Verwendung des Präteritums wirkt ziemlich steif.

Ebenso die Einleitungsverben. "merkte an", "grübelte".

Aber ich habe keine Ahnung, wie man das besser formulieren sollte.

Michael Holzt on :

Ich stimme mit den Ansichten von Marc überein. Ich möchte nicht überheblich wirken, aber als jemand der Fachartikel schreibt (und gerade mehrere Kapitel für ein Fachbuch), halte ich mich selbst für sicher im Umgang mit der deutschen Sprache (mit gewissen Schwächen bei der Interpunkten und anderen Nachlässigkeiten).

Für mein Sprachgefühl sind viele der deutschen Texte in Debian unterdurchschnittlich, um es wohlwollend zu bezeichnen. Für nicht gerade wenige der Texte muß man knallhart sagen, daß sie schlecht sind. Häufig liegt das aber ursächlich vor allem an der Wahl falscher Wortübersetzungen, wie Marc ja auch bereits ausgeführt hat.

Wenn ich Debian installiere, wähle ich Deutschland als Landeseinstellung, schalte aber danach die Meldungssprache sofort wieder zurück. Die Übersetzungen kann ich in vielen Fällen einfach nicht ertragen.

Nicht, daß dieses Problem etwa neu wäre: Als damals die Widmung zur "Joel Espy Klecker" Release übersetzt wurde, war die Übersetzung eher schlecht, da sie sich Wort für Wort am Original orientierte. Ich habe dann einen eigenen Textvorschlag eingereicht und musste mir harte Kritik anhören, weil ich in den Formulierung vom Original abgewichen war (aber auf eine Erhaltung des Sinns geachtet habe).

Glücklicherweise hat sich dann aber jemand gemeldet der Ahnung von Übersetzungen hat. Er wies darauf hin, daß gute Übersetzung immer sinngemäß sind, und durchaus anders formuliert sein können. Dies ist auch wenig überraschend, denn viele Wendungen oder Formulierungen lassen sich kaum vernünftig eins zu eins übersetzen.

Es scheint aber schwer, dies den Übersetzern im Debian-Projekt klarzumachen. Man möge mich nicht falsch verstehen: Ich bin dankbar für die freiwilligen Leistungen anderer. Dennoch bin ich der Meinung, daß Qualität grundsätzlich wichtiger als das persönliche Ego ist. Wer es nicht erträgt für seine Übersetzungen kritisiert zu werden oder wem Korrekturen und Neuschreibung "zu aufwendig" sind, ist m.E. als Übersetzer für Debian fehl am Platz.

sdf on :

ich habe gerade nachgedacht, wie ich advisory übersetzen würde... gutachten ist offensichtlich schlecht, aber was ist besser? auch ich installiere meine linux-systeme immer mit englischer oberfläche. leider ist es manchmal vom installer her schwierig, zwar eine englische oberfläche haben zu wollen, aber z.b. deutsche rechtschreibkorrekturen etc braucht...

Marc 'Zugschlus' Haber on :

Ich tendiere gerne dazu, solche Dinge unübersetzt zu lassen, weil das wenigstens dafür sorgt, dass die Leute auch dann miteinander reden können, wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen bzw. lesen.

Wenn es partout übersetzt sein soll, würde ich "Hinweis", "Benachrichtigung" oder "Ankündigung" verwenden.

Hans Bonfigt on :

| Häufig liegt das aber ursächlich vor allem an der Wahl falscher Wortübersetzungen

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHH.

Wenn das da oben ein Assemblerprogramm wäre, würdest Du zu Recht fragen, welcher kaputte Compiler diesen Mist generiert hat.

| Für nicht gerade wenige der Texte muß man knallhart sagen, daß sie schlecht sind.

AUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU. Schon die falsche Präposition läßt das Herz stocken. Nicht für, sondern in Bezug auf Texte kannst Du sagen, daß sie schlecht seien. Und überhaupt, dieses tantenhafte "muß man sagen": NIX muss man.

Schreib' doch einfach, "Viele Texte sind schlecht". Nur 'mal so als Vorschlag.

Gruß Hans

Also dann doch lieber die rustikalen Debian-Übersetzungen.

Michael Holzt on :

Ein "Advisory" ist eine Empfehlung oder eine Warnung bzw. ein Warnhinweis. Den fraglichen Satz "The signature on your advisories does not verify correctly!" würde ich ganz simpel mit "Die Signatur Eurer Warnhinweise ist fehlerhaft!" übersetzen und somit den im Deutschen doch eher kantigen Begriff "verifizieren" gleich mit entsorgen.

Michael Holzt on :

Ich weiß nicht mit welcher Logik Du von der Qualität eines Weblog-Kommentars auf die Qualität z.B. einer Übersetzung von mir schließt.

Nikolaus Schulz on :

Ganz meine Meinung. Ich verstehe nicht, wieso derart viele Schlüsselbegriffe (häufig schlecht) ins Deutsche übersetzt werden.

Ein Beispiel: "Aktualisierungen" für "updates". Hilfe! Sieben statt zwei Silben, statt einen etablierten Begriff aus dem Englischen einfach stehen zu lassen. Niemand sagt wirklich "Aktualisierungen". Wozu soll das gut sein?

Computer-Sprech ist voller englischer Begriffe ("E-Mail", "Chat", "USB-Stick", etc pp); eine übermäßige Scheu vor Anglizismen ist nicht angebracht und schadet oft genug nur der Lesbarkeit.

Axel on :

Schlag mich, wenn du magst - aber ein "Advisory" ist eine "Empfehlung" oder ein "Ratschlag". Eine "Sicherheitsempfehlung" ist ein wohlgemeinter Ratschlag, daß es besser ist, das Paket upzudaten. "HinweiS" halte ich für gerade noch tragbar, Benachrichtigung und Ankündigung gehen IMNSHO am eigentlichen Sinn vorbei.

Axel on :

Jain. Ich arbeite in einer Firma, in der Anglizismen extrem verpönt sind. Gut, hier ist sprachliche Diaspora, aber nichtsdestotroz finde ich "Aktualisierung" ein tragbarer Ersatz für "Update" - insbesondere die Verbform ist doch sehr holprig ("update" bzw. "upgedated").

Im Fachjargon unter Gleichen kann man die termini technici ja stehen lassen/benutzen.

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