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    <title>Zugschlusbeobachtungen (Entries tagged as reisebericht)</title>
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    <description>Das persönliche Blog von Marc Haber</description>
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    <pubDate>Thu, 21 Jun 2012 07:25:36 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Zugschlusbeobachtungen - Das persönliche Blog von Marc Haber</title>
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    <title>Warum man die Fahrplanauskunft bemühen möchte</title>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich bin ja ein großer Verfechter dessen, dass man sich auch bei einer Verbindung, die man zweimal pro Woche fährt,
jedes Mal eine neue Fahrplanauskunft holen sollte. Auf diese Weise bekommt der Betreiber auch ohne teure
Fahrgastzählungen einen Überblick darüber, dass die Verbindung gefragt ist, und zweitens ...
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
... spart es Zeit. Aber wenn eine Fahrt mal in die Hose geht, dann tut sie es richtig.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Angefangen hat es mit meinem Galaxy Tab, das beim Einschalten zum Zwecke des Handyticket-Kaufs nach
Heidelberg-Kirchheim/Rohrbach verdächtig langsam ist. So langsam, dass ich einen Reboot in Betracht ziehe. Der war auch
nötig, denn schon das Herunterfahren klappt nicht. Also harter Reset. Bis das Gerät wieder rudimentär ansprechbar
war, kam auch schon der heute pünktliche Bus um die Ecke. No Chance auf ein Handyticket, also ein Papierticket
heraussuchen und stempeln. Das waren die ersten 50 Cent unnötiges Fahrgeld, denn zwei Zonen vrn bis Friedrichsfeld und
DB-Tarif ab dort ist teurer als wenn man die Großwabe Heidelberg noch im Verbund mitnimmt und erst ab dort zum DB-Tarif
fährt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der NTA in Ladenburg benimmt sich seltsam und springt direkt von der Eingabe des Zielbahnhofs zum Bezahldialog. Ich muss
also zurückspringen und die BC 25 nachlegen. Dann wundere ich mich, dass die Fahrkarte plötzlich über Zehn Euro
kostet, denke aber in meinem Halbschlaf nicht mehr daran, dass es zwischen ICE und Nahverkehr noch eine weitere
Produktklasse gibt. Erst als ich die Fahrkarte in der Hand halte, sehe ich, dass es eine IC-Fahrkarte ist. Nun ja,
eigene Dummheit, wer kauft auch morgens um O&amp;#8217;dark Hundred Hours eine Fahrkarte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der RB dann das üble Erwachen: Die Bauarbeiten zwischen Friedrichsfeld und Heidelberg hatte ich gar nicht auf der
Rolle, und die daraus entstehende Eingleisigkeit des gesamten Abschnitts bis Wieblingen sorgt dafür, dass der Zug 13
Minuten in Friedrichsfeld stehen bleibt und mein Anschluß an die S-Bahn nach Karlsruhe so sicher nicht klappt, dass er
nicht einmal mehr in der Fahrplanauskunft steht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber immerhin: Ich habe ja eine IC-Fahrkarte. Und um 08:14 Uhr fährt der 2273. Mit dem bin ich dann nur 17 Minuten
hinter meinem Plan und nicht 41. Bin mal gespannt, was der Zugbegleiter mit der Fahrkarte bis Karlsruhe-Durlach macht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nett war er und hat mich nur ermahnt, in Karlsruhe eine Verbundfahrkarte nachzulösen. In Karlsruhe Straßenbahnchaos,
am Durlacher Tor ist die Fahrleitung runtergekommen. Eine bessere Stelle für eine Fahrleitungsstörung im derzeitigen
Rumpfnetz wäre nur noch der Marktplatz gewesen. 9 Minuten Call-a-Bike, und ich habe auch schon Frühsport getrieben,
und billiger als die Straßenbahnfahrkarte war es auch. Ergebnis: mit +25 am Schreibtisch.
&lt;/p&gt;

 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 21 Jun 2012 07:58:07 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
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    <title>Odyssee in Bahn</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/447-Odyssee-in-Bahn.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Auf einer Reise nach Hamburg geht einiges bahntechnisch schief. Das ist für mich die erste größere Bahnfahrt dieses
Jahr, die nicht hauptsächlich reibungslos abläuft.
&lt;/p&gt; &lt;p&gt;
Am Samstag ist ICE 78 in Mannheim bereits mit +25 angekündigt. Laut &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3JlaXNlYXVza3VuZnQuYmFobi5kZS9iaW4vdHMvYmhmdGFmZWwuZXhlL2RuP0w9dnNfZGJkaWFsb2cmcnQ=&amp;amp;entry_id=447&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://reiseauskunft.bahn.de/bin/ts/bhftafel.exe/dn?L=vs_dbdialog&amp;amp;rt&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;  title=&quot;externer Link zum Experten-RIS der
DB&quot;&gt;RIS&lt;/a&gt; ist es eine Triebfahrzeugstörung, am Bahnsteig und später im Zug werden &amp;#8220;Personen im Gleis&amp;#8221;
genannt. Im RIS stehen auch noch einige andere Züge aus Richtung Basel als wegen Triebfahrzeugstörung verspätet
geführt, weswegen ich eine falsche Schlüsselnummer im führenden System vermute.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Verspätung bauen wir dank Zugfolge und der inzwischen schon üblichen Langsamfahrstellen auf der Neubaustrecke
zwischen Fulda und Hannover bis Hamburg-Dammtor auf 36 Minuten aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auf der Anzeigetafel in Hamburg Hbf wird unsere Verspätung inzwischen mit einer &amp;#8220;Signalstörung&amp;#8221;
begründet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Dammtor bekomme ich erstmal einen Schreck: Dort sind einige Straßen gesperrt, auf der Straße geht nix und Busse
fahren auch keine. Ich finde interessant, wie sehr die Bahn ablehnende Haltung meiner Mutter in meine Denke Eingang
erhalten hat - denn ich brauche bald fünf Minuten um auf die Idee zu kommen, statt des Bus 109 einfach die U1 zu
nehmen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Schon am nächsten Tag geht es auf die Rückfahrt. Eigentlich ist geplant, mit dem ICE 679 bis Heidelberg zu fahren, um
von dort um 00:20 Uhr mein in Mannheim-Friedrichsfeld Süd abgestelltes Auto zu erreichen. Doch es kommt anders.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da die Daten von HAFAS für den Bus 109 von der Realität abweichen (HAFAS ist der Meinung, der Bus führe nur im
20-Minuten-Takt), bin ich deutlich zu früh in Dammtor auf dem Fernbahnsteig. Das ist mein Glück, denn ich entscheide
mich kurzfristig gegen den 679 (der laut Wagenstandanzeiger und Reservierung ein ICE 1 ist) und begebe mich statt dessen
in den 685 nach Nürnberg (ICE 2, Steckdose!) um dann in Kassel in den 679 umzusteigen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der 685 kommt aus Altona mit +12 (Begründung: Störung am Triebfahrzeug). Wagen 22 ist unklimatisiert und unbeleuchtet.
Kurz vor Hannover besichtige ich das RIS, um zu prüfen, wie sehr der 679 aus dem Plan ist (peinlich wäre es, wenn der
679 irgendwo zwischen Göttingen und Kassel überholen würde). Ich reiße die Augen auf, als ich dort &amp;#8220;Zug fällt
aus&amp;#8221; lese.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Hannover angekommen, höre ich vom Bahnsteig aus die Bestätigungsansage: Der 679 fällt wegen einer Störung am
Triebfahrzeug aus; die Fahrgäste sollen mit unserem 685 bis Göttingen fahren, dort gibt es dann einen Ersatzzug. Es
geht dann in der Fahrplanlage des 679 (+17) weiter nach Göttingen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurz vor Göttingen werden die Fahrgäste in Richtung Frankfurt aufgefordert, bis Fulda im Zug zu bleiben; dort würde
der 1552 warten. Auf dem Weg nach Göttingen fahren wir eine Weile auf dem Gegengleis. In Göttingen bekommen wir
nochmal +8 (nun +25) wegen Aufnahme verspäteter Anschlußreisender.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Kassel steht am Bahnsteig gegenüber der 2379 nach Frankfurt. Wir werden aber aufgefordert, nicht in den 2379
umzusteigen, denn der in Fulda wartende 1552 bringt uns schneller nach Frankfurt als der 2379. Kassel ab +28.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auf der Fahrt bis Fulda geht es über weite Strecken nur mit 160 km/h voran. Ob das an den üblichen Langsamfahrstellen
liegt oder daran, dass inzwischen die Güterzüge auf der NBS unterwegs sind und der ICE deswegen eine
Geschwindigkeitsbeschränkung bekommt, weiß ich nicht. Jedenfalls werden wir kurz vor Fulda informiert, dass wir
inzwischen 38 Minuten verspätet seien und die Transportleitung entschieden hatte, den 1552 doch nicht warten zu
lasssen. Man bedauere diesen Vorfall und verweist auf den 697.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Fulda lade ich erstmal einen Döner in den Magen und betrachte dann den Fahrplan. Innerhalb von zehn Minuten fahren
drei ICEs nach Frankfurt, so dass ich mich nach einem weiteren Besuch des Experten-RIS entschließe, nicht den 697,
sondern den kurz dahinter fahrenden und laut RIS pünktlichen 1015 nach Frankfurt zu nehmen. Während der Wartezeit
vergewissere ich mich, dass alle Alternativen (übrigens auch der 791 aus Hamburg, der nach dem 679 der erste Ersatzzug
gewesen wäre, als auch der 2379 ab Kassel) ab Frankfurt im 1551 münden und somit für mich verspätungstechnisch
gleichwertig wären. Fahrgäste mit Endziel Frankfurt hätten mit dem 2379 ab Kassel weitere 15 Minuten sparen können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Verzicht auf den &amp;#8220;nächsten&amp;#8221; ICE beschert mir einen angenehm leeren Zug und einen Platz mit
Streckensicht in der vorderen Lounge des ICE-T. In Frankfurt kommen wir drei Minuten vor Plan an, obwohl wir ab dem Esig
Hanau ständig auf den vorauslaufenden (und im Gegensatz zu uns in Hanau gehalten habenden) 679 auflaufen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der 1551 ist als IC tarifiert, wird aber mit einem ICE-T gefahren. Nach Kopf am Flughafen erreichen wir Mannheim Hbf
über die westliche Einfädelung pünktlich.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dort lasse ich mich von meiner Freundin mit dem Auto abholen und verringere meine Ankunftsverspätung in meiner Wohnung
somit auf knapp +40. Wäre ich wie geplant in Friedrichsfeld-Süd in mein eigenes Auto umgestiegen, wären es +66
gewesen (01:26 anstelle 00:20).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Anstelle der üblichen Textbausteinigung will der DB-Kundendialog diesmal eine Kopie der Fahrscheine sehen.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 20 Sep 2006 11:10:00 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
<category>reisebericht</category>
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</item>
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    <title>Reisebericht Öhringen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/352-Reisebericht-OEhringen.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Am Samstag war ich in Stuttgart auf der Pong-Ausstellung im
Württembergischen Kunstverein, und habe mir auf der Rückfahrt die neu
eröffnete Stadtbahnstrecke von Heilbronn nach Öhringen angeguckt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Blogartikel ist eine Zweitverwertung
von &amp;lt;dv1fc3$hh8$1@news1.tnib.de&amp;gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;

 Aufgrund der schlechten ÖPNV-Situation in Mannheim am Samstag morgen fahre ich mit dem Auto zum
&amp;#8220;S-Bahn&amp;#8221;-Haltepunkt Mannheim-Seckenheim. Der liegt nicht in Seckenheim, sondern im Ortsteil Hochstätt,
einer deprimierenden Nachkriegssiedlung mitten im Nichts zwischen Rangierbahnhof und Autobahn, an deren Bausubstanz auch
seit der Nachkriegszeit nichts mehr getan wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen Kleingärten und kleinen Handwerksbetrieben finde
ich den mit sechs Stellplätzen recht kleinen, aber vollständig leeren Parkplatz in unmittelbarer Nähe des
Haltepunkts, ziehe mir aus dem Automaten eine IC-Fahrkarte nach Stuttgart (&amp;#8220;City&amp;#8221; draufzudrucken vergißt
der Automat) und warte zehn Minuten auf die &amp;#8220;S-Bahn&amp;#8221;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Bahnsteig hat man mit einer
Holzkonstruktion auf &amp;#8220;S-Bahn&amp;#8221;-Höhe gebaut, und bei jedem durchfahrenden Zug macht das aus Plexiglas
geklöppelte Haltestellenhäuschen mehr Lärm als der Zug. Die &amp;#8220;S-Bahn&amp;#8221; kommt pünktlich und bringt mich
nach Heidelberg, wo ich in 20 Minuten Aufenthalt einen ersten Frühstücksversuch zu mir nehme. Dabei entsteht ein Foto
des Fallblattanzeigers, der die S1 nach Venezia über Eberbach ankündigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der IC Frankfurt-Salzburg kommt
mit &amp;#8220;wenigen Minuten Verspätung&amp;#8221; und &amp;#8220;in umgekehrter Wagenreihung&amp;#8221; und besteht aus einer 101
mit einem Avmz, einem Bimdz und sechs weiteren Avmz, diese deutlich mit &amp;#8220;Ersatzzug, 2. Klasse&amp;#8221;
beschriftet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lasse mir das nicht zweimal sagen und reise bequem im 1.-Klasse-Fauteuil gen Stuttgart. Der
Zugchef entschuldigt sich mehrfach dafür, dass im zu höchstens 10 % ausgelasteten Zug keine Reservierungen gesteckt
werden konnten und &amp;#8220;für die Unannehmlichkeiten&amp;#8221;. Der kurz hinter mir zusteigende Damenkegelclub beschwert
sich über die breiten Sitze und die fehlende Reservierung, köpft die mitgebrachten Sektflaschen und nervt.&lt;br /&gt;&lt;br
/&gt;Vor Stuttgart sagt der Zugchef deutlich, dass der Ersatzzug in Stuttgart auf Gleis 15 endet. Fahrgäste mögen bitte
in den &amp;#8220;richtigen IC&amp;#8221;, der &amp;#8220;am selben Bahnsteig gegenüber auf Gleis 14&amp;#8221; bereit steht.&lt;br /&gt;&lt;br
/&gt;Nun, wer Stuttgart Hbf kennt, weiß, dass Gleis 14 und Gleis 15 mitnichten am selben Bahnsteig liegen. Es kommt wie es
kommen muß: Die umsteigenden Fahrgäste steigen mangels seitenselektiver Türfreigabe auf den Gepäckbahnsteig aus.&lt;br
/&gt;&lt;br /&gt;Vier Stunden später betrete ich das Reisezentrum, um die Barcode-Terminals zum Fahrkartenkaufen endlich mal
ausprobieren zu können. Mir stellt sich ein DB-Mitarbeiter in den Weg und fragt &amp;#8220;Guten Tag, brauchen Sie einen
Fahrschein?&amp;#8221; Ich antworte &amp;#8220;Ja&amp;#8221;, schlage einen Haken um ihn herum und gehe zielstrebig auf das
Auskunftsterminal zu. Hinter mir höre ich ihn noch &amp;#8220;aber Sie wissen ja offensichtlich Bescheid&amp;#8221; in seinen
Bart murmeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Terminals sind in der Tat rasend schnell in der Fahrplanauskunft, so dass die Fahrkarte von
Stuttgart nach Mannheim-Seckenheim &lt;br /&gt;über Heilbronn Hbf und Öhringen-Cappel im Nu ausgewählt ist. Ich lasse mir
einen Reiseplan drucken, um dann zu sehen, dass dieselben Informationen auf dem danach kommenden Kaufbeleg nochmal drauf
stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Zahlterminal muss man zuerst den Bildschirm drücken, bevor man den Barcode unter den Leser halten
darf. Was soll den der Blödsinn? Das Ding hat gefälligst direkt zu erkennen, wenn man mit einem Barcode unter dem
Leser herumwedelt. Der aus einem alten NTA recycelte mechanische Kartenleser liest die Kreditkarte im ersten Anlauf und
druckt wie gewohnt Fahrschein und Buchungsbeleg aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regionalbahn nach Heilbronn ist ein
Doppelstock-Wendezug mit 143 und fährt pünktlich und ohne Zugbegleiter. Die Neckarbrücke bei Besigheim wird neu
gebaut, wir schleichen schon über die neue Brücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Heilbronn wechsle ich dann auf die Stadtbahn, die in
Form von Triebwagen 881 aus Schwaigern West ankommt. Die S4/S41 ist somit inzwischen in drei Abschnitte
(Freudenstadt-Rastatt-Karlsruhe, Achern-Rastatt-Karlsruhe-Heilbronn und Schwaigern West-Heilbronn-Öhringen) eingeteilt;
wer die Linie in voller Länge durchfahren möchte, muss also zweimal Umsteigen. &amp;#8220;Mein&amp;#8221; Tf trägt
DB-Dienstkleidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis Heilbronn Harmonie kenne ich die Strecke ja schon, ab dort geht es geradeaus weiter
bis in die Berge hinein. Hinter der Oststraße geht es bergauf, und nach der Haltestelle Finanzamt wird die Strecke für
wenige hundert Meter eingleisig, bevor die Haltestelle Pfühlpark erreicht wird. Die Haltestelle hat auf beiden Seiten
ein Wende- und Abstellgleis, und bereits aus der Haltestelle sieht man die beiden Ks-Hauptsignale, die die Einfädelung
auf die DB-Strecke sichern. Die nicht höhenfreie Einfädelung ist so angelegt, dass der Regelfahrweg für die Stadtbahn
gebaut ist; der Systemwechsel endet nur wenige Meter vor den beiden Einfädelungsweichen. Nach der Haltestelle
Heilbronn-Trappensee geht es in den knapp tausend Meter langen Weinsberger Tunnel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke war wohl
früher eine ziemliche Partisanenbahn. Fuhr da mal mehr als 628-RE im Zweistundentakt? Sie wurde extra für die
Stadtbahn elektrifiziert, erhielt mit Ks-Signalen neue Sicherungstechnik und es wurden viele viele neue Haltepunkte
gebaut, die teilweise erst mit der heißen Nadel fertig gestellt wurden: Aus Holz gezimmerte Treppengeländer zeugen
davon. Leider wurde sie dabei auch &amp;#8220;optimiert&amp;#8221;. Der Bahnhof Weinsberg ist noch der größte Bahnhof im
Optimierungsabschnitt: Zwei Gleiswechsel und ein Wendegleis in Mittellage erlauben hier, Züge abzustellen und relativ
schmerzfrei zu wenden. Der nächste Gleiswechsel ist dann erst in Eschenau, und ab dort auch wieder ohne
Wechselmöglichkeit bis Öhringen. Wenn hier was passiert, kann man den Stadtbahnbetrieb wohl einstellen. Natürlich hat
man auch Fahren auf dem Gegengleis mit Signal Zs6 nicht eingerichtet, es stehen nur Signale am rechten Gleis.&lt;br /&gt;&lt;br
/&gt;Ein Haltepunkt hat die aus dem Enztal bekannten 25-Meter-Bahnsteige, gepaart mit den ebenfalls bekannten Ansagen, dass
man nur aus den ersten beiden Türen aussteigen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Bretzfeld stehen H/V-Lichtsignale; hier hat der
Optimierungsteufel also noch nicht so heftig zugeschlagen. Der Bahnhof Öhringen hat drei Bahnsteigkanten, man soll hier
in die Züge nach Waldenburg, Schwäbisch Hall und Crailsheim umsteigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öhringen-Cappel liegt nur wenige
Kilometer hinter dem Bahnhöf Öhringen; die Stadtbahn wechselt vor dem Bahnhof auf das durchgehende Hauptgleis in
Richtung Heilbronn und hält dann dort an der einzigen Bahnsteigkante. Das Hauptgleis aus Heilbronn hat keine
Bahnsteigkante. Weiter hinten ist noch ein Abstell- und/oder Wendegleis, das aber vom Bahnsteig aus nicht einsehbar ist.
Ich vermute, dass auch die Fahrleitung relativ schnell endet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wenigen Minuten Aufenthalt geht es erstmal
zurück nach Öhringen, wo nochmal sechs Minuten Wartezeit auftritt. Der Grund dafür wird klar: Der mit 628 gefahrene
RE aus Crailsheim kommt hinter uns in den Bahnhof; wir standen ihm in Cappel im Weg. Nachdem dessen Fahrgäste
umgestiegen sind, setzen wir unsere Fahrt nach Heilbronn fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor Eschenau steht ein Zugverband im
Streckengleis von Heilbronn, der hinter uns an den Bahnsteig vorfahren und ab dort den Takt verdichten wird. Die
Betriebsführung hier ist auch kurz auf knapp, da wendende Züge so oder so dem Durchgangsverkehr im Weg stehen müssen.
Wendegleis? Fehlanzeige. Die Infrastruktur ist somit am Anschlag, es gibt keine Weiche, die nicht planmäßig benutzt
wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Heilbronn angekommen, benutze ich die geschlossene Toilette des erst in 45 Minuten
abfahrenden RE nach Mannheim und fahre dann mit der RB weiter bis Mosbach-Neckarelz. Die &amp;#8220;S-Bahn&amp;#8221; nach
Kaiserslautern ist pünktlich, und eigenwillig mit &amp;#8220;S1 vorne Kaiserslautern, S1 hinten Osterburken&amp;#8221;
beschriftet und bringt mich &amp;#8220;bequem&amp;#8221; zurück nach Mannheim-Seckenheim. Inzwischen hat der Tf auch den
Beschilderungsfehler bemerkt, inzwischen heißt es &amp;#8220;S1 vorne Kaiserslautern, S1 hinten Mannheim&amp;#8221;. So gehört
sich das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinem Auto ist nichts passiert, und ich fahre in knapp über zehn Minuten zurück nach Wallstadt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Mar 2006 18:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>öhringen</category>
<category>heilbronn</category>
<category>karlsruhe</category>
<category>reisebericht</category>
<category>stadtbahn</category>

</item>
<item>
    <title>Überholungen, Fahrpläne, Anschlüsse und unsinnige Entscheidungen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/179-UEberholungen,-Fahrplaene,-Anschluesse-und-unsinnige-Entscheidungen.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Wie ein pünktlicher Nahverkehrszug dank eines verspäteten IC und völlig an der Realität vorbei entscheidender
Dispatcher +15 bekommt, und manche Fahrgäste +40.&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Auf dem Papier sieht das wunderbar sinnvoll und einfach aus:&lt;/p&gt;



&lt;table&gt;
    &lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Bahnhof&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;RB 36267&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;IC 2395&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Frankfurt(Main) Hbf&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:07&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:20&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Darmstadt Hbf&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:30&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:37&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Bickenbach(Bergstr)&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:42-18:46&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;durch&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Bensheim&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:58&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;18:48&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
    &lt;tr&gt;
        &lt;td&gt;Heidelberg&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;19:38&lt;/td&gt;
        &lt;td&gt;19:12&lt;/td&gt;
    &lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;

&lt;p&gt;Im Klartext: Ein langsamer und ein schneller Zug fahren dieselbe Strecke, der langsame geht in Bickenbach für vier
Minuten auf die Seite, damit der schnelle überholen kann. So weit die Theorie.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Praxis hat die Betriebsleitung so viel Angst davor, dass wertvolle Fernzüge ausgebremst werden, dass man dem
bösen, langweiligen, uninteressanten (da bestellt und deswegen sowieso bezahlten) Nahverkehr lieber mal prophylaktisch
Verspätung aufbrummt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am gestrigen Sonntag war RB 36267 in Darmstadt in der Ankunft pünktlich, der IC war mit +5 angekündigt. Es hätte
also nicht wirklich was im Wege gestanden, die RB pünktlich bis Bickenbach oder gar noch weiter vorfahren zu lassen, um
dann den verspäteten IC zügig überholen zu lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leider hat die Transportleitung entschieden, dass die Einhaltung des Fahrplans eines püntklichen Zugs nicht wichtig
ist und hat die RB vorsorglich schon in Darmstadt auf den verspäteten IC warten lassen. Das hätte schon bei
pünktlichem IC unnötige +10 für den Regionalzug gegeben, dank der Verspätung des IC dann tatsächlich +15 in der
Abfahrt, Anschluß in Friedrichsfeld nach Mannheim weg, +40 für die Mannheimer Fahrgäste. Und das alles, weil die
&lt;u&gt;Chance&lt;/u&gt; bestand, dass der IC gestutzt werden könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Irgendwie ticken bei der DB so &lt;u&gt;einige&lt;/u&gt; Uhren nicht richtig. Gepaart mit der ausdrücklichen Bestellung von
Nullwartezeit seitens der Landesverkehrsgesellschaften (oder wie das diese Woche heißt) bekommen solche
Streckenbelegungsentscheidungen dann doch ein Geschmäckle.&lt;/p&gt;

 
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    <pubDate>Mon, 12 Sep 2005 12:47:14 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
<category>deutsche bahn</category>
<category>reisebericht</category>
<category>verspaetung</category>

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    <title>Reisebericht, mal anders</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/124-Reisebericht,-mal-anders.html</link>
            <category>blogsignal</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ich habe in den letzten Tagen so viele Reiseberichte geschrieben und gepostet, die sich alle eher mit dem technischen
Part der Eisenbahnreise auseinandergesetzt haben. &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=1876&amp;amp;entry_id=124&quot; title=&quot;http://oerks.de/cgi-bin/blosxom/2005/07/31#flodders&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://oerks.de/cgi-bin/blosxom/2005/07/31#flodders&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Shrek&lt;/a&gt; hat in seinem Blog über interessante Soziale
Interaktion während einer Bahnreise geschrieben. Zum Schießen komisch geschrieben, wenn auch in Wirklichkeit eher zum
Weinen. Gut[tm], dass ich nicht in diesem Zug war.&lt;/p&gt;

  
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    <pubDate>Thu, 04 Aug 2005 12:49:04 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
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<category>reisebericht</category>

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    <title>Viereinhalb Stunden Buntling</title>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Notizen aus dem Nahverkehr zwischen Bielefeld und Mannheim&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Um 10.12 verlässt der Bus des Schienenersatzverkehrs für die Nord-West-Bahn nach Paderborn mit +5 den
Bahnhofsvorplatz von Bielefeld Hbf. In Brackwede (pünktlich) steigt ein &amp;#8220;Zugbegleiter&amp;#8221; zu, der sich sich
die ganze Zeit mit dem Busfahrer unterhält.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dementsprechend bleibt die Anzeige der nächsten Haltestelle bis zum Endpunkt Sennestadt auf &amp;#8220;Brackwede
Süd&amp;#8221; stehen, weil das Personal sich zu gut miteinander unterhält. So sind wir an einer Haltestelle vier Minuten
vor Plan, und ich bin versucht, den Stammtischwimpel vorne hinzustellen ob der Themen, über die sich das
&amp;#8220;Zug&amp;#8221;personal unterhält.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sennestadt ist ein einfacher Kreuzungsbahnhof mit einem durchgehenden Hauptgleis, einem Kreuzungsgleis und
Lichtsignalen, der durch ein aus dem Stellwerksfenster hängendes Kabel für die Übernachtung von Zügen hergerichtet
wurde. Auf dem Hausgleis wartet bereits der Talent der Nord-West-Bahn, der nach Ankunft des Gegenzugs in Richtung
Paderborn ausfährt. Schloß Holte, der nächste Bahnhof, hat drei Gleise und ist für die Durchfahrt auf dem dem
Empfangsgebäude fernsten Gleis (viermal Hp2, davon zweimal für die Gegenrichtung) durchgeschaltet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Strecke ist eine ziemliche Partisanenbahn: Streckengeschwindigkeit gefühlt 50 km/h, mit etlichen
Bahnübergängen, zu deren Ehre einiges an La 20 km/h verteilt wurde. Auf dem Südteil gibt es allerdings jede Menge
Güterverkehr: Auf den durchaus großen Bahnhöfen stehen Güterwagen herum, die tatsächlich danach aussehen, dass die
ebenfalls dort beobachteten 29x-Loks wirklich Bewegung in die Züge bringen. Nach der pünktlichen Ankunft in Paderborn
Hbf geht es eine halbe Stunde vor Plan weiter mit der Regionalbahn nach Rheine über Hamm, einem einzeln verkehrenden
425 mit Zugbegleiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf geht es flott nach Hamm. Fahren die 425 in NRW inzwischen wieder LZB-geführt 160? Mir kam das fast so vor. Kurz
hinter Lippstadt kommt ein Fahrgast mit brennender Zigarette durch und wird von einem anderen Fahrgast gefragt, ob man
hier rauchen darf. Die Antwort &amp;#8220;Nein, aber ich bin Aso, und nehme mir das Recht heraus.&amp;#8221; Mir fehlen die
Worte. Ich lasse den Raucher unbehelligt weiter nach hinten in die Fänge des Zugbegleiters laufen und hoffe, dass er
gebührend vorgenommen wurde.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Vor Soest ein langer Signalhalt, und der Hinweis, dass wegen einer Streckensperrung der Zug von Soest nach Unna nicht
verkehrt. Fahrgäste nach Dortmund möchten bis Hamm im Zug bleiben. Nun, mir hatte HAFAS eh die Reise über Hamm nahe
gelegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immer noch eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Plan komme ich in Hamm an, und nehme einen anderen Zug in Richtung
Wuppertal, wo ich 20 Minuten vor Plan ankomme. Beim Warten in Wuppertal fällt mir auf, dass in NRW nicht nur immer noch
massiv Buntlingzüge fahren, sondern dass es tatsächlich auch noch grüne Buntlinge gibt. Fast jede Garnitur hat einen
nichtroten Ling im Zug. Da haben wir&amp;#8217;s in BaWü doch etwas anders, wo sowieso kaum noch Buntlinge fahren, und ich
seit Monaten keinen nichtroten Wagen mehr gesehen habe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Verabredung, wegen der ich den Abstecher nach Wuppertal eingeplant hatte, ist allerdings weder zur früheren,
noch zur späteren Ankunft in Wuppertal Hbf aufzutreiben, und mobil erreichbar ist sie auch nicht. Ich buche das auf das
Konto &amp;#8220;Wer nicht will der hat schon&amp;#8221;, und nehme - inzwischen zwei Stunden vor Plan - die Heimreise in
Angriff.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Hagen steige ich aus dem RE in die RB nach Siegen um. Hagen Hbf ist vom Gleisplan wirklich so seltsam, wie an
anderen Stellen gezeigt. Man hat den Bahnhof in die Länge gezogen, um Breite zu sparen, und hat zwei getrennt
erreichbare &amp;#8220;Gleise&amp;#8221; pro Bahnsteigkante spendiert. Nur lange Züge wie z.B. ein ICE müssen &amp;#8220;nach
Gleis 5 und 6&amp;#8221; einfahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleis 1, aus dem mein weiterführender Zug fährt, ist ein &amp;#8220;normales&amp;#8221;. Anstelle des eigentlich erwarteten
425 kommt eine 143 mit einem Rotling-Wendezug (Steuerwagen mit Karlsruher Kopf in Richtung Siegen). Die hübsche
rothaarige Zugbegleiterin verschanzt sich den größten Teil der Fahrt im Führerstand, läuft aber immerhin einmal zur
Fahrkartenkontrolle durch den Zug.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Altena ist böse gerupft: Was früher ein durchaus größerer Bahnhof war, ist heute nur noch ein Haltepunkt an
zweigleisiger Strecke. Ein Sbk-Häuschen steht mitten im Planung eines ehemaligen Bahnsteiggleises, dem genau so viel
Schiene fehlt, wie nötig war, um das Häuschen hinstellen zu können. Man merkt die Nähe zu Iserlohn, der örtlich
zuständige Netzbezirk ist ziemlich radikal bei der Infrastrukturanpassung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ansonsten bin ich durchaus überrascht über die großen Bahnhöfe und die Vielseitigkeit der angetroffenen
Stellwerke: Mechanik, Elektromechanik, Relais, ESTW, alles ist dabei. Hübsch. Einige der Unterwegsbahnhöfe haben neue,
höhere Bahnsteige bekommen. Der Verkehr wird größtenteils mit Buntlingen abgewickelt, aber auch Erdbeerkörbchen sind
im Einzel- und Doppelpack vertreten. Respektabel viel Güterverkehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Welschen Ennest ist Baustelle: Die Quertragwerke der Fahrleitung werden abgebaut, die neuen Fahrleitungsmasten stehen
genau im Planum eines ehemaligen Gleises, die neuen Bahnsteigkanten werden gerade gebaut. Ich fürchte, hier wird zum
Schluß auch nur noch ein Hp übrig bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Siegen-Weidenau wird pünktlich erreicht, und dann - ja dann, stehen wir sechs Minuten in der Einfahrt nach Siegen
Hbf, während ein kleiner Dieseltriebwagen in Richtung Haiger und ein Doppelpack 426 in Richtung Hagen ausfährt. Ich
rechne jede Sekunde damit, meinen Zug nach Frankfurt ebenfalls ausfahren zu sehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Siegen angekomen, steht der RE nach Frankfurt treppenfrei &amp;#8220;abfahrbereit an Gleis 55&amp;#8221; (so der Ansager),
und ich gehe schnellen Schrittes. Als der Zugbegleiter pfeift, wechsle ich in den Laufschritt und bin wenig amüsiert,
als ich später aus dem Zug sehe, dass noch keine Ausfahrt gestellt ist und mithin der Achtungspfiff reine
Fahrgastverarsche war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem endlich die Ausfahrt gestellt ist, schlüsselt der Zugbegleiter, um festzustellen, dass weit am Ende des
respektabel langen Buntling-Wendezugs (ich schätze sieben oder acht Wagen) eine Tür offen bleibt. Er schlendert
gemütlich am Zug entlang, um die Tür zu schließen. Abfahrt mit +10, und ich habe wegen des unnötigen Sprints einen
dicken Hals.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis Giessen haben wir nur noch +5, die wir bis Frankfurt halten. Mein Anschluß-RE fährt in diesem früheren Takt
nicht auf .15, sondern auf .13, und nicht bahnsteiggleich. Das macht den Umstieg in Frankfurt haariger als erwartet, er
klappt jedoch. Auch der letzte Normalspurzug des Tages ist ein Buntling-Wendezug. Frankfurt wird pünktlich verlassen.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Mannheim-Waldhof halten wir am Hausbahnsteig, und ich laufe die geschätzt 50 Meter zum Bus B (&amp;quot;Fußweg 3
Minuten&amp;quot;), der schon wartend bereit steht. Die Linienführung führt erst einmal vier Minuten lang um den Bahnhof
Waldhof herum, bevor der Weg nach Käfertal abbiegt. An der Haltestelle Käfertal Süd wechsle ich in die Strassenbahn
4, die mich nach Wallstadt bringt.&lt;/p&gt;

 
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    <pubDate>Thu, 04 Aug 2005 07:43:49 +0200</pubDate>
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