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    <title>Zugschlusbeobachtungen (Entries tagged as hamburg)</title>
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    <description>Das persönliche Blog von Marc Haber</description>
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    <pubDate>Wed, 01 Jul 2009 08:56:42 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Zugschlusbeobachtungen - Das persönliche Blog von Marc Haber</title>
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    <title>Busfahrt ohne Fahrgastinfo</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/838-Busfahrt-ohne-Fahrgastinfo.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Nach dem Klick seht Ihr den Text einer Mail, den ich gestern an die PVG geschickt habe.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Sehr geehrte Damen und Herren,
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für meinen letzten Hamburg-Besuch habe ich mir wohl das falsche Wochenende ausgeguckt: Großkampftag beim Linientausch
Berliner Tor, SEV auf der westlichen S1 und Busumleitungen wegen verschiedener Sportveranstaltungen. Grundsätzlich
haben Sie die Arbeit der Fahrgastinformation sehr gut gemacht - bis auf den Fahrer des Busses PI-VG 618 auf dem Metrobus
15, der am Sonntag gegen 13:15 Uhr wohl &amp;#8220;Null Bock auf Fahrgäste&amp;#8221;gehabt hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurz vor der Kreuzung der Bernadottestraße mit dem Hohenzollernring wurde er von der Leitstelle angesprochen und hat
wohl Anweisung bekommen, Umleitung zu fahren. Das hat er auch getan, und zwar ohne Ansagen und auch ohne das
automatische Ansagesystem zu beeinflussen. So wurden auf der ohne Halt durchfahrenen Umleitungsstrecke bis zum Bahnhof
Altona die Haltestellen Fischers Allee, Randstraße (?), Altona Rathaus, Bf. Altona und Gerichtstraße automatisch
angesagt, ohne dass der Fahrer auch nur mit der Wimper gezuckt hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Beim Halt am Bf Altona hat er das System dann so korrigiert, dass ab dort die Ansagen wieder gestimmt haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zusätzlich zur Umleitung in Ottensen verkehrte der Metrobus 15 am Sonntag verkürzt nur bis Schlump. Dies wurde den
Fahrgästen im mit &amp;#8220;15 Alsterchaussee&amp;#8221; geschilderten Fahrzeug durch ein schlichtes &amp;#8220;bitte
aussteigen&amp;#8221; beim Halt am Schlump mitgeteilt. Hier hätte ich mir eine zeitigere Information (frühestens beim Halt
S Sternschanze oder gar schon in Altona) gewünscht, um mein Ziel Alsterchaussee noch über Dammtor und den Bus 109
anfahren zu können. Am Schlump war es für eine derartige Disposition schon zu spät.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich bin mir sicher, dass Sie an Ihr Fahrpersonal klare Anweisungen ausgegeben haben, wie die Fahrgäste bei solchen
Abweichungen vom Fahrplan zu informieren sind. Leider hat &amp;#8220;mein&amp;#8221; Fahrer heute diese Anweisungen heute in
keiner Weise ausgeführt; er hat sich erst individuell um die Beförderungsfälle gekümmert als er sie seines Fahrzeugs
verwiesen hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Derartige Informationsgaus sind mir im HVV bisher nur sehr selten passiert und rege an, den Fahrer zur Teestunde zu
bitten und ihn darauf hinzuweisen, dass er nicht zum Selbstzweck durch die Stadt gurkt.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 29 Jun 2009 16:18:58 +0200</pubDate>
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    <title>Busfahren in Hamburg</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/827-Busfahren-in-Hamburg.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Also, wenn ich Gott wäre, ich würde denjenigen, der 1978 die Straßenbahn aus der Innenstadt nach Niendorf stillgelegt
hat (das war die letzte noch übriggebliebene Strecke), bis in alle Ewigkeiten diese Strecke mit dem Bus fahren lassen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da fahren heute gerammelt volle Doppelgelenkbusse (natürlich als Stehplatzfahrzeug bestuhlt) im Fünfminutentakt, bei
einer Ampelschaltung, die Dank fehlens jeglicher erkennbarer Vorrangschaltung nach jedem Haltestellenhalt nochmal
dreißig Sekunden Zeit verdaddeln lässt bis man endlich weiterfahren kann. Die Reisegeschwindigkeit ist nur wenig mehr
als &amp;#8220;gefühlt zu Fuß schneller&amp;#8221;, und der Komfort absolut unterirdisch.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zurück bin ich dann trotz mehrfachem Umsteigens brav mit dem U2-Stummel gefahren.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 26 May 2009 23:48:37 +0200</pubDate>
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    <title>U-Bahn-Ring und Fußmarsch</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/721-U-Bahn-Ring-und-Fussmarsch.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Dies ist nur ein kleiner Tipp an Leute, die Sonntags spät abends etwas Frust schieben und für eine Stunde einen klaren
Kopf fassen wollen und sich dazu ab Kellinghusenstraße in die U-Bahn setzen wollen: Wenn man nicht mit dem für eine
Weltstadt absolut unwürdig frühen Betriebsschluß kollidieren möchte, sollte man den U-Bahn-Ring im Uhrzeigersinn
befahren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich hab das nicht getan, habe den ersten Zug genommen der kam (und das war die U3 im mathematisch positiven Sinne nach
Berliner Tor) und habe nicht nur beim Linienwechsel in Berliner Tor zehn Minuten verdaddelt, sondern bin auch noch mit
40 Minuten Wartezeit auf den ersten Nachtbus in Barmbek gestrandet und durfte in stockfinsterer Nacht 45 Minuten nach
Eppendorf heim laufen. Und das während mir noch mindestens fünf Züge U3 zwischen Borgweg und Barmbek entgegen kamen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Immerhin hat es nicht geregnet.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Jun 2008 20:43:12 +0200</pubDate>
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<category>hamburg</category>
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    <title>Hamburg lebt weiter</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/445-Hamburg-lebt-weiter.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Es ist immer wieder erstaunlich, dass eine Stadt der Größe Hamburgs auch ohne mich in ständiger Veränderung lebt.
Hier eine kleine Auswahl.

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Meine alte Tanzschule gibt es nicht mehr.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Der UFA-Palast, erst Anfang der 1990er abgerissen und neu gebaut, ist
schon wieder zu und es fehlt eine Seitenwand. Schade, das war für
UFA-Verhältnisse ein gutes Kino.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Da, wo früher die Wrede-Werft war, stehen inzwischen wohl die
teuersten Wohnungen Wedels.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Segel Steffen heißt inzwischen Yachtprofi.de.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Das Wedeler Freibad (in den mittleren 80ern &lt;u&gt;der&lt;/u&gt; Freizeithit) wurde
nach kaum 20 Jahren renoviert.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;An der Osdorfer Landstraße gibt es nun einen Burger King.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Die ersten 472, früher als &amp;#8220;die neue S-Bahn&amp;#8221; bekannt (und als solche fast nie auf der S1 anzutreffen)
stehen abgestellt und ausgeschlachtet in Krupunder.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 18 Sep 2006 09:52:30 +0200</pubDate>
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    <category>hamburg</category>

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    <title>Selbstverladendes Stückgut</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/444-Selbstverladendes-Stueckgut.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wir haben 16.24 Uhr. In Hamburg-Dammtor steht der 25 Minuten verspätete ICE aus München nach Hamburg-Altona. Der
Zugzielanzeiger zeigt diesen korrekt an, es gab auch eine Ansage, dass der RE nach Kiel, planmäßige Abfahrt 16.24 Uhr,
dem ICE folgt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein Ehepaar mit Kind will mitfahren, Männe stellt sich in die schon schließende Tür des ICE, ignoriert die lauten
Ansagen, dass der Zug abgefertigt ist und wartet gemütlich bis sein Weibchen den Kinderwagen an den Zug geschoben hat.
Frau, Mann und Kind sind im ICE, die Tür geht zu (gab zum Glück keine Türstörung) und der Zug fährt aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich gehe jede Wette ein, die drei wollten &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; nach Altona. Und werden nun eine Stunde später an ihrem
eigentlichen Ziel in Schleswig-Holstein ankommen. Nun, wer einen ICE nicht von einem Buntlingzug unterscheiden kann hat
es eigentlich auch nicht anders verdient.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 16 Sep 2006 22:57:51 +0200</pubDate>
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    <title>Danke, Kabel Deutschland</title>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Danke, Kabel Deutschland, dafür, dass arte beim letzten Frequenzlotto im Hamburger Kabelnetz auf Kanal S21 gerutscht
ist. Und dass der Fernseher meiner Mutter bei S20 aufhört. Sie hat bis zur Verschiebung fast ausschließlich arte
geguckt. Ich denke, das machen viele ältere Damen. Überraschend, dass ältere Damen auch oftmals ältere Fernseher
haben, oder?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Jedenfalls bin ich not amused. Ich hatte ihr gerade mühsam beigebracht, mit dem neuen TFT-Fernseher doch noch ein
Jährchen zu warten. Ich fürchte, ich werde mich früher mit der Thematik beschäftigen müssen.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 16 Sep 2006 22:55:33 +0200</pubDate>
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    <category>fernsehen</category>
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    <title>Hamburg 21</title>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=1875&amp;amp;entry_id=153&quot; title=&quot;http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/20/473119.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/20/473119.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; &gt;Hamburger Abendblatt&lt;/a&gt; schreibt, dass die
Deutsche Bahn darüber nachdenkt, den Kopfbahnhof Hamburg-Altona abzureißen und an der &amp;#8220;wenige Kilometer
nördlich gelegenen S-Bahn-Station Diebsteich&amp;#8221; einen neuen Bahnhof zu bauen. Die ganze Aktion soll aus den
Einnahmen für den Verkauf des Geländes finanziert werden.&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Nun, wenn ich mich richtig erinnere, ist neben dem S-Bahnhof Diebsteich der ehemalige Postbahnhof, und das Gelände
bietet sich an für einen Bahnhof. Wie gut ist das Ding auf der Straße erreichbar, soll das &amp;#8220;Hamburg
Parkhaus&amp;#8221; werden?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf den ersten Blick erscheint das sogar sinnvoll: Der Kopfbahnhof ist verhältnismäßig unpraktisch, und außer in
Hamburg endenden und beginnenden Fernzügen und dem Verkehr an die Westküste fährt da schon seit Fertigstellung der
Elektrifizierung der Strecken nach Kiel und Flensburch nix von Bedeutung mehr. Der Bahnhof ist eh nur noch ein Schatten
seiner selbst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tradition interessiert die Bahnmanager ja schon lange nicht mehr, aber die gesamten Elbvororte von den Verbindungen
in den Westen Schleswig-Holsteins abzuhängen, halte ich ja nun nicht für die wirklich gute Idee. Diebsteich liegt an
der S3 und S21 und ist somit für die an der S1 West wohnenden Einwohner nur mit Umsteigen erreichbar. Die Kapazität
der Verbindungsbahn und die mangelnden Abstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof werden die DB auch weiterhin dazu zwingen,
einen nicht zu vernachlässigenden Anteil des Nahverkehrs aus Schleswig-Holstein in &amp;#8220;Altona&amp;#8221; enden zu
lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind die Übereck-Anschlüsse von der S1-West zur S3-West in Altona eigentlich immer noch so mies wie vor 20 Jahren?
Damals fuhr der &amp;#8220;Anschluß&amp;#8221; in aller Regel gerade aus, bevor die eigene S-Bahn zum Halten kam. Dass man auf
dieser Relation wohl immer wird Treppen steigen müssen, wird beim Layout der Gleisanlagen für Altona S-Bahn wohl nicht
vermeidbar sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;NDR Info berichtet obendrein, dass die Bahn schon seit mehreren Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs
Altona sitzt und es nicht los wird. Diese Hintergrundinformation lässt den Wunsch der Bahn nach Finanzierung der
Umbauaktion durch den Verkauf des jetzigen Bahnhofsgeländes dann doch in etwas anderem Licht erscheinen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass das Abendblatt die neue Konstruktion als &amp;#8220;ICE-Bahnhof&amp;#8221; verkauft, obwohl er seine Existenz
größtenteils dem Nahverkehr verdankt, ist sicher auch nur eine Niveaufrage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Treppenwitz ist allerdings, dass Bezirksamtleiter Fock damit zitiert wird, dass als Kompromisslösung darüber
nachgedacht werde, &amp;#8220;eines der beiden Fernbahngleise in Altona zu belassen.&amp;#8221; Herr Politiker, wann haben Sie
diesen Bahnhof zuletzt gesehen? Da gibt es  - selbst in der aktuell gerupften Version - mindestens sechs Bahnsteigkanten
für den Fernverkehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hübsch ist die Aussage, dass man an dem Projekt bis zur Bundestagswahl nicht weiter arbeiten möchte. Die Bahn
lässt verlauten, es sei unklar, ob Chef Mehdorn nach der Bundestagswahl im Amt bleibe. Na, dann, viel Spaß.&lt;/p&gt;

 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 21 Aug 2005 11:09:20 +0200</pubDate>
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    <category>altona</category>
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    <title>Schienenverkehr in Hamburg im Juli 2005</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/120-Schienenverkehr-in-Hamburg-im-Juli-2005.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;S-Bahn- und U-Bahn-Fahrten in Hamburg - Beobachtungen aus der alten Heimat&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Am Samstag morgen ist um 0900 ein Frühstück in Rissen angesagt. Ich stehe also früh auf und erwerbe eine
9-Uhr-Tageskarte für den Großbereich Hamburg, die Samstags schon ab Betriebsbeginn gilt. Die U3 fährt mir an der
Kellinghusenstraße vor der Nase weg, und ich fahre &amp;#8220;meinem&amp;#8221; Zug mit einem modernisierten DT3 bis Borgweg
entgegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#8220;Mein&amp;#8221; Zug der U3 kommt ebenfalls als modernisierter DT3, und ich setze mich mit bequemer Streckensicht
in die zweite Reihe. Ich mag die Hochbahn und genieße die Fahrt bis zu den Landungsbrücken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Landungsbrücken geht es dann die Treppen herunter zur tief unterhalb der U-Bahn verkehrenden S-Bahn. Die S-Bahn hat
derzeit Großkampfphase: Unter der Woche wird im Citytunnel gebaut, die Stammlinien fahren oben herum über die
Verbindungsbahn; im Tunnel wird gependelt: Eine S2 zwischen Altona und Landungsbrücken und eine zweite S2 zwischen
Landungsbrücken und Hbf, alle 20 Minuten. Am Wochenende wird &amp;#8220;nur&amp;#8221; am Hauptbahnhof gebaut; der
Tunnelbahnsteig ist nicht freizügig nutzbar; die Anschlüsse zwischen S1 und S21 gehen verloren; die S31 nach Harburg
Rathaus wird nach Hasselbrook umgeleitet. Das neue Fahrgastinformationssystem zeigt seine Schwächen: Der Hinweis
&amp;#8220;Am Hbf kein direkter Anschluss zur S21&amp;#8221; wird auch für Züge angezeigt, die in ihrem Zuglauf den
Hauptbahnhof längst hinter sich haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich falle in eine weitere Falle: Das neue FIS zeigt Kurzzüge als Piktogramm und nicht als Wort an, und ich stehe
brav an der H-Tafel für den von mir erwartetn Vollzug. Ich fahre mit einer S3 bis Altona und steige dort dann endlich
in die S1 nach Wedel, die auch nur als Kurzzug unterwegs ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Glasscheiben der Führerstandsrückwand der 474 scheinen sich nicht bewährt zu haben; in den meisten Zügen gibt
es Streckensicht nur noch durch die eigentliche Tür. Schade, dass das sichtversperrende Designelement in der Mitte der
Tür so weit heruntergezogen worden ist, da muss man sich verrenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der S1 West hat sich kaum etwas verändert. Die Sv-Signale stehen jetzt bis einschließlich Othmarschen,
Elektromechanik in Klein Flottbek, Hochkamp und Blankenese. Selbst das mechanische Stellwerk im Kreuzungsbahnhöf
Sülldorf gibt es noch. Dabei ist Sülldorf so angelegt, dass aus beiden Richtungen die Züge auf Hp2 in den Bahnhof
einfahren, bei der Ausfahrt aber ein Hp1 sehen. Das finde ich seltsam, weil der in Richtung Wedel fahrende Zug bei der
Ausfahrt relativ eindeutig spürbar einen abzweigenden Weichenstrang befährt.  Vor Rissen geht der Zug in den GWB und
fährt auf dem südlichen Gleis (Form-Zs6 am Sv-Asig). Das scheint hier die übliche Betriebsform zu sein, denn am
nächsten Tag wiederholt sich das Spiel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach einem Frühstück fahre ich weiter nach Wedel. Von Rissen-Ölweiche ist ausser Schotterwüste und etwas vielen
Blocksignalen nicht viel zu sehen. Dann geht es nach einer im abzweigenden Strang befahrenen Weiche eingleisig weiter
bis Wedel. Dort war ich, obwohl ich viele Jahre in Blankenese gelebt habe, erst zwei- oder dreimal und bin wieder mal
überrascht über den großen Bahnhof: Fahrdienstleiterstellwerk, zwei Stumpfgleise am Bahnsteig und eine größere
Abstellanlage, in der man sicher acht Vollzüge unterbringt. Der zweigleisige Abschnitt in Rissen ist ebenso wie
Sülldorf darauf ausgelegt, dass ein Zug auf jeden Fall einmal einen Langsamfahrbegriff (hier mit Sv signalisiert)
sieht, egal welches Gleis er befährt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich nehme den nächsten Zug zurück in die Stadt, der heute einzige 474 mit der kompletten Führerstandsrückwand in
Glas.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Blankenese steige ich aus und möchte etwas durch den Ort meiner Jugend laufen. Leider gießt es gerade wie aus
Eimern, und nach zehn Minuten Wartezeit beschließe ich, dass das Wetter wohl nicht mehr besser wird. Der Blankeneser
Bahnhofsplatz ist ein Trauerspiel: Weit über die Hälfte der Läden steht leer, selbst der Burger King hat zugemacht.
Da will entweder jemand viel zu viel Miete, oder man will das ganze Areal abreißen und umbauen. Auch das Gelände des
ehemaligen Güterbahnhofs, das man eigentlich schon seit 15 Jahren bebauen möchte, liegt nach wie vor brach. Hier
wieder eine Macke des FIS: Auf der Bahnhofsübersicht oben im Gang, auf der die Fahrtziele der nächsten Züge angezeigt
werden, fährt der Zug auf Gleis 1 nach &amp;#8220;Achtung&amp;#8221;. Auf der Anzeige am Bahnsteig steht etwas im Sinne
von&amp;#8220;Achtung Bauarbeiten, Züge fahren von Gleis 2/3&amp;#8221;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der S-Bahn weiter in die Stadt. In Altona steige ich in die S31 um, um nicht durch den dunklen und langweiligen
Tunnel zu müssen. Während der Fahrt über die Verbindungsbahn plane ich die Restfahrt. Zwischen Hauptbahnhof und
Berliner Tor stehen zahlreiche Sh2-Scheiben, es herrscht rege Bauzugtätigkeit. In Berliner Tor steige ich wieder in die
S1 zur Weiterfahrt nach Poppenbüttel. In Berliner Tor gibt es unter der Bahnsteigkante gelbe Blitzlampen. Soll das die
hanseatische Version von &amp;#8220;Mind the Gap&amp;#8221; sein?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwischen Berliner Tor und Landwehr steht rechts neben unserem Gleis ein Vr 0 zeigendes Vorsignal, das aber vermutlich
für den GWB der parallel verlaufenden Strecke nach Lübeck und nicht für die an dieser Stelle komplett
Sv-signalisierte S-Bahn gilt. Für mich ohne Streckenkenntnis ist das verwirrend bis zu dem Zeitpunkt, an dem mein Tf
mit seinem Zug ungerührt am Warnbegriff vorbeikachelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Wendeanlage Hasselbrook wird mit einem Gleis zum Kehren der S31 verwendet; im anderen Gleis steht nochmal ein
Bauzug. In Ohlsdorf lassen wir unseren hinteren Triebwagen stehen und schleichen dank La 10 über die erste Brücke
hinter dem Bahnsteig. Direkt dahinter wird fleissig an der Flughafen-S-Bahn gebaut, die Rampe ist fertig, es liegen
Gleise, die sogar schon an das Richtungsgleis Poppenbüttel-Ohlsdorf angeschlossen sind. Zwischen S-Bahn und Straße
sieht man in einer Grube die Kammer für die Schildvortriebsmaschinen. Dabei sieht es so aus, als existierten die beiden
Streckentunnel nur im Ansatzstutzen, am Tag danach lese ich jedoch in der Zeitung über ein durch die Bauarbeiten
entstandenes Loch im Brombeerweg. Die S1-Nordost habe ich auch höchstens eine Handvoll Fahrten mal benutzt.
Poppenbüttel ist Wedel nicht unähnlich, nur dass hier die Bahnsteiggleise direkt in eine Kehranlage weiterführen, die
anschließende Strecke zweigleisig ist und aus der neben den Bahnsteigen liegenden Kehranlage direkt, und wenn ich den
Signalschirm richtig interpretiere sogar als Zugfahrt auf die Strecke ausgefahren werden kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Rückfahrt wechsle ich in Ohlsdorf in die U1 und fahre zurück an die Kellinghusenstraße.&lt;/p&gt;

Am nächsten Tag geht es nochmal nach Wedel. Die Betriebsführung ist zu diesem Zeitpunkt interessant, denn am heutigen
Sonntag ist Großkampftag in Hamburg: HEW Cyclassics, ein Event mit hoher Publikumsbeteiligung. In der U3 von der
Kellinghusenstraße bis Sternschanze ist das kaum zu bemerken, auf der S-Bahn allerdings eher. Hier ist man wohl gerade
dabei, die Züge mit Gewalt in ihre Umläufe zurückzuschicken: Zwischen Dammtor und Sternschanze steht ein in Richtung
Altona fahrender S21-Vollzug für mindestens fünf Minuten an einem Signal und wartet die in Gegenrichtung fahrende S31
ab. Dann wechselt sie das Gleis und wendet an der Bahnsteigkante Richtung Hauptbahnhof zurück nach Bergedorf, während
auf dem Richtungsgleis nach Holstenstraße bereits der nachfolgende Zug der S21 einfährt. Der dritte Zug im Bunde ist
ein S31-Kurzzug, mit dem ich bis Altona fahre. Der Zug fährt entgegen der üblichen Betriebsführung direkt nach Gleis
2, der Bahnsteigkante für die in Richtung Holstenstraße ausfahrenden Züge, ein. Üblich ist die Einfahrt nach Gleis 3
mit bahnsteiggleichem Anschluss nach Blankenese und Pinneberg, während der Zug von der Verbindungsbahn schliesslich
über die Kehranlage nach Gleis 2 umsetzt.

&lt;p&gt;Ich steige fluchend Treppen und erlebe die Ankunft einer gesteckt vollen S3 aus dem Citytunnel: Der Zug endet hier
und wird ausgesetzt. Weiterfahrt in Richtung Pinneberg in neun Minuten. Aus Gleis 2 ist die S31, mit der ich gerade
angekommen war, schon wieder entschwunden, während auf Gleis 3 die nächste S31 von der Verbindungsbahn einfährt. Die
S1 nach Wedel ist dann wieder im Normalzustand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Rückfahrt geschieht mit der S1 bis Jungfernstieg und von dort mit einem aus 4 Wagen DT4 bestehenden Zug der U1
bis Kellinghusenstraße. Dort steht im Anschluß die U3 bereit, bestehend aus DT3 (modernisiert) 833 und DT3 (nicht
modernisiert) 921. Das finde ich doppelt bemerkenswert, denn ich wusste bisher weder, dass es immer noch nicht
modernisierte DT3 im Fahrgasteinsatz gibt, noch dass modernisierte und nicht modernisierte DT3 zusammen im Zugverband
mit Fahrgästen fahren dürfen. Mir war bisher immer so, als seien diese beiden Varianten nur noch mechanisch
kuppelbar.&lt;/p&gt;

 
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    <pubDate>Mon, 01 Aug 2005 00:25:40 +0200</pubDate>
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    <title>2005-07-28: Mannheim-Erfurt-Göttingen-Hamburg</title>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Reisenotizen einer Bahnfahrt von Mannheim über Erfurt und Göttingen nach Hamburg&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;Mit der Strassenbahn fahre ich von Wallstadt zum Hauptbahnhof. Schön, dass die Mannheimer Wagen immerhin eine
schwach dimensionierte Klimaanlage haben, denn mir läuft der Schweiß in Strömen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ICE-1 Tz 75 kommt als ICE 278 aus Interlaken um 10.21 Uhr in Mannheim Hbf an. Der Zug ist fast vollständig
ausreserviert, die Leute stehen in den Gängen und auf den Plattformen. In Wagen 7 finde ich bequem einen Platz ohne
Nachbarn. Gut, dass die Leute nicht mehr nach Plätzen suchen, sich widerspruchsfrei in ihr Schicksal fügen und stehen
bleiben. Seit wann gibt es schweiztaugliche ICE1 mit Wagen 7? Der Wagen bleibt auch nach dem Fahrgastwechsel mit dem
Korrespondenz-ICE München-Köln angenehm leer. Frankfurt Hbf wird mit +3 erreicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ICE 1559 ist ein einzelner 411 (Tz 1126) mit führender erster Klasse. Am Prellbock hat ein Fotograf seine aufwendige
Blitzanlage aufgebaut und fotografiert den Zug, der nicht gerade in Hochglanz unterwegs ist. Wenn ich normalerweise auf
dieser Linie unterwegs bin, ist es meistens morgens in aller Herrgottsfrühe, und ich bekomme wenigstens einen Platz in
der nach hinten schauenden Lounge zweiter Klasse. Heute jedoch nicht[tm], denn der Zug scheint &lt;u&gt;sehr&lt;/u&gt; voll. Fast
alle Plätze in den ersten Wagen sind reserviert, davon die meisten für Langstreckenreisende Frankfurt-Leipzig oder
Frankfurt-Dresden, also für den gesamten Zuglauf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In die östlichen Dialekte mischt sich ein erheblicher Anteil verschiedener Englisch-Dialekte. In Wagen 24 hören die
Reservierungen fast schlagartig auf, und ich bekomme einen gemütlichen Platz neben zwei australischen Touristinnen. Wie
immer in den Ferien ist der Zug voll mit Familien, und ein Familienvater zeigt, dass es auch möglich ist, ein schlecht
gelauntes Kind so zu besänftigen, dass nicht der ganze Wagen zusammengebrüllt wird: Er nimmt das Kind auf den Arm,
läuft mit ihm durch den Zug, und Ruhe ist. Dass das in einem &lt;u&gt;richtig&lt;/u&gt; vollen Zug nicht geht, steht freilich auf
einem anderen Blatt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Bahnhof Flieden bekommt gerade neue Bahnsteige und ist eine völlige Baustelle. Wenn da überhaupt noch Züge
halten, ist ein- und aussteigen und vor allen Dingen auf einen Zug warten dort sicher derzeit ein besonderes Vergnügen.
Vor Fulda schöne Paralleleinfahrt mit dem ICE München-Würzburg-Berlin, Eisenach pünktlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das vor nicht einmal zehn Jahren gebaute dritte Gleis zwischen Neudietendorf und Erfurt ist schon wieder gesperrt,
weil die Nordseite der Strecke wieder mal Baustelle ist. Bei Erfurt-Bischleben kommt die vorbereitete Trasse der
Neubaustrecke von Norden hinzu, und die Baustelle zieht sich von dort bis Erfurt Hauptbaustelle. Die Nordseite des
Bahnhofs ist komplett gesperrt und Baustelle, der Verkehr hat nur je zwei Stumpfgleise pro Richtung und drei
durchgehende Gleise auf der Südseite zur Verfügung. Die neue Halle ist zur Hälfte fertig und stützt sich auf eine
temporäre Konstruktion, die hoffentlich nach Fertigstellung der &amp;#8220;anderen&amp;#8221; Seite wieder verschwinden kann.
Schöner Kontrast aus modernem Zweckbau und der noch erhaltenen Reichsbahn-Nostalgie mit historischen Bahnsteigdächern
neben der neuen Hallenkonstruktion, gasgefeuerte Sh0 neben Ks-Signalen, und natürlich der Pumpen-Prellbock zur
einfachen Gewinnung von Luftdruck. Schade, dass das alles der Abrissbirne zum Opfer fallen wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/prellbock.jpg&quot;&gt;&lt;img width=&quot;640&quot; height=&quot;480&quot; style=&quot;border: 0px none ; float: right; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/prellbock.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;
Pumpen-Prellbock in Erfurt Hbf. Die Diskussion im Usenet geht darum, ob das Ding wirklich zur Gewinnung von Druckluft
dient, oder ob es nur eine druckbasierte Feder zum Abbau von Aufprallenergie ist. Allerdings scheinen mir die Stempel
der Zylinder zu fragil dafür, dass sie einen draufkachelnden Zug aufhalten könnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Erfurter Straßenbahnbetrieb fährt eine Mischung aus Combinos (es sind doch Combinos, oder?) in fünf- und
dreiteiliger Version (leider nicht klimatisiert, heute wäre es nötig gewesen), einem älteren Niederflurtyp aus den
geschätzt frühen 90ern und Tatra-Kurzgelenkwagen (KT4D?). So hat man genug zu sehen. Am Domplatz steige ich in einen
ebenfalls brütend heißen Gelenkneoplan um.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach knapp drei Stunden in Erfurt geht die Reise mit dem RE weiter nach Göttingen. Schiere Menschenmassen warten auf
den aus dreimal 612 gebildeten Zug, der glücklicherweise nicht so weit am Bahnsteig vorfährt wie die Fahrgäste es
erwartet hatten. Somit ist der Füllgrad im hintersten Triebwagen, der ab Gotha das führende Fahrzeug sein wird,
durchaus entspannt. Leider läuft die erste Klasse am Zugschluss, so dass ich keine Streckensicht haben werde. Schade.
Im Zug ist es zwar nicht so drückend wie draussen, aber immer noch *warm*.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zugführerin gibt sich gnädig und akzeptiert meine auf &amp;#8220;Mannheim -&amp;gt; Hamburg+City via
(ICE:MA*F*FD*EF)*(GTH/NDH)*Eichenberg*(HB/UE)&amp;#8221; lautende Fahrkarte, und in mir kommt schon wieder die Wut hoch. Da
bezahlt man ganz regulär einen Umweg, und muss sich vom Zugpersonal eine Predigt anhören, die das Umfeld im Zug
glauben lässt, man würde grau oder ganz gar schwarz fahren. **grrrrr**&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mühlhausen ist ein großer Bahnhof, durch ESTW-Bau optimiert. Aber es sind mehr als zwei Gleise übrig geblieben.
Interessant finde ich hier den Schotterzwerg mit dranmontiertem So1 (?). Die weitere Fahrt bis Göttingen verläuft ohne
besondere Vorkommnisse durch wunderschöne Landschaft an einem strahlenden Sommertag. Nach dem Aussteigen in Göttingen
fühle ich mich erschlagen, denn draussen ist es immer noch entsetzlich warm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während zwei Stunden Aufenthalts in Göttingen verschlechtert sich das Wetter. Am Horizont sieht man es bereits
blitzen und es fallen die ersten Regentropfen, als IC2276 mit knapp +4 einfährt. Der Zug ist gähnend leer und ich
finde einen gemütlichen Steckdosenplatz in einem angenehm gekühlten Bpmz. Der Zugbegleiter rennt im Eiltempo, dreimal
&amp;#8220;noch jemand zugestiegen&amp;#8221; murmelnd an mir vorbei und lässt sich auch durch die hochgehaltene Fahrkarte und
ein deutliches &amp;#8220;Ja, hier&amp;#8221; nicht bremsen. Ich stecke die Fahrkarte ohne Zangenabdruck wieder weg. Wer nicht
will der hat schon.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Inzwischen blitzt es im Westen weiter, und es beginnen Regentropfen an die Scheibe zu prasseln. Freilich ist&amp;#8217;s
inzwischen draußen stockdunkel und man sieht eh nicht mehr viel. Hannover wird mit +5 erreicht. Dort steigt eine
größere Menge neuer Fahrgäste zu; ich bekomme aus den Unterhaltungen mit, dass das größtenteils Fahrgäste aus dem
Rheinland mit Ziel Hamburg sind. Im Rheinland muss es wohl gewaltig geknallt haben; teilweise haben die Leute zwei
Stunden in Düsseldorf gestanden. Der Zub erklärt bei der Kontrolle, es gäbe keine Gutscheine, weil Unwetter kein
Bahnverschulden. Wieviel Geld hat Frau Künasts Kundencharta der Bahn heute wieder gespart?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Celle überholt
uns, noch bevor wir am Bahnsteig zum Halt kommen, der ICE, der in Hannover neben uns gestanden hat. Die Fahrgäste
laufen angesichts des überholenden Zugs Amok, denn man hat ihnen wohl am Bahnsteig gesagt, der ICE würde bis Hamburg
hinter unserem IC bleiben, um sie zur Fahrt mit dem IC zu bewegen. Weiterfahrt mit +10.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die +10 halten wir bis Hamburg-Dammtor, ich erreiche den Bus bequem und ohne eine Viertelstunde herumzustehen. Ein
reisereicher Tag geht zuende.&lt;/p&gt;

 
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    <pubDate>Fri, 29 Jul 2005 00:19:48 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
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