Und da wir mit Pelle noch nicht genug Ärger haben, entwickelt Paulchen ein Blasenleiden: Nach seiner Blasenentzündung
von letzter Woche pinkelt er immer noch überall hin wo er nicht soll. Der Tierarzt hat aufgrund einer Urinprobe ein
Urinsediment erstellt, und das Ergebnis lautet, dass sein Urin voller Struvitkristalle ist. Das tut beim Wasserlassen
weh und ist auf die Dauer auch nicht gut für den Harntrakt.
Wir haben uns inzwischen selbst Urinteststreifen gekauft und können nun selbst ermitteln, ob er Leukozyten, Proteine
und vor allen Dingen Blut im Urin hat, und auch den pH-Wert können wir nun selbst bestimmen.
Paul bekommt deswegen jetzt anstatt seines normalen Royal Canin Urinary (das er wegen seiner schwachen Blase sowieso
bekommt) das Hills Precription Diet s/d, was den Urin weiter ansäuern soll: Struvit bildet sich bevorzugt in
alkalischer Umgebung. Zusätzlich bekommt er ekelhaft stinkende Tabletten, die die Blasenwand stärken sollen, und wir
haben das Vergnügen, diese Tabletten in ihn hinein zu bekommen. Mift.
Der pH-Wert des Urins hat sich auch schon gebessert und nähert sich dem Sollwert (zwischen 6 und 6,5) immer weiter an
- jedenfalls so weit die Meßtoleranz unserer Streifen das unter Berücksichtigung der geringen zur Verfügung stehenden
Urinmenge das zu beurteilen erlaubt. Jetzt hoffen wir nur, dass es Paulchen recht bald besser geht, und dass sein Magen
die ausschlißliche Fütterung mit s/d mitmacht: Normalerweise wechselt er nämlich zwischen Blasenentzündung (Diät:
Urinary und s/d) und Kotzerei (Diät: “Sensitive Stomach”) hin und her.
Und da das s/d für gesunde Katzen nicht wirklich zu empfehlen ist, müssen wir jetzt wirklich aufpassen, dass keine
Katze Futter frißt, das nicht für sie gedacht ist.
Als willkommenen Nebeneffekt können unsere Teststreifen auch Ketone im Urin messen, und der Befund auf Pelles Urin ist
negativ. Das ist ja schonmal positiv.
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