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Sandra und ich haben je einen Genion-L-Vertrag von Talkline. Den haben wir, weil der Ebay-Händler für den
Vertragsabschluß so viel Provision ausgeschüttet hat, dass davon die Grundgebühr für die 24 Monate bezahlt war. Das
war zu der Zeit, als Talkline gerade dabei war, sich für die anstehende Verheiratung mit Mobildebiltel anzuhübschen.
Selbstverständlich haben wir innerhalb weniger Tage nach Erhalt der SIM-Karten die fristgerechte Kündigung für das
Ende der zweijährigen Laufzeit ausgesprochen.
Was diese Vorgeschichte mit mengenweise Ping-Anrufen von einer 01805-Rufnummer zu tun hat, erzähle ich im Rest dieses
Artikels.
Als ich gestern aus dem Kino rauskam, sah ich, dass mein Samsung-Mobiltelefon während des Films von einer
Bluetooth-Gegenstelle, die den Namen des Kinos trägt, ein Objekt zum Austausch angeboten bekommen hatte. Das E90 hat
nichts bekommen, obwohl beide Telefone identisch konfiguriert sind: Bluetooth an, Telefon nicht sichtbar.
Ich habe das Objekt natürlich nicht angenommen.
Andererseits frage ich mich: Was schickt das Kino einem da? Einen “stummen” Klingelton? Oder die Bitte,
doch bitte das Telefon komplett abzuschalten? Oder ist das nur ein anderer Gast, der sich als das Kino ausgegeben hat,
um die Mobiltelefone anderer Gäste anzugrifen? Nee, das glaub ich eher nicht, das war kein Film in dem ein besonders
großer Anteil bluetoothfähiger Mobiltelefone zu erwarten gewesen wäre.
Kann einer meiner Leser Licht in diese Sache bringen oder muss ich nächstes Mal ein “Opfertelefon” mit
dabei haben?
Seit wann prangt eigentlich in der Lounge vom ICE 3 ein dick durchgestrichenes Handysymbol?
Viag Interkom Genion war bei seiner Markteinführung 1999 eine Sensation, die von findigen Produktmanagern unter
Ausnutzung obskurer Nebensätze im GSM-Standard in ein benutzbares Produkt gegossen wurde. Mich hat das immer schon
gereizt, und ich habe mir nun vor ein paar Tagen endlich mal eine Test-SIM bei Ebay geschossen.
Der Deal sieht so aus, dass ich EUR 1,49 an den (windigen) Ebay-Händler und an O2 25 Euro Bereitstellungspreis
bezahle. Um die 25 Euro kommt man nirgends herum; O2 entblödet sich nichtmal, das Ding Bereitstellungspreis zu nennen,
während es bei allen anderen Produkten Anschlußpreis heißt, damit man Aktionen wie “nur bei Auftrag bis (jetzt
plus 14 Tage) verzichten wir auf den Anschlußpreis” fahren kann und von neuen Genion-S-Kunden trotzdem die 25
Euro für die Einrichtung der Festnetzrufnummer verlangen kann.
Um das wieder aufzuwiegen, hat mein Ebay-Händler zugesagt, mir nach Bezahlung der zweiten O2-Rechnung EUR 35,00 auf
mein Konto zurückzuüberweisen. Wir werden sehen, ob er diese Zusage einhält.
“Mein” Tarif Genion S hat keine Grundgebühr und keinen Mindestumsatz, aber dafür außerhalb der Homezone
nicht mehr so ganz zeitgemäße Tarife - das kann jeder Discounter besser. Aber in diesem Artikel soll es um die Technik
gehen, nicht ums Kaufmännische.
Liebe Firma Klarmobil - Kunden am Wochenende anzurufen, um sich dafür zu bedanken, dass man schon so lange Kunde ist,
ist ein guter Weg, um sicherzustellen, dass die Kunden nicht mehr lange Kunden bleiben.
Insbesondere dann, wenn sich der Kunde Ganz Sicher[tm] ist, dass er bei der Bestellung der SIM den entsprechenden Haken
nicht gesetzt hat, ist es ungeschickt, am Telefon zu behaupten, dass der Haken gesetzt war.
Außerdem finde ich es frech, dass der Kunde, um sein unterstelltes Einverständnis ausdrücklich zu widerrufen, dies
nicht in seinen Stammdaten der Webapplikation tun kann, sondern dafür eine Mail über das Kontaktformular schreiben
muss.
Bei Congstar gibt es jetzt die SIM geschenkt. Und auf einer ganz versteckten Seite des Support-Dienstleisters gibt es
die SIM geschenkt mit 10 Euro Startguthaben. Da hat’s wohl einer nötig.
Allerdings muss man für die 10 Euro Startguthaben der folgenden Klausel zustimmen:
Ich bin damit einverstanden, dass meine Vertrags-/Bestandsdaten zur Kundenberatung, Werbung und
Marktforschung verwendet werden und möchte künftig über Angebote und Services von congstar auch per
eMail, SMS oder MMS und von xxx als Supportdienstleister persönlich informiert und beraten werden. Ihre
Vertrags-/Bestandsdaten sind die zur gegenseitigen Vertragserfüllung (Vertragsabschluss, -Änderung, -beendigung,
Abrechnung von Entgelten) erforderlichen und freiwillig angegebenen Daten.
Das find ich ja schon angemessen frech.
O2s neue Billigmarke Fonic und Tchibos Prepaid-Flatrate haben den Lowcost-Mobilfunkmarkt in Deutschland
wieder mal in Bewegung gebracht.
Während die Discounter in den “großen” Netzen T-Mobile und Vodafone noch weitgehend versuchen, die
Preisbewegung durch Aussitzen zu lösen, gerieten die E-Plus-Discounter, allen voran Simyo (“wo einfach einfach einfach ist”) und Blau unter Druck.
Leider geriet bei diesen beiden Anbietern bei der Einführung der neuen Tarife der Einfachheitsgrundsatz unter die
Räder der Marketingmaschine. Beide Anbieter haben inzwischen einen “alten” (15 Cent/Minute) und einen
“neuen” (9.9 Cent/Minute) Minutentarif, die sich subtil in der Ausstattung (Minutenpreis, Community-Option
etc) unterscheiden, und einen Festnetz-Flattarif (15 Euro/Monat), in dem man bei Blau (wohl aber bei Simyo) nicht einmal
kostenlos zu anderen Blau-Kunden telefonieren darf. Neukunden bekommen die neue SIM “geschenkt” (gegen
Startguthaben in Höhe des Einstandspreises, 10 Euro bei Simyo, 20 Euro bei Blau), während Altkunden gemolken werden:
Der Wechsel in den “neuen” Minutentarif trägt bei beiden Anbietern ein Preisschild von 5 Euro.
Völlig unklar bleibt bei Simyo die Möglichkeit des Wechsels zwischen den Tarifen: Ich hoffe, dass es dort die
Möglichkeit gibt, zwischen einem Minutentarif (gehen wir mal vom “neuen” aus) und dem Flattarif zu
wechseln, ohne durch brennende Reifen springen oder gar Guthaben dafür investieren zu müssen. Klar, dass Gespräche in
andere Mobilfunknetze für Flatratenutzer teurer sind als für die Nutzer des neuen Minutentarifs.
Blau hat sich eine zusätzliche Schikane ausgedacht: Die Flatrate lässt sich nur zum “alten” Minutentarif
hinzubuchen; Nutzer des “neuen” Minutentarifs gucken in die Röhre. Wie das auf die Dauer haltbar sein wird,
weiß ich nicht. Anfrage beim Blau-Serviceteam läuft.
Zusammengefasst: Tchibo und Fonic haben den bisherigen Preistreiber E-Plus von seiner klassischen Rolle des Aktiven in
die Rolle des Reaktiven gedrückt; mit den neuen Tarifen haben Simyo und Blau den beiden Konkurrenten gleichgezogen.
Allerdings: Einfacher ist die Geschichte damit nicht geworden, und den Rundum-Glücklich-Tarif mit maximaler
Flexibilität gibt es damit immer noch nicht. Wenn das so weiter geht, werde ich sicher nicht der einzige Nutzer
bleiben, der mit zwei Telefonen herumläuft. Und wie ich Sandras auslaufenden Uralt-Base ersetze, weiß ich immer noch
nicht.
Ich habe jetzt schon ein paarmal erlebt, dass mein Mobiltelefon warm und trocken in der Wohnung liegt, genug Akku hat,
ins GSM-Netz eingebucht ist (fünf Balken Feldstärkenanzeige und Betreibername im Display), und Anrufer trotzdem direkt
auf der Mailbox landen.
Sobald man dann das Telefon einmal selbst benutzt (was naturgemäß daheim eher selten vorkommt), rauschen dann die
ganzen Mailbox-SMS rein als wäre nichts gewesen.
Woran kann so ein Fehler liegen? Ist das eine Macke des Mobiltelefons (eines betagten Nokia 6310i), des Netzbetreibers
(T-Mobile D) oder des Serviceproviders (klarmobil)? Gibt es einen zuverlässig wirkenden workaround?
Auf jeden Fall, liebe Kollegen, die heute versucht haben mich zu erreichen: Ich hab den ganzen Tag (bis auf den Tierarzttermin) konzentriert gearbeitet und wäre per Mail oder Messenger erreichbar gewesen. Für die
Fehlfunktion meines elektronischen Würgehalsbands bitte ich um Entschuldigung.
Ich habe heute meinen langjährigen T-Mobile-Mobilfunkvertrag gekündigt. Das, was der Marktführer anzubieten hat, ist
(Bestandstarif) keineswegs mehr zeitgemäß und (aktuelle Neutarife) für mein mobiles Kommunikationsverhalten
unpassend.
Für die Telefonie bin ich schon vor ein paar Wochen auf eine SIM von Klarmobil umgestiegen, für den Datendienst
verwende ich die schon vor einem Jahr zu mir gehörende SIM von Simyo.
Um den Umstieg von T-Mobile zu Klarmobil offiziell zu machen, habe ich das Angebot von klarmobil genutzt,
“Visitenkarten”-SMS zu verschicken. Dabei gibt man auf der Webseite von klarmobil eine Liste von Rufnummern
an, an die dann eine SMS mit dem Inhalt “Hallo, ab sofort bin ich unter neuer Rufnummer +49151581xxxxx
erreichbar.Viele Grüße Marc Haber.Jetzt klarcard bestellen unter www.klarmobil.de” erhalten.
Diese SMS kommt aus demselben System, das mein Mobilfunkanbieter für den Versand seiner Nutz-SMS verwendet, und es
gelten die Datenschutzbestimmungen aus den “normalen” AGB, die eine ganz sinnvolle Datenschutzklausel
enthalten. Der Nutzung meiner Kommunikationsdaten für Werbe- und Marktforschungszwecke habe ich beim Kauf der SIM
widersprochen, und ich interpretiere das in Abwesenheit einer genaueren Erklärung so, dass das auch für die über das
Webinterface ausgelösten SMS gilt.
Das sieht für mich wie ein sehr sinnvolles und weitgehend gefahrloses Angebot aus. Einziger technischer Haken ist,
dass als Absender der SMS klarmobil und nicht meine neue Rufnummer angegeben ist. Man muss also die neue Nummer für den
Telefonbucheintrag aus dem Text rausfieseln (dafür hat allerdings selbst mein schimmliges Nokia 6310 eine Funktion) und
kann nicht einfach den Absender speichern.
Einen sozialen Haken hat es allerdings: Ich durfte in den ersten 30 Minuten nach dem Versenden der Nachrichten bestimmt
fünf Leuten erklären, dass die SMS wirklich von mir kommt, und dass ich mich vorher schlaugelesen hatte, was mit den
eingegebenen Rufnummern geschieht.
Deswegen hier nochmal zum Mitmeisseln: Die SMS kam von mir. Versendet über das produktive System meines
Mobilfunkanbieters. An ausgewählte Nummern meines Telefonbuchs. Der Anbieter hat von den Rufnummern nicht mehr Kenntnis
erhalten als er erhalten hätte, wenn ich Euch über das Telefon eine persönliche SMS geschickt hätte.
Oder habe ich etwas übersehen und muss wirklich zu Kreuze kriechen? Wenn ich nichts übersehen habe, möchte ich
denen, die mir mehr oder weniger böse Mails oder andere Dinge geschickt haben, zurufen, dass sie bitte in Zukunft
zuerst nachdenken und dann erst schiessen mögen.
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