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    <title>Zugschlusbeobachtungen</title>
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    <description>Das persönliche Blog von Marc Haber</description>
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    <pubDate>Thu, 16 May 2013 07:30:58 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Zugschlusbeobachtungen - Das persönliche Blog von Marc Haber</title>
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    <title>Von Mannheim zu den Sternen - Professor Heinz Haber wird 100</title>
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            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Wie Ihr vielleicht wisst, war &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9IZWluel9IYWJlcg==&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Haber&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zur Wikipedia&quot;&gt;Professor
Heinz Haber&lt;/a&gt;, der in den 1960ern, 1970er, und 1980ern im Deutschen Fernsehen zum Thema Wissenschaft sehr präsent war
und der sogar ein paar Bestseller geschrieben hat, mein Vater.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am 15. Mai 1913 geboren, wäre er heute einhundert Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es im &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2466&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.planetarium-mannheim.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum Planetarium Mannheim&quot;&gt;Planetarium Mannheim&lt;/a&gt; eine kleine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2467&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.planetarium-mannheim.de/programme/sonderveranstaltungen/austellung-haber.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer Link zum
Planetarium Mannheim&quot;&gt;Ausstellung&lt;/a&gt; mit Gegenständen aus seinem Nachlass. Diese Ausstellung wurde gestern festlich im
Beisein von Bürgermeister Grötsch, dem Chefredaktur von bild der wissenschaft, Wolfgang Hess, und etlichen meiner
Verwandten, festlich eröffnet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Heute abend ist im &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rZmctbWFubmhlaW0uZGUv&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfg-mannheim.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer Link zum KFG&quot;&gt;Karl-Friedrich-Gymnasium
Mannheim,&lt;/a&gt; wo mein Vater sein Abitur gemacht hat, ebenfalls eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2468&amp;amp;entry_id=971&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kfg-mannheim.de/index.php?id=561&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;externer link zum KFG&quot;&gt;Veranstaltung&lt;/a&gt; zum Gedenken an
meinen Vater.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Während meine Schwester Cathleen heute abend im KFG ein paar private Worte sagen wird, hatte ich gestern abend die
Ehre, im Kuppelsaal des Mannheimer Planetariums ein paar Geschichten über meinen Vater erzählen zu dürfen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wer sich dafür interessiert, was ich gestern gesagt habe, darf auf &amp;#8220;Weiter&amp;#8221; klicken und mein Manuskript
lesen. Ich habe mich während der Veranstaltung ein bisschen kürzer gefasst als geplant, aber hier veröffentliche ich
das, was ich sagen wollte.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,&lt;br /&gt;
sehr geehrter Herr Dr. Theis,&lt;br /&gt;
liebe Mannheimer,&lt;br /&gt;
liebe Familie,&lt;br /&gt;
liebe Freunde,&lt;br /&gt;
liebe Frau Umland, liebe Frau Langer, lieber Herr Gross,&lt;br /&gt;
meine Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Professor Heinz Haber wird hundert. Das ist ja nun an sich gar nicht so bemerkenswert, hätte er selbst gesagt, denn die
Zeit läuft weiter, ob wir wollen oder nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bemerkenswert ist allerdings, dass wir uns hier im Planetarium in Mannheim zusammengefunden haben, um Heinz Habers
hundertsten Geburtstag gemeinsam zu feiern und uns an einen herausragenden Wissenschaftler, Autor, Visionär,
Fernsehmacher, einen liebevollen Ehemann, Onkel und nicht zuletzt einen tollen Vater zu erinnern.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mein Name ist Marc Haber, Heinz Haber war mein Vater, und ich war in den 1970ern und 1980ern vermutlich das einzige Kind
und der einzige Jugendliche mit Aufenthalt nördlich der Elbe, der wusste, dass Mannheim gerne ein neues Planetarium
haben möchte. Meine Aufgabe ist es heute, ein paar Geschichten aus dem Leben meines Vaters persönlich anzureichern und
zu erzählen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Liebe Frau Umland, Ihr Vortrag vorletzte Woche an der Abendakademie hat mir sehr geholfen, den meinigen heute Abend mit
Inhalten zu füllen. Welcher Sohn hat schon den Luxus, sich zwei Stunden lang einen wissenschaftlich erarbeiteten
Vortrag über das Leben des eigenen Vaters anhören zu dürfen! Was ich Ihnen heute mitgebracht habe, kommt aus meiner
Erinnerung und ist damit nicht wissenschaftlich nachweisbar. Dafür bitte ich um Entschuldigung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wie Sie alle sicher wissen, hat Heinz Haber die theoretischen Grundlagen für den Parabelflug ausgearbeitet, der heute
dazu benutzt wird, um Astronauten für die Arbeit in der Schwerelosigkeit auszubilden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es gab in der ersten Zeit genau einen Piloten, der in der Lage war, die Parabel genau genug zu fliegen, damit die
Schwerelosigkeit in der Kabine gelingt. Mir wurde erzählt, dass dieser Pilot eine im Cockpit in die Luft gehaltene und
losgelassene Zigarettenschachtel als Hilfsmittel benutzte: Bleibt sie an derselben Stelle in der Luft, ist der Flug
gut.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um mehr Parabeln fliegen zu können, hat mein Vater seinen Bruder Fritz in die USA hinterher geholt. Er schickte also
ein vage gehaltenes Telegramm nach Deutschland und bat seinen Bruder, in die USA zu kommen, was dieser   vc dann auch
tat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Flughafen angekommen, war der erste Satz, den Fritz zu Heinz sprach: „Du möchtest also eine Parabel fliegen.“
Die zwei wussen sehr gut, wie man miteinander kommuniziert, ohne wirklich zu sprechen, und Fritz baute dann ein
Instrument, das auch weniger talentierten Piloten anzeigen konnte, in welche Richtung der Flug korrigiert werden muss,
damit die Parabel passt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
1995 kam dann der Film „Apollo 13“ mit Tom Hanks und Gary Sinise in die Kinos. Die in der Raumkapsel spielenden
Szenen wurden in Zwei-Minuten-Häppchen während Parabelflügen gedreht. Und Sie können mir glauben, als ich aus dem
Kino heraus kam, war ich glatt noch einmal fünf Zentimeter größer. Wer kann schon von sich behaupten, der eigene
Vater hätte mit seiner wissenschaftlichen Arbeit einen Hollywood-Blockbuster unterstützt?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch in den 1980ern, als sich die amerikanische bemannte Raumfahrt vom Prinzip „Handgranate – Anzünden,
Wegwerfen“ verabschiedete und mit dem Space Shuttle kurz davor stand, einen Linienverkehr in den Weltraum aufnehmen zu
können, habe ich viel von ihm gelernt. Und ich weiß auch noch, wie niedergeschlagen er war, als die bemannte Raumfahrt
mit dem Challenger-Unglück 1986 einen herben Rückschlag erlitt. Leider hat man dann versäumt, das großartige Konzept
des wiederverwendbaren Raumfahrzeugs weiter zu verfolgen, die Space Shuttles stehen nach dem Ende ihrer wirtschaftlichen
Nutzbarkeit im Museum und wir schießen unsere Astronauten wieder mit Raketen in den Weltraum.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mein Vater hat mich immer sehr in seine Arbeit einbezogen. Als Teenager sollte ich einmal für Filmaufnahmen das
berühmte Mausefallen-Experiment nachbauen, und  ich war arg frustriert, als die Kettenreaktion immer wieder vorzeitig
„losging“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um mich zu trösten, hat mein Vater mir von den Original-Filmaufnahmen für das erste Mausefallen-Experiment erzählt,
wo es die Bühnenarbeiter von Walt Disney auch nicht hinbekommen haben, das Experiment so stabil aufzubauen, dass es
erst dann „explodiert“ wenn die Kamera läuft. Nachdem der Aufbau das dritte Mal schief gelaufen war, wollte mein
Vater selbst aufbauen, was ihm die Bühnenarbeiter verboten haben. Nur Mitglieder der Labor Union der Bühnenarbeiter
dürfen diese Arbeit machen – worauf Walt Disney persönlich ihn kurzerhand für einen Monat zum „unionized
worker“ für Bühnenarbeit berufen hat. Der Aufbau und die Aufnahme gelang danach.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Er war immer ganz vorne dabei, wenn es darum ging, sein Vertrauen in die nachfolgenden Geneationen zu äußern und zu
leben. Kinder, so sagte er immer, lernen am besten aus eigenen Fehlern. Es ist nicht die Aufgabe der Erwachsenen, diese
Fehler zu verhindern, sondern den Kindern zu ermöglichen, diese Fehler zu machen – und zwar möglichst ohne dass
jemand wirklich zu Schaden kommt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Leider haben wir dieses Vertrauen nicht immer verdient. Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass er gerne darüber
gewettert hat, dass wir unseren Namen „homo sapiens“ gar nicht verdient hätten. Wir sollten uns besser „homo
belicosus“ nennen – der Kriegführende Mensch. Schade eigentlich, dass wir das nicht besser in den Griff bekommen
haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine weitere Äußerung, die ich von ihm in Erinnerung habe ist „Die wahre Weisheit eines Menschen sieht man daran,
wie häufig er die Worte &amp;#8216;das weiß ich nicht&amp;#8217; verwendet“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In den 1970ern und 1980ern waren ihm einige Dinge besonders wichtig, und ich würde mich heute gerne mit ihm über diese
Themen unterhalten können. Da das aber nun mal nicht mehr geht, muss ich mir heute die Fragen selbst stellen, was er
über diese Themen heute sagen würde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich würde mich zum Beispiel sehr dafür interessieren, was er heute über die Nutzung der Kernenergie zur
Stromerzeugung sagen würde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die friedliche Nutzung der Kernenergie hat uns in den letzten fünfzig Jahren sehr geholfen, und uns große
Herausforderungen für die nächsten fünfzigtausend Jahre beschert. Ich bin mir nicht sicher, ob es das wert gewesen
ist. Die Fusionskonstante, nach dem die wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion in 30 bis 40 Jahren möglich sein wird,
wurde 1980 genau so postuliert wie heute – und wir wissen heute, dass Fusionskraftwerke  uns genau so schwer zu
entsorgende Abfälle bescheren werden wie die auf der Kernspaltung basierende heutige Technik.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Seine Wanderpredigt „Eiskeller oder Treibhaus – Zerstören wir unser Weltklima“ könnte er heute nicht mehr
halten. Diese Fragen sind längst beantwortet. Heinz Haber hat in seiner „Wanderpredigt“ gerne ein Dia gezeigt, wo
auf der einen Seite des Kölner Doms ein Gletscher, und auf der anderen Seite des Kölner Doms ein Palmengarten zu sehen
ist. Dass sich die Menschheit für das Treibhaus entschieden hat, wissen wir inzwischen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um das allergrößte Problem, die von ihm als „Zeitbombe Mensch“ bezeichnete Überbevölkerung des Planeten, ist es
in den Medien arg ruhig geworden. Ich fürchte, das Problem besteht für uns zwar immer noch, wir haben uns aber
inzwischen andere Probleme eingefangen, die unsere Existenz auf diesem Planeten mehr gefährden als unsere eigene
Fortpflanzung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, mein Vater hat tatsächlich einen anschaulichen Vergleich verwendet, um die Länge
der Erdgeschichte vom Urknall bis heute zu erklären. Er hat diese Zeit mit einem Jahr verglichen, und in dieser Skala
spielt sich das, was wir so „Geschichte“ nennen, in den letzten 30 Sekunden der Silvesternacht ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine große deutsche Zeitung titelte nach einem Vortrag meines Vaters in Folge „Der Mensch – ein
Silvesterscherz“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Meine Damen und Herren, würde Heinz Haber heute noch leben, hätte er sich vermutlich unvorbereitet hier ans Pult
gestellt und Ihnen eine originelle, persönliche und lustige Festrede abgeliefert – und das vermutlich in Mannemer
Mundart und garantiert ohne Manuskript. In diesem Sinne muss ich Sie um Entschuldigung bitten, dass ich ihn heute nicht
so vertreten kann, wie ich es gerne getan hätte. Aber ich bin mir sicher, dass mein Vater stolz wie Oskar wäre, wenn
er wüsste, dass sein Sohn einmal im Kuppelsaal des Planetariums hier in Mannheim stehen würde und Sie alle zuhören.
Lieber Dad, tut mir leid, aber ohne Manuskript könnte ich das hier heute nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als Träger des Bloomaulordens hat mein Vater schon 1972 nachgewiesen, die Mannemer Mundart zu beherrschen. Später hat
er sich in der Gesellschaft zur Pflege vun de Mannemer Sprooch engagiert, in deren Dunstkreis schließlich der Verein
Freunde des Mannheimer Planetariums entstand.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als Hamburger Jung und Sohn eines Astrophysikers war der Besuch im Planetarium für mich etwas ganz normales. Und
trotzdem hat es mich immer beeindruckt, wenn in der großen Kuppel das Licht ausgeht und der Sternenhimmel sichtbar
wird. Als ich vor ein paar Monaten nach fast zwanzig Jahren Abstinenz das erste Mal wieder im Planetarium war, war das
Gefühl von damals sofort zurück. Aber auch die Erinnerungen kamen dazu, und ich muss zugeben, dass es kaum einen Ort
gibt, an dem ich mich so mit meinem Vater verbunden fühle wie im Planetarium – sei es nun Mannheim oder Hamburg.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für mich als Jugendlichen war das Mannheimer Planetarium etwas besonderes: Es war weit weg, ich habe es nur eine
Handvoll Male besucht. Es hatte im Gegensatz zum Hamburger Planetarium, das nur das „olle“ Modell IV als Projektor
hatte, das nagelneue, topmoderne, automatisierbare Modell VI, das obendrein zum Beginn des Vortrags nicht sichtbar war
sondern mit Lichteffekten und Musik geheimnisvoll aus dem Schacht auftauchte – genauso wie es das heutige Universarium
auch tut.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viele Menschen sagen, das Mannheimer Planetarium wäre ohne Heinz Habers Initiative nie gebaut worden. Ich kann mir
nicht anmaßen zu beurteilen ob das wirklch so ist. Ich habe allerdings mitbekommen, wie rührig mein Vater sich auch
aus der großen Entfernung  um das Planetarium Mannheim gekümmert hat. Ein Krug voller Pfennigstücke, in denen sein
Honorar als Kurator des Mannheimer Planetariums jährlich ausgezahlt wurde, steht – wie ich vorhin gelernt habe -
heute nicht bei meiner Mutter im Wohnzimmer, sondern hier draußen in der Ausstellung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auf seinem Schreibtisch stand das Modell des Projektors Modell VI – heute hier in der Ausstellung - , auf dem
Fensterbrett seines Arbeitszimmers stand stets ein Modell der ursprünglichen Planung des Planetariums am alten Standort
im Luisenpark, mit Fucaultpendel und Saturnringen – heute nicht in der Ausstellung -, in seinem Schreibtisch lag
Briefpapier vom Freundeskreis, und fast jede Geschäftsreise nach Süddeutschland enthielt auch einen Abstecher über
Mannheim. Ja, man kann schon fast sagen, er wäre besessen gewesen von der Idee, seiner Heimatstadt wieder ein
Planetarium zu verschaffen. Voller Stolz kam er eines Tages aus Oberkochen zurück, wo ihm das Schild „Reserviert für
Mannheim“ an einem halb fertigggestellten Planetariumsprojektor gezeigt wurde. So glücklich habe ich ihn selten
gesehen. Und auch diesen Projektor können Sie heute hier draußen vor der Tür besichtigen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber ich habe auch immer noch seine Schimpfkanonaden im Ohr, mit denen er sich über die moderne Architektur des heute
realisierten Mannheimer Planetariums aufgeregt hat. Er hätte es lieber ein bisschen klassischer gehabt. Er würde heute
noch vorschlagen, das Gebäude doch endlich fertig zu bauen – das Gerüst steht ja noch!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, heute hier in einer Kuppel stehen zu dürfen, für deren Entstehung mein Vater
gewisse Teilverantwortung trägt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Ausstellung, die das Planetarium Mannheim, das Stadtarchiv, der Freundeskreis des Mannheimer Planetariums und das
Karl-Friedrich-Gymnasium hier auf die Beine gestellt haben, stellt alles in den Schatten, was seit dem Tod meines Vaters
vor 23 Jahren über ihn veröffentlicht wurde. Für meine Familie und mich ist es eine große Freude, mit Ihnen diesen
Tag und diese Veranstaltung erleben zu dürfen. Ich sage Ihnen allen Vielen Dank für Ihre Mühe, freue mich über das
tolle Ergebnis und wünsche Ihnen allen einen schönen Abend hier im Planetarium Mannheim.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 May 2013 12:22:03 +0200</pubDate>
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    <category>heinz haber</category>
<category>planetarium mannheim</category>

</item>
<item>
    <title>Dreibein gegen Gleissperre - Was geschah in Stuttgart?</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/970-Dreibein-gegen-Gleissperre-Was-geschah-in-Stuttgart.html</link>
            <category>blogsignal</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
In Stuttgart Hbf hat es - mal wieder - gekracht. Der aktuelle Fall hat aber nach den vorliegenden Informationen nur
wenig mit dem zu tun, was Mitte 2012 passiert ist. Dort waren Reisezüge bei der Ausfahrt bzw. bei Testfahrten
entgleist, und man diskutiert darüber, ob man bei den Vorbereitungsarbeiten am Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs für die
Stuttgart-21-Bauarbeiten vielleicht ein bisschen zu sportlich bei der Planung der Gleisgeometrie war.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dazu möchte ich mich aber hier genau so wenig äußern wie über die Sinnhaftig- oder -losigkeit des gesamten
Bahnprojekts Stuttgart 21, zu dem ich eine klare, aber auch differenzierte Meinung habe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das was heute sehr wahrscheinlich passiert ist, kommt aber aus einer völlig anderen Kiste und zeigt nur, dass die
Sicherheitstechnik der Eisenbahn auch dann funktioniert, wenn Menschen einen Fehler machen, und dass das System Bahn im
Zweifel zur sicheren Seite versagt. Und auch wenn es komisch klingt: Eine im Dreck stehende Rangierlok ist eine sichere
Rangierlok.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Grundlagen der Eisenbahnsicherungstechnik kann der geneigte Leser beispielsweise bei &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2463&amp;amp;entry_id=970&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.stellwerke.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;link zu Stellwerke.de&quot;&gt;Stellwerke.de&lt;/a&gt; nachlesen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Bahnhöfen verkehren Züge grundsätzlich in sogenannten Fahrstraßen. Die zu einer Fahrstraße gehörenden
Fahrwegelemente (Weichen etc) werden in die für die Zugfahrt notwendige Stellung gebracht und in dieser Stellung
festgelegt und verschlossen. Erst wenn dies erfolgt ist, kann das passende Signal in Fahrtstellung gebracht werden.
Dabei werden nicht nur die Fahrwegelemente verschlossen, die von dem zu fahrenden Zug befahren werden, sondern auch
diejenigen, von denen eine Gefahr auf den Zug ausgehen kann. So werden beispielsweise Weichen, die ein anderes Fahrzeug
in die Fahrstraße unserer Zugfahrt lassen könnten, in der &amp;#8220;anderen&amp;#8221; Position verschlossen. Auch diese
Weichen können erst dann wieder gestellt werden, wenn unsere Zugfahrt stattgefunden hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dies wird in der Stellwerkstechnik sichergestellt, und der technische Aufwand, der dort getrieben wird, ist erheblich.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dort, wo beispielsweise die Platzverhältnisse den Einbau einer Schutzweiche nicht zulassen, werden &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2464&amp;amp;entry_id=970&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Gleissperre&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Gleissperren&lt;/a&gt; eingebaut. Es handelt sich
hierbei um solide Metallelemente, die auf die Schiene gelegt werden, und die von einem Fahrzeug nicht überfahren werden
können. Um die Energie eines Fahrzeugs wirksam abzubauen, sind Gleissperren so ausgelegt, dass sie das Fahrzeug aus dem
Gleis heben. Gleissperren dürfen in Deutschland nur dort eingebaut werden, wo keine Zugfahrten verkehren. Sie werden
also beispielsweise in Lokwartegleisen eingebaut, damit eine dort wartende, kaputte oder fehlbediente Lokomotive nicht
einem einfahrenden Zug in die Seite fahren kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine Rangierstraße ist im Prinzip dasselbe wie eine Zugfahrstraße, nur dass bei Rangierstraßen das Regelwerk ein
wenig &amp;#8220;relaxed&amp;#8221; ist. Der Normalfall in Kopfbahnhöfen ist beispielsweise, dass eine Lok, die einen
einfahrenden Zug übernehmen soll, in der Nähe des Bahnsteiggleises in einem Wartegleis steht, während die Einfahrt
für den Zug gestellt ist und der Zug einfährt. Dabei wird die Zugfahrstraße vor dieser Lok durch eine geschlossene
Gleissperre geschützt. Ist der Zug vollständig eingefahren, wird die Zugfahrstraße aufgelöst und eine
Rangierfahrstraße eingestellt, über die die Lok an den Zug rangieren kann. Die Weiche läuft um, die Gleissperre geht
auf und die Lok kann rangieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wenn jetzt die Lok zur Unzeit auf die Gleissperre zufährt, wird sie von der geschlossenen Gleissperre zum Entgleisen
gebracht und steht in einer Staubwolke im Dreck - ganz nach dem Motto &amp;#8220;Lieber Lok neben dem Gleis als in der
Fahrstraße eines Reisezugs&amp;#8221;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und genau dies ist - wie ein Bild in der Stuttgarter Zeitung zeigt - heute in Stuttgart passiert. Ich maße mir hier
nicht an, zu sagen, warum die Rangierlok über die geschlossene Gleissperre fahren wollte, jedenfalls hat die
Gleissperre ihren Job getan und die Fahrt der Lok beendet. Ärgerlich, aber ungefährlich.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und ehe jetzt die Unken wieder kommen: Es ist natürlich so, dass der Normalzustand der Gleissperre &amp;#8220;zu&amp;#8221;
ist, sie also nur dann geöffnet wird, wenn wirklich über sie hinweg rangiert werden soll. Es muss also bei weitem
nicht heißen, dass die Lok wirklich drohte, einem wohlmöglich mit Reisenden besetzten Zug in die Seite zu fahren. Es
wird lediglich der Fall gewesen sein, dass die Lok gefahren ist, ohne dass für ihre Fahrt eine passende Rangierstraße
eingestellt war.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In diesem Sinne: Es ist nichts passiert außer ein paar verspäteten Zügen. Bitte weitergehen. Das einzige, was wir
heute gelernt haben ist, dass die Eisenbahn auch heute noch mit Recht eins der sichersten Verkehrsmittel ist.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Feb 2013 18:29:00 +0100</pubDate>
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    <category>bahn</category>
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<category>stellwerk</category>
<category>stuttgart</category>
<category>weiche</category>

</item>
<item>
    <title>Schnipp-Schnapp am Augenmuskel</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/969-Schnipp-Schnapp-am-Augenmuskel.html</link>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Heute vor fünf Wochen lag ich auf dem Operationstisch in der Tagesklinik in Koblenz. Und wie es da hin kam und wie es
mir nachdem ergangen ist, erzähle ich Euch heute.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Jsb2cuenVnc2NobHVzLmRlL2FyY2hpdmVzLzk2NS1CcmlsbGVuc3RhdHVzLURhcy1VcGRhdGUtSUkuaHRtbA==&amp;amp;entry_id=969&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/965-Brillenstatus-Das-Update-II.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum Artikel Brillenstatus -
Das Update I&quot;&gt;Gestern&lt;/a&gt; schrieb ich Euch, wie ich zu meiner 33 Gramm schweren Brille mit 20 Prismendioptrien Basis
Außen gekommen bin, und dass mich das Tragen der Brille schon ein wenig genervt hat.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Die Korrektur von Winkelfehlsichtigkeiten mit Prismenbrille ist - wie schon geschrieben - nicht gerade unumstritten.
Dementsprechend wenige Augenärzte gibt es, die sich mit dieser Disziplin auseinandersetzen. Schon alleine deswegen,
weil sie die enge Zusammenarbeit mit dem Erzfeind, dem Augenoptiker, erfordert. Über die &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pdmJ2Lm9yZy8=&amp;amp;entry_id=969&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ivbv.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;link zur IVBS&quot;&gt;internationalen Vereinigung für binokulares Sehen (IVBS)&lt;/a&gt; erhielten wir den Kontakt zu einem
Augenarzt in Konblenz, der selbst IVBS-Mitglied ist und als die bundesweite Kapazität für die Korrektur von
Winkelfehlsichtigkeiten gilt. Im Juni 2012 waren wir das erste Mal dort, natürlich mit demselben Ergebnis, das Sandra
auch schon ermittelt hatte: Esophorie, korrigierbar mit 20 Prismendioptrien Basis außen, Tendenz zu ein bisschen mehr,
seit zwei Jahren stabil.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine Operation kann hier helfen. Der Vorschlag ist ein ambulanter Eingriff unter Vollnarkose, ein Tag Verband auf dem
einen Auge, den Tag danach wieder arbeitsfähig und bis auf Augentropfen keine weiteren Therapien. Die Operation selbst
besteht darin, dass auf einem Auge der äußere Augenmuskel um einige Millimeter gekürzt wird, damit die Augen weiter
&amp;#8220;geradeaus&amp;#8221; stehen. Die genaue Menge ist Erfahrungsermessen des Operateurs, und man muss damit rechnen, auch
weiter eine Prismenbrille zu benötigen - wenn auch nur eine weniger starke.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dennoch dauerte es bis in den Oktober, bis ich mich zur Terminvereinbarung durchringen konnte. Als Termin gab es dann
den achten Januar 2013. Hotel für zwei Nächte gebucht, Projektpause veranlasst, Sandra Urlaub beantragt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Nachmittag des 7. Januar fuhren wir dann nach Koblenz und nisteten uns in unserem Hotel ein. Nach einem kurzen
Aufenthalt in der Hotelsauna verbrachte Sandra den Abend mit einer Freundin und ich saß - nicht nach Unterhaltung
gelaunt - auf dem Hotelzimmer und arbeitete. Am nächsten Morgen konnten wir immerhin bis 08.30 Uhr ausschlafen, mein
OP-Termin war erst um 09.30 Uhr.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurzes Gespräch mit dem Anästhesisten und dann ab in den OP. Sandra meint, ich hätte im Aufwachraum ganz schönen
Unfug geredet. Mein rechtes Auge war mit einem Verband verklebt, und die ersten paar Stunden nach dem Eingriff war ich
ganz schön beinträchtigt: Wenn ich versucht habe, das linke Auge zu öffnen, wollte das rechte Auge mitgehen, und das
tut weh - und zwar dummerweise sowohl dann wenn man zulässt dass das rechte Auge mit auf geht als auch dann wenn man
versucht das rechte Auge zuzukneifen. Wir fanden den Weg zum Frühstück und zurück ins Hotel schließlich mit einem
Sehschlitz, mit dem ich immerhin gucken konnte, wo ich direkt hintrete. Weiter weg gucken war aber nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf wurde mir dann auch schon langweilig und ich traute mich wieder an den Rechner. Das
ging mit großer Schrift mehr schlecht als recht und auch kaum länger als eine Stunde am Stück, aber war schon mehr
als ich eigentlich erwartet hatte. Mit weiter fortschreitender Tageszeit konnte ich merken, dass das rechte Auge unter
dem Verband immer besser aufgeht, was dazu geführt hat, dass ich mir quasi den Verband von innen betrachten konnte, was
für einen interessanten Seheindruck sorgte. Außerdem hat das Auge getränt wie blöde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-1.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:172 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-1.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Des Zugschlus&amp;#8217; Auge nach der Operation&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Am
nächsten Morgen durfte ich dann im Badezimmer den Verband abnehmen und das erste Mal die Augentropfen benutzen. Der
erste Effekt war schon eindrucksvoll - ich konnte ohne Prisma die andere Rheinseite ohne Doppelbilder sehen. Das rechte
Auge sieht übel blutunterlaufen aus und ich habe unscharf gesehen. Nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es dann zur
Nachuntersuchung. Alles Fein, Visus 1,0 (mehr hat der Augenarzt nicht geprüft), statt der Esophorie jetzt eine leichte
Exophorie. Das habe ich ungerne gehört, aber eine endgültige Aussage kann man eh erst nach ein paar Monaten treffen.
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-2.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:173 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-2.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Brille vorher und nachher&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Prismenbrille wandert in
ihr Etui und wird durch meine erste Sandra-Fassung mit neuen (billigen) Gläsern ersetzt, die wir in meiner Stärke,
aber ohne Prisma, bereits vorbereitet hatten. Es hat schon seine Vorteile, mit einer Augenoptikerin verheiratet zu sein.
Weitere Ansage vom Augenarzt: Alles machen, auch arbeiten. Da freut sich der Selbständige, und ein Arbeitnehmer hätte
geflucht. Durch die Einblutung ist der Visus auf dem rechten Auge auch noch eher bescheiden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Durch die Fäden im Auge hatte ich die ersten ein, zwei Tage immer noch ein Fremdkörpergefühl im Auge, was sich daran
geäußert hat, dass das Auge getränt hat wie blöde. Schnelle Augenbewegungen tun ein bisschen weh, und ich merke,
dass die Augen bei Kopfdrehungen sich immer ein bisschen früher anfangen zu bewegen. Interessante Erkenntnis, und ich
gewöhne mir an, vor Kopfbewegungen die Augen zu schließen, damit die Augen sich nicht mit bewegen. Auch das Gucken in
die extreme Nähe wie zum Beispiel beim Rasieren ist die erste Woche über minderangenehm.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber dann hatte sich das Auge daran gewöhnt und es gab pro Tag vielleicht eine nervige Stunde, sonst eigentlich alles
normal. Eine Woche nach der Operation traue ich mich auch wieder auf den Fahrersitz des Autos.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-5.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:176 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-5.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Des Zugschlus&amp;#8217; Auge vier Wochen nach der
Operation&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Fünf Wochen später bin ich mit dem Ergebnis - so weit man das so kurz nach der Operation schon
beurteilen kann - immer noch zufrieden. Ich habe keine Kopfschmerzen, kann eine Brille ohne Prisma tragen und sehe mein
Notebookdisplay deswegen auch mit Brille wieder so scharf wie es sein soll. Allerdings habe ich mich so weit daran
gewöhnt, die Brille bei der Arbeit am Notebook zu tragen, dass ich immer noch versuche, sie abzusetzen, wenn ich mich
zum Notebook drehe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Augentropfen, die ich viermal am Tag nehmen sollte, sind endlich alle, das Fremdkörpergefühl ist vollständig
verschwunden, wenn auch Sandra meint, man würde die Fäden im Auge noch sehen. Die sollen sich eigentlich von selbst
auflösen und werden dann rausgespült, aber bisher ist davon noch nichts zu bemerken.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In vier Monaten möchte mich der Augenarzt nochmal sehen; wir werden meine Entwicklung natürlich durch regelmäßige
MKH-Messungen weiter beobachten. Und ich hoffe, dass ich bald wieder eine Brille mit hochwertigeren Gläsern und
Lotusbeschichtung haben kann, denn die Putzerei der Billiggläser nervt. Aber die Hymne auf die Lotusbeschichtung halte
ich in einem eigenen Blogartikel.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Feb 2013 10:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>operation</category>
<category>prisma</category>
<category>winkelfehlsichtigkeit</category>

</item>
<item>
    <title>Brillenstatus - Das Update II</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/965-Brillenstatus-Das-Update-II.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Die Fortsetzung des &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2458&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/964-Brillenstatus-Das-Update-I.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zum
Artikel Brillenstatus - Das Update I&quot;&gt;Artikels von gestern&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Meine erste Prismenbrille habe ich im Sommer 2006 bekommen. Meine Winkelfehlsichtigkeit ist eine Esophorie, das
bedeutet, das die Augen lieber &amp;#8220;nach innen&amp;#8221; stehen als so parallel, wie sie stehen sollten. So etwas
korrigiert man mit einem Prisma &amp;#8220;Basis Außen&amp;#8221;. Dabei hat man quasi freie Hand, die notwendige
Prismenstärke beliebig auf beide Seiten zu veteilen. Im Interesse einer vernünftig aussehenden Brille wird man höhere
Prismenstärken natürlich immer zu gleichen Teilen verteilen, aber wenn es beispielsweise nur um eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2459&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Prismendioptrie#Prismendioptrie&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Prismendioptrie&lt;/a&gt; geht
und man noch nicht genau weiß, wie gut man das Prisma verträgt, kann man durchaus nur auf einer Seite das (teure)
Prismenglas einbauen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wo wir gerade beim Preis für Prismenbrillen sind: Ein leichtes Prisma kostet einen mittleren zweistelligen Aufpreis pro
Glas. Das klingt in erster Näherung jetzt gar nicht so schlimm, aber man kann ein Prisma nur zu &amp;#8220;richtigen&amp;#8221;
Markengläsern hinzubestellen. Im unteren Preissegment (&amp;#8220;Angebotsgläser&amp;#8221;, &amp;#8220;Lagergläser&amp;#8221;) geht
das nicht. Und schwupps, kostet die Brille plötzlich fünfhundert statt zweihundert Euro.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Meine erste Prismenbrille war eine Eschenbach-Titanflexfassung mit insgesamt sechs Prismendioptrien in mineralischen
Gläsern von Rodenstock. Diese Brille habe ich ein Jahr lang getragen, bevor dann erneut gemessen wurde und plötzlich
16 Prismendioptrien notwendig waren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die zweite Prismenbrille hat demnach denn 16 Prismendioptrien bekommen, diesmal in bruchstabilen Kunststoffgläsern von
Essilor.  Als Fassung hatten wir eine blaue Nike-Metallfassung mit Silikonbügeln und einem Magnetsonnenclip gewählt.
Die Fassung kam in meinem Freundeskreis so gut an, dass Sandra innerhalb eines Jahres zwei weitere Fassungen aus dieser
Kollektion an Freunde verkauft hat. Mit 16 Prismendioptrien sieht man das Prisma schon deutlichst, wenn man auf die
Brille schaut: Außen sind die Gläser über einen Zentimeter dick, wenn man Gläser mit &amp;#8220;normalem&amp;#8221;
Brechungsindex nimmt, so dass wir uns für höher brechende Gläser mit Brechungsindex 1,67 entschieden haben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Nike-Brille habe ich bis 2011 getragen. Mit 16 Prismendioptrien merkt man die Auswirkungen des Prismas im täglichen
Sehen schon deutlich: An einem Prisma tritt die sogenannte &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL2RlLndpa2lwZWRpYS5vcmcvd2lraS9EYXRlaTpQcmlzbS1yYWluYm93LnN2Zw==&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Prism-rainbow.svg&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zu einem Bild aus der Wikipedia&quot;&gt;prismatische
Farbzerlegung&lt;/a&gt; auf. In der Praxis sieht man quasi an jedem Schwarz-Weiß-Übergang einen kleinen Regenbogen, und zwar
bei gleichmäßiger Verteilung der Prismen auf beiden Seiten auf der einen Seite &amp;#8220;sorum&amp;#8221;, auf der andern
Seite &amp;#8220;andersrum&amp;#8221;. Das Ergebnis ist abhängig von der Leuchtquelle irgendwo zwischen &amp;#8220;Unscharf&amp;#8221;
und &amp;#8220;Unbrauchbar&amp;#8221;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;#8220;Unscharf&amp;#8221; wirkt sich hauptsächlich bei der Arbeit am Rechner aus: Man braucht halt einfach einen
größeren Font. Das hat auf dem 4:3 T60 dazu geführt, dass keine zwei 80-Zeichen-Shells mehr nebeneinander gepasst
haben. Durch die Anschaffung eines T60 Wide hat sich das dann wieder ausgeglichen. &amp;#8220;Unbrauchbar&amp;#8221; trat
glücklicherweise fast nur bei solchen LED-Werbetafeln auf, wie man sie beispielsweise am Röser-Haus am Karlsruher
Mendelssohnplatz, auf dem Turm am Stuttgarter Pragsattel oder auf der südlichen Spreeseite auf der Bahnfahrt zwischen
Jannowitzbrücke und Ostkreuz in Berlin sehen kann. Das Lesen von Büchern war auch mit der Prismenbrille immer
uneingeschränkt möglich - schließlich lag mein &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2460&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Visus&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur
Wikipedia&quot;&gt;Visus&lt;/a&gt; auch mit dem Prisma bei 1,2 (ohne Prisma, aber mit sphärischer/zylindrischer Korrektur bei 1,6).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei einer so starken prismatischen Korrektur tritt natürlich auch ein Gewöhnungseffekt in Form von Doppelbildern ein,
die man wahrnimmt, wenn man versucht ohne Brille in die Ferne zu gucken. Es tritt also eine gewisse Abhängigkeit von
der Brille auf, die allerdings nicht so schlimm wie bei stark kurzsichtigen Menschen ist. Und in meinem Fall konnte ich
ohne Brille scharf in der Nähe und ohne Doppelbilder sehen; erst ab einer Entfernung von ca. drei Metern habe ich die
Doppelbilder durch konzentriertes Hingucken nicht wieder weg bekommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Nike-Brille habe ich lange getragen. Wir haben regelmäßig nachgemessen, und ich hatte immer noch stets die Tendenz
zu &amp;#8220;mehr&amp;#8221;, wobei sich die Meßergebnisse bei 20 Prismendioptrien eingependelt hatten. Und als ich denn im
Jahr 2011 die Nase voll von der Nike-Brille hatte, musste eine neue her. Von Sandras Refraktionslehrer aus der
Meisterschule hatten wir inzwischen gelernt, dass es von Hoya ein mit 1,71 noch stärker brechendes Glas gibt, dessen &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2461&amp;amp;entry_id=965&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Abbe-Zahl&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Abbe-Zahl&lt;/a&gt; besser ist als die aller anderen
Gläser dieser Brechstärke am Markt. Da war ich dann ganz besonders scharf drauf, denn ich fand es schon etwas seltsam,
eine Brille zu tragen, um dann &lt;u&gt;schlechter&lt;/u&gt; zu sehen als ohne.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 90px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a
class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;201301DickeBrille.JPG&quot; href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-4.JPG&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:175 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;67&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/2013/02/Foto-4.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;201301DickeBrille.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Lightec-Brille mit 20
Prismendioptrien im 1,71er Kunststoffglas auf der Waage.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Meine dritte Prismenbrille bekam dann auch diese
1,71er-Hoya-Gläser, diesmal mit 20 Prismendioptrien in einer etwas auffälligeren Metallfassung von Lightec. Diesmal
wollte ich es wissen, und bestellte die Gläser mit der besten und teuersten Beschichtung (Superentspiegelt,
Hartschicht, Antistatik, Lotuseffekt, Chili und scharf). Leider wurde der Unscharf-Effekt trotz der guten Abbe-Zahl bei
den 1,71-er Gläsern mit 20 Prismendioptrien doch noch einmal stärker als mit den 1,67er-Gläsern mit 16
Prismendioptrien in der Vorgängerbrille.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erschwerend kam dann noch hinzu, dass mein neues T520 mit dem 1920x1080er-Display im Zusammenhang mit meinen starken
Prismen leider eher in die Kategorie &amp;#8220;unbrauchbar&amp;#8221; gefallen ist. Eine so krasse Unschärfe bei aufgesetzter
Prismenbrille habe ich außer bei meinem T520 nur bei zwei Displaybaureihen bei syscovery erlebt. Im Vergleich zu
anderen Displays war das ein Unterschied wie Tag und Nacht, der dazu geführt hat, dass ich die Brille bei der Arbeit am
Notebook eigentlich immer ofter abgesetzt gelassen habe, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist. Und prompt
kamen auch die Kopfschmerzen wieder - zwar nicht mehr so oft wie früher, aber so ein-, zweimal im Monat musste es dann
doch wieder die Ibuprofen-Pille sein. Ob das &amp;#8220;Weiß&amp;#8221; eines Displays mit LED-Backlight so krass anderes
zusammengesetzt ist als das &amp;#8220;Weiß&amp;#8221; aus einem konventionellen Displays mit Kaltlicht-Backlight ist? Aber
andererseits hätte ich dann doch bei mehr Displays als nur bei diesen drei Stück diese großen Probleme bekommen
müssen - denn LED-Backlight ist jetzt ja nun nicht mehr ein Feature, das nur dem &amp;#8220;Rechts-Unten-Modell&amp;#8221;
vorbehalten ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber auch nach Anschaffung der Lightec-Brille blieben meine Prismenwerte in der Größenordnung von 20 Prismendioptrien
mit Tendenz zu &amp;#8220;etwas mehr&amp;#8221;, aber das Ende der Fahnenstange war erreicht. Welch ein Glück, denn Gläser
mehr mehr als zehn Prismendioptrien sind nicht mehr von allen Herstellern erhältlich, auch Hoya stellt das 1,71er Glas
mit dieser guten Abbezahl nicht mehr her. Viel mehr als 20 Prismendioptrien kann man mit einer Prismenbrille nicht mehr
korrigieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es wurde also Zeit, sich mal wieder einem Augenarzt vorzustellen. Doch darüber bald mehr.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 11 Feb 2013 15:00:00 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>mkh</category>
<category>prisma</category>
<category>winkelfehlsichtigkeit</category>

</item>
<item>
    <title>Daten mit Privilege Escalation abholen über eine named pipe</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/968-Daten-mit-Privilege-Escalation-abholen-ueber-eine-named-pipe.html</link>
            <category>Admintipp des Tages</category>
    
    <comments>http://blog.zugschlus.de/archives/968-Daten-mit-Privilege-Escalation-abholen-ueber-eine-named-pipe.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.zugschlus.de/wfwcomment.php?cid=968</wfw:comment>

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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Aufgabe: Transportiere Daten von einem Host auf den anderen über eine ssh-Verbindung. Dafür kann man scp oder sftp
verwenden, wenn der eigene Account auf der anderen Seite die Daten lesen darf:
&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;
myuser@$TRGHOST$ scp $SRCHOST:$PATH/file .
&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;
Interessanter wird das dann, wenn die Daten auf der anderen Seite vom eigenen Account nicht gelesen werden können, man
also erst einmal sudo bemühen muss, um die Daten lesen zu können. An dieser Stelle versagt scp bereits - es sei denn,
man kann sich auf der anderen Seite als anderer User einloggen:
&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;
myuser@$TRGHOST$ scp $ANDERER_USER@$SRCHOST:$PATH/file .
&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;
Nur, das scheitert oft daran, dass man das Passwort von $ANDERER_USER nicht kennt, nicht neu setzen kann und/oder seinen
ssh-Key nicht in $ANDERER_USER/.ssh/authorized_keys fallen lassen kann oder darf.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Die kanonische Umgehung hierfür war immer
&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;
myuser@$TRGHOST$ ssh $SRCHOST sudo -u $ANDERER_USER cat  $PATH/file &gt; file
&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;
gerne auch für ganze Unterverzeichnisse mit tar:
&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;
myuser@$TRGHOST$ ssh $SRCHOST sudo -u $ANDERER_USER tar --create --$ZIP --file -  --directory $PATH . | tar --extract
--$ZIP --file -
&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;
Die Auswahl von $ZIP hängt von der Dicke der Verbindung zwischen den beiden Systemen und ihrer Ausstattung mit CPU ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dieser Trick funktioniert neuerdings allerdings nicht mehr. sudo beklagt sich darüber, dass es kein pty vorfindet, und
ssh -t zu benutzen scheitert oftmals daran, dass ein pty die Daten nicht hundertprozentig clean überträgt. Außerdem
ist das Caching von sudo-Credentials seit etlichen Monaten an das eine pty gebunden, so dass die Passwortabfrage auf
jeden Fall in der Pipe erfolgen muss. Früher hat es gereicht, dann sudo -v in einer anderen Shell auf $HOST
auszuführen, aber dass das inzwischen nicht mehr geht, ist eigentlich ganz gut so.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Abhilfe kommt hier in Form der ersten sinnvollen Anwendung einer Named Pipe meiner Unix-Laufbahn, indem man auf der
einen Seite das schreibende tar (mit sudo!) aufruft, dass es in die Named Pipe schreibt und man dann die Daten ohne
besondere Privilegien von einer anderen Maschine abholt:
&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;
myuser@$SRCHOST$ mkfifo foo; chmod 666 foo
myuser@$SRCHOST$ sudo -u $ANDERER_USER tar --create --$ZIP --file foo --directory $PATH .
myuser@$TRGHOST$ ssh $SRCHOST cat foo | tar --extract --$ZIP --file -
&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;
Wenn die Daten irgendwelche Wichtigkeit haben, möchte man natürlich über geeignete Rechte auf der pipe dafür sorgen,
dass nicht irgendjemand anders vor einem selbst auf die pipe connected und die Daten abholt; für den Hausgebrauch tut
es chmod 666.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 11 Feb 2013 09:58:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.zugschlus.de/archives/968-guid.html</guid>
    <category>admintipp</category>
<category>pipe</category>
<category>sudo</category>
<category>tar</category>
<category>unix</category>

</item>
<item>
    <title>Brillenstatus - Das Update I</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/964-Brillenstatus-Das-Update-I.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Bei einer meiner letzten Serverstörungen kam zusammen mit der Nachricht, man hätte die Hardware getauscht und es
würde nun alles wieder gehen der Hinweis, ich solle doch mal wieder bloggen. Das möchte ich hiermit tun - allerdings
vorerst nicht vom Thema Bau. Ich bin Euch aber noch schuldig, wie es mit meiner Winkelfehlsichtigkeit und meiner &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2456&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/plugin/tag/brille&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Tagsammlung&quot;&gt;Brille&lt;/a&gt; weitergegangen ist. Der Link
führt zu den entsprechend getaggten Artikel, wenn man also nachlesen mag, sei man herzlich eingeladen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte: Ich hatte seit meinen Teenagerjahren regelmäßig Kopfschmerzen, die ich von
meinem Vater geerbt hatte. Das waren keine Migräne, sondern nach der Literatur eher dem Spannungskopfschmerz
zuzuordnen, und beeinträchtigten meine Lebensqualität schon erheblich: Mehrmals im Monat hatte ich solche Kopfweh,
dass ich eigentlich nur noch Radio hörend im Bett liegen konnte. Auf Hälfte der Uni habe ich dann eine Brille
verschrieben bekommen, weil ich mich darüber beklagt hatte, dass es beim Hochgucken vom Heft zur Tafel immer ein paar
Sekunden brauchte, um das Tafelbild scharf zu sehen. Ich hätte damals schon stutzen sollen, als ich eine Brille mit
Plus-Werten, also für Weitsichtige verschrieben bekam. Fielmann hat aber die Werte vom Augenarzt auch nie hinterfragt,
sondern ohne nachzumessen die Werte in die Brille reingemacht, die der Augenarzt aufgeschrieben hatte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als ich schließlich Sandra kennenlernte, hat ihr Chef bei mir eine &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2457&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Winkelfehlsichtigkeit&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur Wikipedia&quot;&gt;Winkelfehlsichtkeit&lt;/a&gt; gemessen
und ich habe, damals noch ganz an die Schulmedizin glaubend, entgegen des Rats aller Augenärzte mit großem
Magengrimmen eine Prismenbrille gekauft. Und schwupps, war ich mitten im Krieg zwischen Augenoptik und Schulmedizin,
denn die Meß- und Korrekturmethode nach Haase ist nicht unumstritten.
&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt;
Für mich jedoch hat die Prismenbrille funktioniert. Meine Kopfschmerzen sind innerhalb eines halben Jahres fast
vollständig verschwunden - statt in Gramm pro Woche kann mein Ibuprofen-Konsum tatsächlich wieder in Milligramm pro
Quartal gemessen werden. Die Augenärzte haben zwar Recht gehabt, als sie mich davor gewarnt haben, dass man die
&amp;#8220;Dosis&amp;#8221; der Prismen immer erhöhen wird, bis schließlich eine Operation auf dem Zettel stehen könnte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber die Befürworter der prismatischen Korrektion haben eine gute und plausible Erklärung dafür: Der Körper ist in
der Lage, die Winkelfehlsichtigkeit sowohl motorisch (die Augen werden dann halt anders positioniert) als auch
sensorisch (das Gehirn gewöhnt sich daran, dass das Bild halt auf einer anderen Stelle der Netzhaut liegt als wo es
eigentlich liegen sollte) auszugleichen. Dabei ist übrigens der sensorische Ausgleich der gefährliche, denn die
Netzhaut löst nicht an allen Stellen gleich gut auf, und wenn man den Bereich der höchsten Sehschärfe dauerhaft
unterfordert, kann es zu dauerhaftem Verlust an Sehschärfe durch Degeneration der gut auflösenden Netzhautbereiche
kommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aufgrund eines Gewöhnungseffekts lässt sich die unkorrigierte Winkelfehlsichtigkeit gar nicht in ihrem vollen Umfang
messen. Die Korrektur wird also in Stufen aufgebaut, so dass sich die Gewöhnungseffekte langsam abbauen können. Hat
man die Prismenbrille einige Monate getragen, so wird eine erneute Messung nicht selten einen höheren Korrekturbedarf
sehen. Das kann man natürlich auch so interpretieren, dass eine korrigierte Winkelfehlsichtigkeit über die Zeit immer
schlimmer wird, aber ich persönlich kann die Argumentation der MKH-Anwender, dass eine Winkelfehlsichtigkeit in ihrem
vollen Maße zwar von Anfang an vorhanden, aber lediglich nicht messbar ist, auch nachvollziehen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und meine nicht mehr vorhandenen Kopfschmerzen sind mir persönlich genug Beweis, dass es für mich richtig war, den Weg
der prismatischen Korrektion zu gehen. Disclaimer: Meine Frau Sandra ist (inzwischen) Meisterin des
Augenoptiker-Handwerks, ist Mitglied der &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5pdmJ2Lm9yZy8=&amp;amp;entry_id=964&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ivbv.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;link zur IVBS&quot;&gt;internationalen
Vereinigung für binokulares Sehen (IVBS)&lt;/a&gt; und wendet die MKH selbst an.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und im nächsten Artikel schreibe ich Euch dann, wie mein Weg über drei Prismenbrillen schließlich auf einem Koblenzer
OP-Tisch geendet hat
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Feb 2013 14:17:29 +0100</pubDate>
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    <category>brille</category>
<category>mkh</category>
<category>prisma</category>
<category>winkelfehlsichtigkeit</category>

</item>
<item>
    <title>Domain, Zone, Web- und Nameserver, Ägypten?</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/962-Domain,-Zone,-Web-und-Nameserver,-AEgypten.html</link>
            <category>Hosting und Internet</category>
    
    <comments>http://blog.zugschlus.de/archives/962-Domain,-Zone,-Web-und-Nameserver,-AEgypten.html#comments</comments>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Aus aktuellem Anlass hier ein aus den wegen dummer Software derzeit unerreichbaren &amp;#8220;Zugschlus&amp;#8217; manchmal
nützlichen Antworten&amp;#8221; schnell reingepasteter Artikel
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ungenaue Terminologie wird im Internet oft von Leuten verwendet, die
zwar ungefähr wissen, wie die Dinge funktionieren, sich aber nicht im
hinreichenden Maße mit den Hintergründen beschäftigt haben. Dies
erschwert die Kommunikation und ist oft dafür verantwortlich, dass ein
Auftragnehmer nicht das ausführt, was sein Auftraggeber eigentlich
möchte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein besonders von diesem Problem geplagter Bereich der
Internet-Technik ist der Domain Name Service (DNS), da hier in
besonderem Maße die Kommunikation zwischen verschiedenen
Leistungsträgern in unterschiedlichen Unternehmen notwendig ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mit diesem Text will ich versuchen, etwas Klarheit in die Terminologie
zu bringen.
&lt;/p&gt;
 &lt;H3&gt;Was ist ein Nameserver?&lt;/H3&gt;
&lt;p&gt;
Nameserver sind im Internet erreichbare Computer, die an der
Namensauflösung beteiligt sind. Diese Rolle können die Rechner in
verschiedenen Formen wahrnehmen:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein für eine Domain &lt;strong&gt;authoritativer&lt;/strong&gt; Nameserver kann Anfragen für
diese Domain authoritativ, also mit endgültiger Sicherheit,
beantworten, weil er die Informationen für die Domain selbst vorliegen
hat und sich hierbei nicht auf die Antworten anderer Nameserver
verlassen muss.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein authoritativer Nameserver, der als &lt;strong&gt;Master&lt;/strong&gt; (auch als &lt;strong&gt;&amp;#8220;primary&amp;#8221;&lt;/strong&gt;
bezeichnet) konfiguriert ist, ist ein Nameserver, der die
Informationen für seine Domains von ausserhalb des Domain Name System
erhält. Gängig sind hier beispielsweise Zonefiles oder Datenbanken. Ein Master, an den die Zone selbst nicht
delegiert ist , wird als &amp;#8220;hidden master&amp;#8221; bezeichnet und kommt vor
allen Dingen dort zum Einsatz, wenn der Domaininhaber zwar die Zone
selbst unter eigener Kontrolle haben möchte, aber nicht hinreichend
gut angebunden ist, um die Zone selbst zu sich delegieren zu lassen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein authoritativer Nameserver, der als &lt;strong&gt;Slave&lt;/strong&gt; konfiguriert ist,
erhält die Informationen für seine Domains mit DNS-Mechanismen (Zone Transfer, AXFR oder neumodische IXFR) von einem
als Master
konfigurierten authoritativen Nameserver, der in der Konfiguration des
Slaves festgelegt ist. Der Slave holt sich die aktuellen Daten für die
Domain in regelmässigen Abständen oder auf explizite Anforderung vom
Master und kann fortan auch dann für &amp;#8220;seine&amp;#8221; Domains authoritative
Auskünfte erteilen, wenn der Master gerade nicht erreichbar ist. Wenn
der konfigurierte Master für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar war,
stellt der Slave die Erteilung authoritativer Auskünfte für die
betreffende Domain ein.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erhalten die DNS-Server ihre Daten über andere Wege (z.B. über eine replizierte SQL-Datenbank), ist auch der Server,
dessen DNS-Server auf einen SQL-Slave als Datenquelle zugreift, im DNS-Sinne ein Master.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
An einen authoritativen Nameserver ist eine Zone &lt;strong&gt;delegiert&lt;/strong&gt;, wenn
dieser Nameserver in einem auf diese Zone zeigenden NS-Record in der
&amp;#8220;Parent Zone&amp;#8221; auftaucht. Die in der Parent Zone eingetragenen
NS-Records müssen mit denen in der Zone selbst übereinstimmen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein &lt;strong&gt;Full Resolver&lt;/strong&gt; oder auch &lt;strong&gt;Recursor&lt;/strong&gt; ist ein Nameserver, der auch Anfragen
entgegennimmt, für deren Domains er nicht authoritativ ist. Er bemüht
sich dann, die benötigten Informationen aus dem DNS herbeizuschaffen
und liefert eine nicht authoritative, &amp;#8220;best effort&amp;#8221; Antwort an den
Anfragenden aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Nameserver, die ein Endbenutzer in seinem Rechner eintrögt oder (z.B. per PPP, DHCP oder DNSSD) zugewiesen bekommt,
sind Full Resolver. Die von Endbenutzern
beim Full Resolver ankommenden Anfragen sind sogenannte &amp;#8220;rekursive&amp;#8221;
Anfragen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Anstelle des Begriffs &amp;#8220;Full Resolver&amp;#8221; sind auch die Begriffe Full
Service Resolver, Recursive Server, Recursive Resolver und Forwarder
in Verwendung. Im Zusammenhang mit dynamischen Updates geniesst der
Begriff Forwarder aber eine Sonderbedeutung, so dass dieser Begriff im
Allgemeinen nicht korrekt verwendet wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Oft findet man bei kleineren Installationen die Funktionen eines
authoritativen Nameservers und eines Full Resolvers auf einer Maschine
vereint. Für die dort liegenden Zonen wird dem gesamten Internet
authoritativ Auskunft erteilt, und zusätzlich werden rekursive
Anfragen aus dem &amp;#8220;eigenen&amp;#8221; Netz beantwortet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Diese Vereinigung von Aufgaben ist nach meiner Meinung nur in den
seltensten Fällen sinnvoll, da sie nichts miteinander zu tun haben,
die sachgerechte Konfiguration des Nameservers unnötig verkomplizieren
und im Falle von Konfigurationsfehlern sehr leicht dazu führen können,
dass die Benutzer des fehlkonfigurierten eigenen Nameservers eine
andere Sicht auf das Internet haben als der Rest der Welt.
&lt;/p&gt;

&lt;H3&gt;Was ist eine Domain, was ist eine Zone?&lt;/H3&gt;
&lt;p&gt;
Der DNS ist eine verteilte, hierarchische Datenbank, in der die Namen
und IP-Adressen aller im Internet sichtbaren Systeme hinterlegt sind.
Ein Beispiel für die Hierarchie sieht man in der Abbildung.
&lt;/p&gt;
&lt;!-- s9ymdb:167 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;827&quot; height=&quot;583&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/zone-domain.png&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;
&lt;p&gt;
Jeder Knoten im abgebildeten Baum ist eine Domain. Eine Domain, die im
Baum unterhalb einer anderen Domain liegt, wird eine Subdomain
genannt. Die Blläter des Baumes sind ebenfalls Domainnamen, wobei
dieser Sonderfall auch als Hostname bezeichnet werden kann.
mail.at.example.com ist also ein Hostname, eine Domain und eine
Subdomain von at.example.com.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Wurzel des Baumes wird in der Literatur als &amp;#8220;.&amp;#8221; bezeichnet; die
direkt darunter liegenden Domains (z.B. de, com, net, org) als
&amp;#8220;Top-Level-Domains&amp;#8221; oder &amp;#8220;First-Level-Domains&amp;#8221;. Die &amp;#8220;höchsten&amp;#8221;
Domains, die man als Unternehmen oder Privatmensch mit vertretbarem Aufwand selbst registrieren kann, sind die
&amp;#8220;Second-Level-Domains&amp;#8221; wie zum Beispiel example.com.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Manche First-Level-Domains vergeben sogenannte &quot;generische
Second-Level-Domains&quot;. In diesen First-Level-Domains kann man dann
erst Third-Level-Domains selbst registrieren lassen, die dann wie zum
Beispiel in Grossbritannien unterhalb von co.uk oder or.uk liegen
können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Glücklicherweise ermöglicht der DNS, die Verteilung der Daten etwas
von der Hierarchie unabhängig zu gestalten. Das ist insbesondere dann
praktisch und wichtig, wenn Subdomains einer Domain unter
unterschiedlicher Verwaltung stehen oder auch nur ihre Größe
ungleichmäßig verteilt ist. Die Einheit für die Verteilung der Daten
ist die Zone. Im Beispiel ist die Domain example.com und ihre
Subdomains auf zwei Zonen verteilt. example.com ist an die im Beispiel
rechts eingezeichnete Zone delegiert, die die Resource Records für
www.example.com, at.example.com und die Domains unterhalb von
at.example.com direkt selbst enthält. de.example.com ist an die im
Beispiel links eingezeichnete Zone delegiert, die auf einem ganz
anderen Nameserver liegen kann und von anderen zuständigen Personen
verwaltet werden kann. Bei der weit verbreiteten Nameserver-Software
bind liegen die Daten einer Zone stets in einer Datei, dem sogenannten
Zone File.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im Zone File werden schlussendlich die eigentlichen Einträge gemacht,
die den DNS mit Leben füllen. Diese Einträge erfolgen in Form von
Resource Records (RR), die einen Domainnamen mit Informationen
verschiedenster Art verknüpfen. Wegen der Wichtigkeit dieses Stoffes
wird es hierfür einen eigenen ZMNA-Artikel geben.
&lt;/p&gt;

&lt;H3&gt;Der Weg vom Registrar zum Webserver&lt;/H3&gt;
&lt;p&gt;
Eigentlich ist das alles ganz einfach. Gehen wir Schritt für Schritt
vor für den üblichen Fall, dass K unter dem Namen www.example.com eine
Webseite ins World Wide Web stellen möchte:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
K bittet seinen Provider P, für ihn die Domain example.com zu
registrieren.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
P legt auf seinen Nameservern N1 und N2 eine Zone an, die die
gewönschten Nameservice-Daten für die Domain example.com enthält.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
P sucht sich einen der für die von K gewählte Top-Level-Domain
(hier: .com) zuständigen Registrare R heraus und registriert über diesen
die Domain example.com.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
R trägt K als kaufmännischen Ansprechpartner (admin-c) und P als technischen Ansprechpartner (tech-c, zone-c) in der
Domainregistrierungsdatenbank ein und sorgt dafür, dass in den für com
zuständigen Nameservern die Zone für example.com an N1 und N2
delegiert wird.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
Somit ist P nun in der Lage, weltweit sichtbare Resource Records
für die Domain example.com im DNS bekannt zu machen.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;P legt einen Webserver W für www.example.com an und gibt K die
Möglichkeit, auf diesen Webserver die gewünschten Inhalte zu
hinterlegen.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
P trägt in der Zone für example.com die passenden Resource Records
(hier: einen A- oder einen CNAME-Record) an, damit die IP-Adresse von
W mit dem Domainnamen www.example.com verknüpft sind.
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;
Von der Idee bis zum benutzbaren Webserver führten also die folgenden
Schritte:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Registrierung der Domain.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorbereitung der Nameserver.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Delegation der Domain.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Vorbereitung des Webservers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hinterlegung der Inhalte auf dem Webserver&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Eintragung des Hostnamens www auf dem Nameserver
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;
Diese Schritte können in den verschiedenen Geschäftsmodellen auf
unterschiedliche Beteiligte verteilt werden. Oben beschrieben ist
eine der üblichsten Vorgehensweisen, bei der der Kunde sowohl die Domain selbst, den DNS und den Webserver beim
gleichen Liferanten bestellt.
&lt;/p&gt;

&lt;H3&gt;Was für Einträge brauche ich in meiner frisch delegierten Zone?&lt;/H3&gt;
&lt;p&gt;
Die Antwort auf diese Frage ist wie so häufig &amp;#8220;es kommt darauf an&amp;#8221;,
nämlich darauf, was man mit der Zone eigentlich machen möchte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine Zone muss immer und zwingend mindestens zwei Einträge enthalten:
Einen SOA- und mindestens einen NS-Eintrag. Die NS-Einträge müssen mit
den Einträgen in der &amp;#8220;Parent Zone&amp;#8221; (z.B. .com für .example.com)
übereinstimmen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Weitere Einträge sind nur dann notwendig, wenn die Domain wirklich
benutzt werden soll:

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Wenn die Domain im E-Mail-Verkehr verwendet werden soll, so sind
MX-Records notwendig, die den Mailservern draussen im Internet bekannt
geben, wo Mail an die Domain abzuliefern ist.
&lt;p&gt;
Hier sind wiederum andere Dinge zu beachten:
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ein MX-Record sollte immer nur auf einen Rechnernamen zeigen, der
wiederum als A-Record eingetragen sein muss. Insbesondere
funktionieren hier keine IP-Adressen, und auf CNAMEs zeigende
MX-Records sind mindestens umstritten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein MX-Record ist mit einer Priorität versehen. Ein externer
Mailserver wird zuerst versuchen, Mail für die Domain bei dem Rechner
abzuliefern, auf den der MX-Record mit der kleinsten Priorität zeigt.
Erst wenn dieser nicht erreichbar ist, kommen die mit höherer
Priorität zum Zuge.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Mailserver muss dafür konfiguriert sein, Mails für eine Domain
anzunehmen. Blosses Eintragen eines MX-Records funktioniert in aller
Regel nicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In vielen Fällen soll eine Domain nicht am Mailverkehr teilnehmen.
In diesen Fällen ist es zweckmässig, den MX-Record einfach
wegzulassen. Einen MX-Record auf 127.0.0.1 oder auf einen anderen
beliebigen Host zu setzen, der keine Mail für die Domain annehmen
kann, ist unhöflich und sollte unterbleiben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Mail an einen Domainnamen, für den ein A-Record, aber kein MX-Record
eingetragen ist, wird an die IP-Adresse zugestellt, die im A-Record
genannt ist. Dieses Verhalten ist eine Altlast aus längst vergangenen
Zeiten, in denen jeder Rechner sein eigenes unabhängiges Mailsystem
hatte und ist heute in vielen Fällen ist dies unerwünscht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Besonders lästig ist es in dem Fall, in dem eine Domain nicht am
Mailverkehr teilnehmen soll, aber ein Webserver ohne vorangestelltes
www erreichbar sein soll. Somit werden nämlich Mails an die Domain
beim Webserver zugestellt, was heutzutage in den meisten Fällen nicht
sinnvoll ist. Dieses Problem ist wirklich befriedigend nicht zu lösen.
Unter Umständen ist es ratsam, einen MX-Record auf einen Mailserver zu
setzen, der Mails für den Domainnamen mit &quot;550 no e-mail service for
this recipient domain&quot; ablehnt.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Die allermeisten Domains werden registriert, um einen Webserver
anzubieten. Hierfür hat sich eingebürgert, den Hostnamen &amp;#8220;www&amp;#8221; in
der registrierten Domain zu wählen, was zu Hostnamen wie
&amp;#8220;www.example.com&amp;#8221; führt. Um dies zu erreichen, wird im Zonefile ein
A-Record eingetragen, der den Hostnamen &amp;#8220;www&amp;#8221; mit der IP-Adresse des
Webservers verknüpft. Die explizite Reservierung einer weiteren Domain ist hierfür nicht notwendig; der Inhaber einer
Domain hat die Kontrolle über alle Domain- und Hostnamen unterhalb dieser Domain.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Allerdings ist es nicht zwingend notwendig, für einen Webserver den
Hostnamen &amp;#8220;www&amp;#8221; zu verwenden. Webserver können unter beliebigen
Hostnamen angelegt werden, und es ist selbstverständlich auch möglich,
innerhalb einer Domain oder innerhalb einer Zone mehrere Webserver
anzulegen. Sie müssen nur unterschiedliche Namen haben, damit sie
unterschieden werden können.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;H3&gt;Die gängigsten Terminologiefehler im DNS&lt;/H3&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;
&quot;Lieber Provider, bitte registriere für mich die Domain
www.example.com.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das kann der Provider nicht tun. Der Kunde will in diesem Fall die Domain example.com
registriert haben, und in der Zone für diese Domain einen Eintrag
&amp;#8220;www&amp;#8221;, für den der Provider zusätzlich zum Domainnamen auch noch eine
IP-Adresse braucht.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;
&quot;Lieber Provider, ich möchte bitte die Zugangsdaten, um die
Webseiten auf meine Domain www.example.com hochzuladen.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Diese Anfrage ist Unsinn. Eine Domain ist ein
Begriff aus dem DNS. Im DNS gibt es weder Webseiten noch Zugangsdaten.
Was der Kunde möchte, sind die Zugangsdaten zu dem Webserver, der in
der Domain example.com mit dem Hostnamen www eingetragen ist.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;
&amp;#8220;Lieber Provider, meine Domain www.example.com ist nicht erreichbar.&amp;#8221;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch hier meint der Kunde meist, dass anstelle der Domain sein Webserver
nicht erreichbar ist. Das kann eine Störung im Netz, eine Störung im
Webserver, oder wirklich eine Störung im Domain Name Service sein.
Dies korrekt zu diagnostizieren, überfordert die meisten
Netzteilnehmer, und führt den Support des Providers in die Irre, weil
jeder, der täglich mit Internetsystemen zu tun hat, bei einer
gemeldeten Domainstörung immer zuerst und sofort den Nameserver prüfen
wird, wenn auch die häufigsten Ursachen für die hier besprochenen
Störungen nicht dort zu finden sind.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;
&quot;Lieber Provider, bitte route die Domain www.example.com auf die
IP-Adresse a.b.c.d&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Diese Anfrage ist - wie so oft - aus der Verwechslung zwischen Domain
und Webserver entstanden, gemischt mit dem Halbwissen, dass
IP-Adressen geroutet werden. Das ist natürlich auch terminologisch
falsch.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mit diese Anfrage möchte der Kunde dem Provider in aller Regel
mitteilen, dass er auf der IP-Adresse a.b.c.d einen Webserver
bereitgestellt hat, der in der Lage ist, http-Anfragen für Webseiten
unter http://www.example.com/ zu beantworten. Der Provider soll nun,
damit dieser Webserver auch über den Namen erreichbar wird, einen
A-Record im DNS eintragen, der den Namen www.example.com mit der
IP-Adresse a.b.c.d verknöpft.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das ganze hat mit Routing noch weniger zu tun als mit Domains.
&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 18 Oct 2012 07:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>delegation</category>
<category>dns</category>
<category>domain</category>
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<category>provider</category>
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<category>webspace</category>
<category>zone</category>

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<item>
    <title>Wie man Applikationen IPv6-kompatibel macht</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/961-Wie-man-Applikationen-IPv6-kompatibel-macht.html</link>
            <category>Fundsachen</category>
    
    <comments>http://blog.zugschlus.de/archives/961-Wie-man-Applikationen-IPv6-kompatibel-macht.html#comments</comments>
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Bert Hubert hat geblogged. Und zwar darüber, worauf man achten muss, wenn man seine Applikation IPv6 kompatibel machen
möchte. Bei der IPv6isierung von PowerDNS ist er wohl in einige Fallen getappt und hat das, was er dabei gelernt hat,
öffentlich gemacht. Das Ding ist auch kurz genug, um es auch dann zu lesen, wenn man eigentlich kein Entwickler ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2447&amp;amp;entry_id=961&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://bert-hubert.blogspot.co.uk/2012/08/a-few-quick-notes-on-making-application.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link: Bert
Huberts Blogeintrag&quot;&gt;http://bert-hubert.blogspot.co.uk/2012/08/a-few-quick-notes-on-making-application.html&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Aug 2012 11:31:32 +0200</pubDate>
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    <category>ipv6</category>
<category>powerdns</category>

</item>
<item>
    <title>Vorsicht mit Handelsvertretern</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/959-Vorsicht-mit-Handelsvertretern.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich habe zu lange nicht mehr über unseren Bau berichtet. Das liegt dummerweise unter anderem daran, dass der
Hausanbieter, der schlußendlich bereit zu sein scheint, unser Haus zu bauen, mir einen Internetmaulkorb verpasst hat.
Ich muss also höllisch aufpassen, was ich schreibe, denn da hängt ein doch erhebliches Kostenrisiko dran. Doch dazu
vielleicht in einem späteren Artikel mehr, und in einem anderen Artikel werde ich Euch schreiben, was passiert, wenn
Baugeld billig ist, die Auftragsbücher der Hausanbieter platzen und sie sich somit aussuchen können, welche Kunden die
Ehre eines Hauses bekommen und welche nicht. Da wünscht man sich echt höhere Zinsen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber was ich euch eigentlich heute schreiben möchte ist, dass man vorsichtig sein muss, wenn man nicht mit dem
zukünftigen Vertragspartner (dem Anbieter), sondern mit einem Handelsvertreter des Anbieters verhandelt. Das ist für
den Kunden nämlich eine außerordentlich ungeschickte Konstellation, die dem Anbieter zahlreiche Möglichkeiten gibt,
die Konkurrenz aus dem Rennen zu schießen und den Kunden ein wenig mehr über den Tisch zu ziehen. Mehr dazu nach dem
Klick.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2444&amp;amp;entry_id=959&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsvertreter&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Wikipedia&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; schreibt:
&lt;blockquote&gt;
Der Handelsvertreter, veraltet: Agent (lat.: agens), ist selbstständiger Gewerbetreibender, der damit beauftragt ist,
für einen anderen oder mehrere andere Unternehmer (Anbieter) Geschäfte zu vermitteln (...).
&lt;/blockquote&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der Baubranche jenseits des Einpersonenbauträgers findet der Erstkontakt eigentlich fast immer mit Handelsvertretern
statt. Das gilt ganz besonders für den Fertighausbau, in dem doch meist größere Unternehmen tätig sind. Ein
Handelsvertreter meldet sich am Telefon mit dem Namen des Anbieters, benutzt die Mailadressen des Anbieters, hat
Visitenkarten in dessen Corporate Identity  und darf doch fast nichts, denn in den Verträgen steht üblicherweise, dass
Verträge, Anlagen, Ergänzungen und Nebenabsprachen erst dann Gültigkeit erlangen, wenn sie vom Anbieter selbst
bestätigt wurden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das führt zu der für den Anbieter außerordenlich bequemen Situation, dass der Handelsvertreter im Vorfeld des
Vertragsabschlusses nicht nur das Blaue vom Himmel herunter versprechen kann, sondern es auch völlig straflos und ohne
Rechtsfolgen in den Vertrag hineinschreiben kann, den er dann zusammen mit Dir unterschreibt. Damit schießt er dann
bequem die Konkurrenz aus dem Rennen, weil er dem potenziellen Kunden alle Bedenken durch die Aufnahme beliebiger
Klauseln in den Vertrag ein gutes Gefühl im Magen verschaffen kann. Wenn er dann noch den Kunden in dem glauben wiegt,
die Annahme durch die Firmenzentrale sei nur eine Formalie, hat er den Kunden im Kasten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nachdem der Kunde zusammen mit dem Handelsvertreter unterschrieben hat, wird der Kunde den Mitbewerbern eine Absage
erteilen und ist dann komplett in den Fängen des Anbieters gelandet. An diesem Zeitpunkt kann der Anbieter nun
beginnen, sich Gedanken darüber zu machen, ob er den Vertrag überhaupt annehmen möchte. Der Kunde hat zu diesem
Zeitpunkt diese Wahl nicht mehr: Er hat einen Vertrag unterschrieben. Der Anbieter kann den Vertrag nach seiner Wahl
unterschreiben und gültig machen, oder er kann sich zurücklehnen und nun die vom Handelsvertreter zugesagten Klauseln
und dessen Zugeständnisse eines nach dem anderen wegverhandeln - wenn der Anbieter nun nicht unterschreibt, geht nicht
nur der Handelsvertreter leer aus, sondern der Kunde hat keinen Vertrag und bekommt auch kein Produkt. Mit ein bisschen
Pech verliert man so leicht Monate, weil sich der Anbieter bis zum Beginn dieser Nachverhandlungen auch noch nahezu
beliebig viel Zeit nehmen kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Kunde darf sich nun überlegen, ob er bei einem der Mitbewerber, die er aufgrund der Zusagen des Handelsvertreters
aus dem Rennen gekickt hat, zu Kreuze kriecht und nun mit diesem die Verhandlungen wieder (aus schlechterem Standpunkt,
denn der Mitbewerber weiß ja jetzt, dass der Kunde schon einmal woanders abgeblitzt ist) aufnimmt. Wenn er dies tut,
hat er die Zeit, die er mit dem Handelsvertreter gesprochen hat, verschwendet und verliert wertvolle Projektzeit. Oder
er geht auf die Nachverhandlungen des Anbieters ein und verzichtet dabei vielleicht auf Dinge, die seine Entscheidung
für den Anbieter maßgeblich beeinflußt haben - hier kann man als Kunde nur verlieren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich kann aus diesem Grunde nur dringend empfehlen, aus dem Level &amp;#8220;ich spreche mit dem Handelsvertreter&amp;#8221; so
schnell wie möglich auf den Level &amp;#8220;ich spreche direkt mit dem Anbieter&amp;#8221; upzugraden. Mit einem
Handelsvertreter zu sprechen ist eigentlich nur in Fällen sinnvoll, in denen man gedenkt, das Standardprodukt zu den
normalen, vom Anbieter vorgegebenen Vertragsklauseln zu kaufen: Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Anbieter
den Vertrag, der aus seinem Standpunkt sicher das Optimum an Kundenmelkung darstellt, auch akzeptieren wird. Hat man
jedoch vor, über den Vertrag zu sprechen, weil er die finanzielle Situation des Kunden für den Rest seines Lebens
maßgeblich beeinflussen wird, oder das Produkt individualisieren zu wollen, ist es reinste Zeitverschwendung, hier mit
dem Handelsvertreter zu sprechen: Seine Worte und Zusagen sind es nicht wert, niedergeschrieben zu werden und seine
Unterschrift auf dem Vertrag könnte genauso gut mit ungefärbtem Wasser geschrieben sein - sie ist nicht relevant.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es ist ein schwerwiegender strategischer Fehler, einen nachverhandelten Vertrag zu unterschreiben, wenn nicht ein
unterschriftsberechtigter Mitarbeiter des Anbieters (also ein Geschäftsführer, Prokurist, Bevollmächtigter o.ä. [im
Handelsregister nachgucken, ob der Gesprächspartner wirklich unterschreiben darf, ggf. Vollmacht zeigen lassen und
prüfen]) mit am Tisch sitzt oder der Vertrag nicht schon vom Anbieter unterschrieben ist. Wenn man unterschreibt, ohne
dass man noch im selben Termin die gültige Unterschrift des Anbieters bekommt, liefert man sich hilflos aus. Ob der
Handelsvertreter unterschreibt oder nicht, ist egal. Es gibt zwar das Instrument der &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2445&amp;amp;entry_id=959&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://de.wikipedia.org/wiki/Anscheinsvollmacht&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Wikipedia: Anscheinsvollmacht&quot;&gt;Anscheinsvollmacht,&lt;/a&gt; das
ist in der Praxis aber zahnlos: Wer will sich schon ein komplexes Produkt wie ein Haus von einem Anbieter bauen lassen,
den man vorher gerichtlich auf die Aussagen seines Handelsvertreters hat festnageln müssen? Das taugt vielleicht, wenn
der Handelsvertreter suggeriert hat, er dürfe einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, weil man danach vom Anbieter
nichts mehr will, aber wenn man ein Haus gebaut haben möchte, ist es doch ratsam, einen Anbieter zu wählen, der eine
gewisse Motivation zu gewissenhafter und vollständiger Arbeit hat.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 29 Aug 2012 23:32:30 +0200</pubDate>
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    <category>anbieter</category>
<category>handelsvertreter</category>
<category>verträge</category>

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<item>
    <title>20 Minuten Bonusfahrtzeit? Das macht dann vier Euro.</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/958-20-Minuten-Bonusfahrtzeit-Das-macht-dann-vier-Euro..html</link>
            <category>blogsignal</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Am heutigen Tag bin ich mal wieder mit dem Zug von Ilvesheim nach Karlsruhe unterwegs. Eine Fahrt mit Umleitung und
Baustelle.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dieses Wochenende findet die Ilvesheimer Insel-Kerwe statt. Das ist eins der größten Ereignisse im Kaff, für das die
Hauptdurchgangsstraße für fast eine Woche voll gesperrt wird. Der Verkehr quält sich durch temporär mit Parkverbot
und Einbahnstraßenregelungen tauglich gemachte Wohnstraßen, weil die neue Neckarbrücke von Ladenburg nach
Neckarhausen immer noch nicht gebaut ist. Die zwei wichtigsten Bushaltestellen, Ilvesheim Rathaus und Lange Morgen,
werden aufgehoben und verlegt; die Busse quälen sich ebenfalls durch die Umleitung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um den Spaß komplett zu machen, hat die DB die Strecke zwischen Bruchsal und Karlsruhe gesperrt. Die Stadtbahnen der
AVG fahren von Menzingen und Odenheim nur bis Untergrombach, ab dort ist SEV mit Bussen. Die S-Bahnen der S-Bahn
Rhein-Neckar machen in Bruchsal Kopf, fahren über die Bruhrainbahn nach Graben-Neudorf und von dort nach erneutem
Fahrtrichtungswechsel über die ICE-Strecke ohne Halt in Friedrichstal, Blankenloch und Hagsfeld nach Karlsruhe Hbf.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Diesen doppelten Spaß gebe ich mir natürlich. What can possibly go wrong.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Die Fahrplanauskunft der DB weiß von der Baustelle zwischen Bruchsal und Karlsruhe und will mich gleich über
Waghäusel fahren lassen. Nachdem ich den Viapunkt Bruchsal erzwungen habe, kommt erstmal eine Verbindung über Bretten,
aber dann jedoch die durchgehende S-Bahn mit Doppelkopf.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sowohl die Webseite von Ilvesheim als auch die Umleitungsinformationen des VRN im Internet sind falsch. Dort steht
lapidar, dass für die Haltestelle Lange Morgen Ersatzhaltestellen in der Schriesheimer Straße eingerichtet sind. Da
der Bus 626 eine knapp 600 Meter lange Strichstrecke fahren muss, um von seinem Linienweg aus Feudenheim die Haltestelle
in der Schriesheimer Straße zu erreichen, dort dann wenden und wieder zur Umleitung zurückfahren müsste, vermute ich
(richtigerweise) einen Fehler in der Fahrgastinformation und laufe zur Haltestelle Heddesheimer Straße, die näher an
der Umleitung liegt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dort stehen noch weitere Fahrgäste, und von der Umleitung ist kein Wort erwähnt. Interessant, denn der Verkehr nach
Seckenheim biegt wenige Meter vor der Haltestelle in die Niersteiner Straße ab. Man wird doch nicht etwa... Natürlich,
man hat. Der Bus blinkt uns mit der Lichthupe an und bleibt, halb abgebogen, in der Einmündung der Niersteiner Straße
stehen. Wir laufen rüber. Der Fahrer interessiert sich nicht wirklich für meinen Hinweis auf die doppelt falsche
Fahrgastinformation - typisch BRN. Beförderung Untersten Standards halt. Diesen Busbetrieb muss man einfach lieben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Heidelberg angekommen löse ich meine DB-Fahrkarte von Heidelberg-Kirchheim/Rohrbach nach Karlsruhe-Durlach und
wundere mich über den Preis. Normalerweise kostet das EUR 6,80, heute EUR 10,80. Die werden doch nicht etwa? Doch,
werden sie. Die Umleitung über Graben-Neudorf wird zur Berechnung des Fahrpreises mit herangezogen, man soll die 20
Bonusminuten auch noch extra bezahlen. Eine Verbindung mit Stadtbahn und Bus wird zum Normaltarif angeboten; ich wähle
diese, weil ich mich über die Abzocke wirklich ärgere. Im IRC wird mir erzählt, dass es diesen Fall schonmal gab, als
die ICE wegen der Baustelle im Distelrasentunnel zwischen Frankfurt und Fulda über Gemünden umgeleitet wurden und in
Aschaffenburg hielten. Damals wurde die längere Fahrstrecke auch stillschweigend zur Fahrpreisbildung herangezogen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Bonusfahrzeit für die Umleitung über Graben-Neudorf kommt übrigens nicht nur aus dem längeren Weg, sondern auch
aus den großzügigen Pufferzeiten: Der Zug steht in Bruchsal und Graben-Neudorf insgesamt zwölf Minuten still.
Trotzdem kommen wir in Bruchsal ohne erkennbaren Grund erst mit +1 weg; in Graben-Neudorf müssen wir zuerst einen in
Richtung Waghäusel fahrenden Güterzug passieren lassen, bevor wir uns auf die Reise durchs Weichenfeld machen und von
Gleis 5 (ganz links) auf das Streckengleis nach Karlsruhe (ganz rechts) fahren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Einminutennichtanschluß in Karlsruhe von Gleis 1 zum Bahnhofsvorplatz misslingt wie erwartet, so dass ich mir ein
Call-a-Bike nehme - das stellt sich danach als Fehler heraus. Ich bekomme das Bike schon kaum auf, weil das Schloß
verbogen ist und bekomme es nur mit tatkräftiger Hilfe eines Kollegen nach zehn Minuten Extrazeit wieder zu. Natürlich
ist das Call-a-Bike-Callcenter wegen einer Systemstörung nicht erreichbar, und ich bin gespannt, ob meine getwitterte
Störungsmeldung zur gewünschten Gutschrift führt oder ob ich meinem Geld weiterhin hinterherlaufen muss.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 23 Aug 2012 09:24:00 +0200</pubDate>
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    <category>bruchsal</category>
<category>call-a-bike</category>
<category>graben-neudorf</category>
<category>kvv</category>
<category>s-bahn</category>
<category>umleitung</category>
<category>vrn</category>

</item>
<item>
    <title>Doppelt historische Fundsache</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/957-Doppelt-historische-Fundsache.html</link>
            <category>#reallife</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;http://blog.zugschlus.de/uploads/Ax3ZIQJCAAAEbEP.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:166 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;67&quot; height=&quot;90&quot; src=&quot;http://blog.zugschlus.de/uploads/Ax3ZIQJCAAAEbEP.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;
Gefunden im großen Kabäuschen auf der Suche nach einem sofort mit voller Helligkeit bereitstehenden Leuchtmittel
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Jul 2012 20:45:26 +0200</pubDate>
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    <category>fundsache</category>
<category>glühlampe</category>
<category>reallife</category>
<category>schlecker</category>

</item>
<item>
    <title>Wenn Projektmanager bauen lassen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/956-Wenn-Projektmanager-bauen-lassen.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Der &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2441&amp;amp;entry_id=956&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2012/07/06/lebenszeichen-parallelprojekte/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;
title=&quot;externer Link zu seinem Blog&quot;&gt;Guerilla-Projektmanager&lt;/a&gt; baut. Und hat mit seinem Bauträger genau so lange
zähe Verhandlungen geführt wie wir mit unserem. Leider ist er auf das Thema nicht tiefer eingegangen, denn ich könnte
mir vorstellen, dass das auch lustig wäre.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielleicht kann ich ihn mit diesem Trackback dazu motivieren, auch über dieses Thema zu elaborieren. Kann aber auch
verstehen, wenn er vor lauter Parallelprojekten schweigen muss.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Jul 2012 14:08:18 +0200</pubDate>
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    <category>hausbau</category>
<category>projektmanagement</category>
<category>verträge</category>

</item>
<item>
    <title>Jetzt auch bei Xing</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/954-Jetzt-auch-bei-Xing.html</link>
            <category>Meta</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Dieses Blog wird jetzt mit seinem RSS-Feed auch in meiner Xing-Timeline auftauchen. Ich bin gespannt, wie gut das
funktioniert und wie häufig Xing pulled.
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 23 Jun 2012 12:50:41 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.zugschlus.de/archives/954-guid.html</guid>
    <category>meta</category>
<category>rss</category>
<category>xing</category>

</item>
<item>
    <title>Nächster Halt: St. Ilgen/Sandhausen</title>
    <link>http://blog.zugschlus.de/archives/953-Naechster-Halt-St.-IlgenSandhausen.html</link>
            <category>Hausbau</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Meine Leser werden sich noch daran erinnern, dass ich vor ein paar Wochen angefangen habe, über unseren geplanten
Hausbau zu bloggen. Heute erzähle ich Euch, dass wir ein Grundstück gekauft haben.
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
Wir haben ja &lt;a href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2437&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/929-Lage,-Lage,-und-Lage.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogeintrag&quot;&gt;damals&lt;/a&gt; um die S-Bahnhöfe herum Kreise gezogen und innerhalb dieser Kreise nach zu verkaufenden
Grundstücken gesucht. Eines grauen Novembertages war es dann soweit: Ich finde in meinem Jabber-Client einen
kommentarlosen Link meiner Frau zu einem der großen Immobilienportale, auf dem eine Leimener &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2438&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/933-Makler.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen Blogeintrag&quot;&gt;Maklerin&lt;/a&gt; ein auf
den ersten Blick großzügig und günstiges Mittelreihenhausgrundstück zwischen zwei bereits gebauten Reihenhäusern
präsentiert. Bei den Fotos dabei ist auch ein unscharf gescannter Lageplan, der aufgrund der Länge der Straßennamen
und der Straßengeometrie schnell in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs St. Ilgen/Sandhausen verortet ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zu dieser verkehrgünstigen Lage passt nicht der günstige Preis. Das wird aber schnell gelöst: Es ist nicht ein
Grundstück, was da angeboten wird, sondern derer zwei. Will man die komplette Baulücke bebauen, ist der Preis also zu
verdoppeln. Aber auch dann bleibt es im Budget, und ist natürlich deutlich günstiger als in Wallstadt. Die
Verkehrsanbindung durch die S-Bahn ist anders als die Straßenbahn in Wallstadt: Statt alle zehn Minuten fährt die
Stündliche Bahn entgegen ihres Namens tagsüber alle halbe Stunde, und man ist in vier Minuten in Walldorf, in acht
Minuten in Heidelberg, in (tagsüber) 25 Minuten in Mannheim (abends wegen Flügelungen längert) und in 42 Minuten
(stündlich) in Karlsruhe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir setzen uns mit der Maklerin in Verbindung und schaffen es sogar, den Preis nochmal signifikant zu drücken. Die
Maklerin ist motiviert und liefert eine gute Dienstleistung ab: Sie lässt sogar ihre Verbindungen zur Stadt spielen und
verschafft uns ganz kurzfristig einen Termin bei der Baubehörde, um unsere Möglichkeiten zur Bebauung zu klären. Es
gibt einen Bebauungsplan. Das schränkt uns zwar ein, aber andererseits können wir dann später den Bauantrag im
(schnelleren und günstigeren) Kenntnisgabeverfahren einreichen, und wir wissen genau, was wir bauen dürfen und was
nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wie Ihr wisst, ist Baugeld im Augenblick außerordentlich günstig zu leihen, so dass es uns sinnvoll erscheint,
wirklich beide Grundstücke zu kaufen, und mit &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2439&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/936-Warum-eigentlich-nur-ein-Haus.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogartikel&quot;&gt;zwei&lt;/a&gt; unabhängigen Häusern zu bebauen. In einem wollen wir - natürlich - selbst wohnen, das andere
soll uns als Investmentobjekt dienen und Mieteinnahmen generieren. Um das Mietausfallrisiko durch einen
&amp;#8220;faulen&amp;#8221; Mieter zu reduzieren, denken wir zunächst darüber nach, in dem Haus zwei Wohnungen
unterzubringen. Außerdem erhoffe ich mir, dass sich zwei &amp;#8220;normal große&amp;#8221; Wohnungen einfacher vermieten
lassen als ein großes Haus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Leider senkt hier die Baubehörde den Daumen: Ein Haus mit zwei Wohneinheiten braucht drei &lt;a
href=&quot;http://blog.zugschlus.de/exit.php?url_id=2440&amp;amp;entry_id=953&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.zugschlus.de/archives/931-Das-heilige-Blech-abstellen.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Link zu einem anderen
Blogartikel&quot;&gt;Autostellplätze&lt;/a&gt; in unmittelbarer Nähe, und auch die Lage direkt am S-Bahnhof bietet keine
Möglichkeit, diese Anforderung zu umgehen. Auf sechs Meter Hausbreite sind aber beim besten Willen keine drei
Autostellplätze unterzubringen, und die offensichtliche Lösung, eine Garage, vernichtet so viel Wohnfläche, dass das
Objekt dann nicht mehr rentabel ist - und wenn nur eine Wohnung eingebaut wird, reicht die Freifläche vor dem Haus für
die Autos.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der nette Herr vom Bauamt scheint meine Gedanken zu lesen, denn umgehend ergeht der Hinweis, dass auch nach
Fertigstellung des Hauses Klingeln gezählt werden und es auf diese Weise auffallen wird, wenn wir das Haus schließlich
entgegen der Genehmigung nutzen werden - mit gaaaanz unangenehmen Folgen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir informieren uns darüber, ob &amp;#8220;unsere&amp;#8221; Grundstücke mit Bau-, Alt- oder sonstigen Lasten versehen sind
und verabreden uns schließlich mit den Eigentümern zu einem Notartermin Anfang Januar 2012. Da wir zeitgleich - doch
dazu später mehr - mit einem Fertighausanbieter in der Hausplanung schon relativ weit waren, gehen wir davon aus, sehr
schnell nach dem Notartermin einen Bauantrag stellen zu können. Damit wir dies auch schnell tun können, vereinbaren
wir mit den Verkäufern eine sofortige Anzahlung, die uns im Gegenzug eine Vollmacht ausstellen, auch vor unserem
endgültigen Eintrag ins Grundbuch schon einen Bauantrag stellen zu dürfen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Notar rät uns davon ab, kann dies im Vorfeld aber nicht wirklich überzeugend begründen, und so unterschreiben wir
den Vertrag in dieser Form. Während des Notartermins lässt sich der von uns eigentlich beauftragte Notar - der
teuerste Vorleser Deutschlands - kurzfristig vertreten, und da der Vertreter mit dem Vertrag nicht wirklich Bescheid
weiß, bleibt diese Thematik ungeklärt. Im Nachhinein war die Aktion mit der Anzahlung völlig unnötig, denn
inzwischen haben wir Juni, der endgültige Grundbucheintrag ist längst gemacht, und was wir bis heute noch nicht
gestellt haben, ist ein Bauantrag.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ergebnis der Geschichte: Wir sind unserem Spießerdasein durch Grundbesitz etwas näher gekommen, die Maklerin ist um
ihre Provision reicher, Herr Kretschmann hat seine fünf Prozent kassiert, und wir haben zwei unbebaute, völlig
überwucherte Grundstücke am Hals, die wegen ihres zugegebenermaßen ungepflegten Aussehens dem Publikumsverkehr zum
S-Bahnhof als großer Papierkorb herhalten müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und im nächsten Blogeintrag zum Bau geht es dann mit dem Spaß los, den wir mit der Firma S. gehabt haben.
&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 23 Jun 2012 12:27:00 +0200</pubDate>
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    <category>grundstück</category>
<category>hausbau</category>
<category>st. ilgen</category>

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    <title>Warum man die Fahrplanauskunft bemühen möchte</title>
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            <category>blogsignal</category>
    
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    <author>mh+blog-zugschlus-de@zugschlus.de (Marc 'Zugschlus' Haber)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich bin ja ein großer Verfechter dessen, dass man sich auch bei einer Verbindung, die man zweimal pro Woche fährt,
jedes Mal eine neue Fahrplanauskunft holen sollte. Auf diese Weise bekommt der Betreiber auch ohne teure
Fahrgastzählungen einen Überblick darüber, dass die Verbindung gefragt ist, und zweitens ...
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;
... spart es Zeit. Aber wenn eine Fahrt mal in die Hose geht, dann tut sie es richtig.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Angefangen hat es mit meinem Galaxy Tab, das beim Einschalten zum Zwecke des Handyticket-Kaufs nach
Heidelberg-Kirchheim/Rohrbach verdächtig langsam ist. So langsam, dass ich einen Reboot in Betracht ziehe. Der war auch
nötig, denn schon das Herunterfahren klappt nicht. Also harter Reset. Bis das Gerät wieder rudimentär ansprechbar
war, kam auch schon der heute pünktliche Bus um die Ecke. No Chance auf ein Handyticket, also ein Papierticket
heraussuchen und stempeln. Das waren die ersten 50 Cent unnötiges Fahrgeld, denn zwei Zonen vrn bis Friedrichsfeld und
DB-Tarif ab dort ist teurer als wenn man die Großwabe Heidelberg noch im Verbund mitnimmt und erst ab dort zum DB-Tarif
fährt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der NTA in Ladenburg benimmt sich seltsam und springt direkt von der Eingabe des Zielbahnhofs zum Bezahldialog. Ich muss
also zurückspringen und die BC 25 nachlegen. Dann wundere ich mich, dass die Fahrkarte plötzlich über Zehn Euro
kostet, denke aber in meinem Halbschlaf nicht mehr daran, dass es zwischen ICE und Nahverkehr noch eine weitere
Produktklasse gibt. Erst als ich die Fahrkarte in der Hand halte, sehe ich, dass es eine IC-Fahrkarte ist. Nun ja,
eigene Dummheit, wer kauft auch morgens um O&amp;#8217;dark Hundred Hours eine Fahrkarte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der RB dann das üble Erwachen: Die Bauarbeiten zwischen Friedrichsfeld und Heidelberg hatte ich gar nicht auf der
Rolle, und die daraus entstehende Eingleisigkeit des gesamten Abschnitts bis Wieblingen sorgt dafür, dass der Zug 13
Minuten in Friedrichsfeld stehen bleibt und mein Anschluß an die S-Bahn nach Karlsruhe so sicher nicht klappt, dass er
nicht einmal mehr in der Fahrplanauskunft steht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber immerhin: Ich habe ja eine IC-Fahrkarte. Und um 08:14 Uhr fährt der 2273. Mit dem bin ich dann nur 17 Minuten
hinter meinem Plan und nicht 41. Bin mal gespannt, was der Zugbegleiter mit der Fahrkarte bis Karlsruhe-Durlach macht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nett war er und hat mich nur ermahnt, in Karlsruhe eine Verbundfahrkarte nachzulösen. In Karlsruhe Straßenbahnchaos,
am Durlacher Tor ist die Fahrleitung runtergekommen. Eine bessere Stelle für eine Fahrleitungsstörung im derzeitigen
Rumpfnetz wäre nur noch der Marktplatz gewesen. 9 Minuten Call-a-Bike, und ich habe auch schon Frühsport getrieben,
und billiger als die Straßenbahnfahrkarte war es auch. Ergebnis: mit +25 am Schreibtisch.
&lt;/p&gt;

 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 21 Jun 2012 07:58:07 +0200</pubDate>
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    <category>bahn</category>
<category>baustelle</category>
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