Monday, December 10. 2007TUI gegen GUI: Übersetzung?Trackbacks
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Gar keine Internationalisierung. Spart jede Menge Ärger mit Unicode etc., erhöht die Zuverlässigkeit und verbessert(!) nachgewiesenermaßen die Ergonomie. Ich habe jahrelang unter CATIA konstruiert, und das gab es nichteinmal in Französisch. Der riesige Vorteil: Man kann sich, BTDT, in Ungarn an eine Kiste setzen und locker drauflosarbeiten. Ist wie Autofahren. Und je kürzer und systematischer die Textkürzel, desto einfacher werden sie gelesen und interpretiert. Wenn ich in einer CATIA - Sitzung sehe, ‘SEL SOL/VOL/POL/PIP/FAC’, dann bin ich sofort im Bilde, was ich jetzt selektieren kann. Und eingedeutscht: ’Wählen Sie Festkörper, Volumendefinition, Polyeder, Röhre, Oberflächendefinition": Grauslich, das erinnert mich schwer an ‘Zerknalltreibling’ statt Motor und ‘Prekariat’ statt Dreckspack. ARGH - und die ‘deutschen’ Programmiersprachen erst - teilweise echt lustig: SMN statt call: ‘Sprung mit Notierung’, MIK statt INC: ‘Modifiziere Indexregister mit Konstante’ etc. Krönung: Bei SIEMENS gab es lange Zeit einen EDIERER, der offenbar alles auffraß. Angst essen Seele auf. Wie meinen ? Was ist mit den vielen Frauen, die kein Englisch können ? Vergiß es, die lesen die Bedienerführung doch sowieso nicht. Die merken sich stur die Reihenfolge und Position der ‘Mausklicks’. Wenn Du denen ein Fenster aufmachst, in dem steht, ‘Morgen werden Sie erschossen’, dann klicken die ‘OK’. Gruß Hans, justament auf der Rückfahrt von einer Anwenderschulung Comments
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Hat aber eigentlich nichts mit TUI vs. GUI zu tun. Auch TUI hat gefälligst brav internationalisiert zu sein ;) Comment (1)
Mit Unicode ist es ähnlich, nur schlimmer. Er fordert von Programmierern, die mit SBCS schon deutlich überfordert sind, den Umgang mit komplexen APIs. Das Ergebnis sieht man an allen ungeschliffenen Kanten und Enden. Kommt hinzu: Unicode löst halt nicht alle Probleme, siehe die neue, unsäglich alberne ‘’Umlauts’’ - Integration für Domainnamen. Ich habe aufgegeben: Selbst die Dokumentation lese ich trotz meiner schlechten Englischkenntnisse lieber in der Originalsprache, weil das einfach schneller und zielsicherer geht. Übrigens: Manche Kunden fordern englische Bedieninterfaces, damit der Begriffskuddelmuddel ein Ende findet. Gerade bei NC-Maschinen findet man keine Freude daran, wenn das Maho-Bearbeitungszentrum links und die kleinere Maho-Fräsmaschine rechts für ein- und dengleichen Begriff in unterschiedlichen Sprachen mehrere verschiedene Wörter finden. Aus diesem Grunde kennt auch jeder Fräser Begriffe wie Coolant, TOOL CALL, CYCLE START, champfer etc.. Das ist sicherlich nicht schön, aber immer noch besser als die ‘’benutzerfreundliche’’ Anpassung. Comments (2)
Ich kenne das üblicherweise nur aus Umgebungen, wo sich das (typischerweise urdeutsche) Unternehmen mit “unsere Firmensprache ist Englisch” ein internationales Flair geben will, aber schon dann, wenn man eine simple zweiseitige Dokumentation zur Denglischverhinderung gleich ganz in Englisch abgibt, die Waffen streckt und zugibt, dass man nicht gut genug Englisch spricht, um die Dokumentation zu verstehen. Im konkreten Fall war es dann so, dass auch die in Deutsch nachgelieferte Dokumentation nicht verstanden wurde, aber das steht auf einem anderen Blatt ;) Irgendwann werd ich nach dem nächsten weltmännisch hingehauchten “Unsere Firmensprache ist Englisch” einfach zufälligerweise kein Deutsch mehr können. Mir macht das nix. Comment (1)
Davon ab ist mein Erfahrungswert das genaue Gegenteil von Deinem: Männer können Englisch mehr oder weniger gut lesen (oft: weniger) oder gar schreiben, aber der Akzent ist oft ganz, ganz schmerzthaft und in einigen Fällen derart stark ausgeprägt, daß man gar nicht erst versteht, was die da tolles(?) erzählen. Das kenne ich von Frauen grob vergleichbaren Bildungsniveaus eher nicht so. (Id est, die Männer können in vielen Fällen genug Englisch um eine Doku zu lesen, aber nicht notwendigerweise um eine zu schreiben oder /vor/zulesen. Meine Aussage bezieht sich also in erster Linie auf den Vergleich (“Meine Erfahrung: Frauen können mehr Englisch. Nicht alles davon ist in jeder Firma notwendig.”) und ist keineswegs, daß man um Dokumentation lesen zu können die jeweilige Sprache auch sprechen können müsse. Andererseits finde ich es schon nervig, wenn mir der Kollege erzählt, daß im Keller zwanzig Pfeiler stehen, was interessiert mich das?) (Kontextualisierung: Azundris arbeitet mal wieder in einer internationalen Firma mit Amtsprache Englisch. “Das klappt unterschiedlich gut.” Azundris ist außerdem im großen und ganzen eine Freundin der Forderung “Welcome to America! Now speak English.”, wird aber vermutlich an deren Äquivalent zunächst ganz oder in Teilen scheitern, falls und wenn sie nach Paris zieht. Nichtsdestotrotz beargwöhnt sie “Admins die kein Englisch können” zutiefst.) Comment (1)
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